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Wirtschaftswissenschaften Finanzierung – Risikomanagement

15 KartenWirtschaftswissenschaftenatrio04.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Wirtschaftswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter Risikomanagement in der Finanzierung? · Welche …

Karten

15 Karten
STANDARD

Was versteht man unter Risikomanagement in der Finanzierung?

Rückseite

Systematischer Prozess zur Identifikation, Messung, Überwachung und Steuerung finanzieller Risiken (Markt-, Kredit-, Liquiditäts-, operationelles Risiko) zur Sicherung der Unternehmensfortführung.

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Welche vier Hauptkategorien finanzieller Risiken unterscheidet man?

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Marktrisiko (Zins, Währung, Aktien), Kreditrisiko (Ausfall, Migration), Liquiditätsrisiko (Zahlungsunfähigkeit, Refinanzierung) und operationelles Risiko (Prozesse, Systeme, Menschen, externe Ereignisse).

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Wie ist der Value-at-Risk (VaR) definiert?

Rückseite

Der VaR gibt den maximalen Verlust eines Portfolios über einen definierten Zeithorizont mit einem gegebenen Konfidenzniveau (z. B. 99 %) unter normalen Marktbedingungen an.

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Nenne die drei gängigen VaR-Berechnungsmethoden.

Rückseite

Historische Simulation (vergangene Renditen), parametrischer VaR (Normalverteilungsannahme, Kovarianzmatrix) und Monte-Carlo-Simulation (zufällige Pfade basierend auf stochastischen Modellen).

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Was ist der Expected Shortfall (Conditional VaR) und warum ist er kohärenter?

Rückseite

Expected Shortfall ist der bedingte Erwartungswert der Verluste jenseits des VaR; er erfüllt Subadditivität und erfasst Schwanzrisiken besser als VaR.

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Wozu dienen Stresstests im Risikomanagement?

Rückseite

Stresstests simulieren extreme, aber plausible Szenarien (z. B. Finanzkrise 2008), um die Widerstandsfähigkeit von Portfolios oder Instituten unter Krisenbedingungen zu prüfen.

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Was versteht man unter Hedging und welchem Zweck dient es?

Rückseite

Hedging ist die Absicherung von Preis-, Zins- oder Währungsrisiken durch entgegengesetzte Positionen in Derivaten (Forwards, Futures, Optionen, Swaps), um Cashflows zu stabilisieren.

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Welche Derivate werden klassisch zum Hedging eingesetzt?

Rückseite

Forwards (OTC, maßgeschneidert), Futures (börslich, standardisiert, tägliche Abrechnung), Optionen (Recht, keine Pflicht) und Swaps (Zins- oder Währungs-Cashflow-Tausch).

STANDARD

Was ist das Basisrisiko beim Hedging?

Rückseite

Risiko, dass sich der Preis des Hedging-Instruments (z. B. Future) nicht parallel zum Basiswert (z. B. Spot) entwickelt – Restrisiko durch unvollkommene Korrelation.

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Nenne die drei Säulen des Basel-III-Rahmenwerks.

Rückseite

Säule 1: Mindesteigenkapitalanforderungen; Säule 2: Überprüfungsprozess der Aufsicht (SREP); Säule 3: Marktdisziplin durch Offenlegungspflichten.

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Wie lauten die harten Eigenkapitalquoten nach Basel III (CET1, Tier 1, Total Capital)?

Rückseite

CET1-Quote mindestens 4,5 %, Tier-1-Quote mindestens 6 %, Total-Capital-Quote mindestens 8 % der risikogewichteten Aktiva (RWA) – plus Puffer (Capital Conservation Buffer 2,5 %).

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Was messen die Liquiditätskennzahlen LCR und NSFR?

Rückseite

LCR (Liquidity Coverage Ratio): kurzfristige Liquiditätsdecke ≥ 100 % über 30-Tage-Stresshorizont. NSFR (Net Stable Funding Ratio): langfristige Strukturliquidität ≥ 100 % über ein Jahr.

STANDARD

Welche Parameter bestimmen das Kreditrisiko im IRB-Ansatz?

Rückseite

Probability of Default (PD), Loss Given Default (LGD), Exposure at Default (EAD) und Maturity (M) – daraus resultiert die risikogewichtete Aktiva (RWA) für Kreditpositionen.

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Wie wird operationelles Risiko im Advanced Measurement Approach (AMA) modelliert?

Rückseite

Banken nutzen interne Verlustdaten, Szenarioanalysen, Business-Environment-Faktoren und Kontrollindikatoren, um ein eigenes statistisches Modell für das operationelle Risikokapital zu kalibrieren.

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Was regelt das Risk Appetite Framework (RAF) eines Instituts?

Rückseite

Das RAF definiert die Risikobereitschaft (Risk Appetite), Risikotragfähigkeit (Risk Capacity) und operative Limits (Risk Limits) – abgestimmt auf Strategie, Kapital und Liquidität.

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