Rechtswissenschaft Strafrecht BT – Betrug und Untreue
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15 KartenWas ist der Kern des Betrugstatbestands nach § 263 StGB?
Rückseite
Der Betrug schützt das Vermögen vor Täuschung: Täter täuscht über Tatsachen, erweckt Irrtum, Opfer disponiert vermögensmindernd, Schaden entsteht.
Welche vier Täuschungshandlungen kennt § 263 Abs. 1 StGB?
Rückseite
Täuschung über Tatsachen (aktiv), Entstehen eines Irrtums (passiv), Unterlassen der Aufklärung bei Garantenstellung, Gebrauch verfälschter oder unrichtiger Datenträger.
Wann liegt ein Irrtum beim Betrug vor?
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Irrtum ist die Abweichung der subjektiven Vorstellungswelt von der objektiven Realität – das Opfer hält das Getäuschte für wahr.
Was versteht man unter Vermögensverfügung beim Betrug?
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Jedes bewusste, gewollte Verhalten, das unmittelbar zu einer Vermögensminderung führt – z. B. Geldübergabe, Vertragsunterschrift, Herausgabe von Sachen.
Wie definiert das BVerfG den Vermögensschaden beim Betrug?
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Vermögensschaden ist jede wertmäßige Einbuße im Gesamtvermögen; bloße Wertverschiebungen innerhalb desselben Vermögens reichen nicht aus.
Wann ist der Betrug nach § 263 Abs. 1 StGB vollendet?
Rückseite
Mit Eintritt des endgültigen Vermögensschadens – also wenn die Verfügung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.
Was kennzeichnet den Vorsatz beim Betrug?
Rückseite
Dolus eventualis genügt: Täter billigt Täuschung, Irrtum, Verfügung und Schaden als mögliche Folge seines Handelns.
Welche Regelbeispiele nennt § 263 Abs. 3 StGB für den besonders schweren Fall?
Rückseite
Gewerbsmäßigkeit, Bandenmäßigkeit, Missbrauch von Amtsbefugnissen, Herbeiführung großer Notlage oder Vermögensverlusts von erheblichem Ausmaß.
Was bedeutet gewerbsmäßige Begehung beim Betrug?
Rückseite
Täter will die Tat als Einnahmequelle von einigem Umfang und gewisser Dauer nutzen – Wiederholungsabsicht und Gewinnerzielungsabsicht.
Was ist der Kern der Untreue nach § 266 StGB?
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Untreue schützt fremdes Vermögen vor missbräuchlicher Verfügung durch den Berechtigten: Verletzung der Vermögensbetreuungspflicht mit Schadenseintritt.
Was versteht man unter Vermögensbetreuungspflicht bei der Untreue?
Rückseite
Rechtliche oder vertragliche Verpflichtung, fremdes Vermögen wahrzunehmen – z. B. Geschäftsführer, Vorstand, Treuhänder, Bevollmächtigter.
Wann liegt eine Pflichtverletzung (§ 266 Abs. 1 Var. 1 StGB) vor?
Rückseite
Täter nutzt seine Befugnis zur Verfügung über fremdes Vermögen missbräuchlich – Handeln entgegen dem Willen des Berechtigten oder zweckwidrig.
Wie grenzt sich Untreue vom Betrug ab?
Rückseite
Bei Untreue verfügt der Täter selbst über fremdes Vermögen (Innenverhältnis), beim Betrug disponiert das getäuschte Opfer selbst (Außenverhältnis).
Ist ein Versuch der Untreue strafbar?
Rückseite
Ja, § 266 Abs. 1 StGB stellt den Versuch ausdrücklich unter Strafe – im Gegensatz zum einfachen Betrug (§ 263 Abs. 2 StGB).
Welche Regelbeispiele nennt § 266 Abs. 2 StGB für den besonders schweren Fall der Untreue?
Rückseite
Gewerbsmäßigkeit, Bandenmäßigkeit, Herbeiführung großen Vermögensverlusts oder Notlage, Missbrauch beruflicher Befugnisse.