Wirtschaftswissenschaften VWL Mikro – Monopol
Karteikarten zum Thema „Wirtschaftswissenschaften“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Was definiert ein Monopol strukturell? · Wie lautet die Gewinnmaximier…
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14 KartenWas definiert ein Monopol strukturell?
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Ein Monopol liegt vor, wenn ein einzelner Anbieter ein Gut ohne enge Substitute anbietet und Markteintrittsbarrieren potenzielle Konkurrenten dauerhaft fernhalten.
Wie lautet die Gewinnmaximierungsbedingung des Monopolisten?
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Der Monopolist maximiert Gewinn dort, wo Grenzerlös (MR) gleich Grenzkosten (MC) ist, und setzt den Preis über der Nachfragekurve bei dieser Menge.
Warum liegt der Grenzerlös beim Monopolisten unter dem Preis?
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Um eine zusätzliche Einheit zu verkaufen, muss der Monopolist den Preis für alle Einheiten senken, sodass der Erlös der marginalen Einheit um den Preiseffekt auf die Inframarginalen reduziert ist.
Was ist der Deadweight Loss (Wohlfahrtsverlust) beim Monopol?
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Der Deadweight Loss ist der Wohlfahrtsverlust durch die zu geringe Monopolmenge: Transaktionen, bei denen Zahlungsbereitschaft > Grenzkosten, finden nicht statt.
Nenne die drei Grade der Preisdiskriminierung.
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1. Grad: individueller Reservationspreis; 2. Grad: Mengentarife (Selbstselektion); 3. Grad: Gruppenpreise nach beobachtbaren Merkmalen (z. B. Studentenrabatt).
Wann spricht man von einem natürlichen Monopol?
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Ein natürliches Monopol besteht, wenn ein Unternehmen aufgrund sinkender Durchschnittskosten (Skalenerträge) den gesamten Markt effizienter bedienen kann als mehrere Firmen.
Wie reguliert man ein natürliches Monopol bei Grenzkostenpreisregelung?
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Der Preis wird gleich den Grenzkosten gesetzt (P = MC), was allokative Effizienz schafft, aber Verluste erfordert, die durch Subventionen gedeckt werden müssen.
Was besagt der Lerner-Index und wie wird er berechnet?
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Der Lerner-Index misst Marktmacht als (P - MC) / P = 1 / |Preiselastizität der Nachfrage|; je unelastischer die Nachfrage, desto höher die Marktmacht.
Welche Eintrittsbarrieren können ein Monopol schützen?
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Rechtliche Barrieren (Patente, Lizenzen), ökonomische Barrieren (Skalenerträge, Netzwerkeffekte, Sunk Costs) und strategische Barrieren (Limit Pricing, Überkapazitäten).
Was ist X-Ineffizienz nach Leibenstein?
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X-Ineffizienz bezeichnet Kostenüberhöhungen durch fehlenden Wettbewerbsdruck: Monopolisten produzieren nicht auf der minimal möglichen Kostenkurve (organisatorische Trägheit).
Wie unterscheidet sich der Monopolist vom vollkommenen Markt bei der Angebotsentscheidung?
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Der Monopolist hat keine Angebotskurve im engeren Sinne, da die angebotene Menge von der Nachfrageelastizität abhängt; Preis und Menge werden simultan über MR = MC bestimmt.
Was bewirkt Perfect Price Discrimination (1. Grad) allokativ?
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Bei perfekter Preisdiskriminierung wird die allokativ effiziente Menge produziert (P = MC für letzte Einheit), der gesamte Konsumentenrente wird zur Produzentenrente – kein Deadweight Loss.
Welche Bedingung muss für 3. Grad Preisdiskriminierung erfüllt sein?
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Der Monopolist muss Märkte trennen können (kein Arbitrage), unterschiedliche Preiselastizitäten identifizieren und in jedem Markt MR = MC setzen.
Was besagt das Monopolmodell zur Innovationsanreiz-Debatte (Schumpeter)?
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Monopolgewinne finanzieren risikoreiche Innovationen (dynamische Effizienz), während vollkommene Konkurrenz zwar statisch effizient, aber innovationsfeindlich sein kann.