Rechtswissenschaft Familienrecht – Elterliche Sorge
Karteikarten zum Thema „Rechtswissenschaft“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was umfasst die elterliche Sorge nach § 1626 Abs. 1 BGB? · Wer übt die elterl…
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15 KartenWas umfasst die elterliche Sorge nach § 1626 Abs. 1 BGB?
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Die elterliche Sorge umfasst die Personensorge (§ 1631 BGB) und die Vermögenssorge (§ 1642 BGB) für das minderjährige Kind.
Wer übt die elterliche Sorge bei verheirateten Eltern aus?
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Bei verheirateten Eltern steht die elterliche Sorge beiden Eltern gemeinsam zu (§ 1626 Abs. 1 Satz 1 BGB).
Wie ist die Sorgerechtslage bei nicht verheirateten Eltern geregelt?
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Die Mutter hat alleinige Sorge (§ 1626a Abs. 1 BGB), solange die Eltern keine Sorgeerklärung abgeben oder das Gericht gemeinsame Sorge überträgt.
Was ist eine Sorgeerklärung nach § 1626a Abs. 1 Nr. 1 BGB?
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Eine öffentlich beurkundete Erklärung beider Eltern, die gemeinsame Sorge übernehmen wollen – wirkt ab Geburt oder Erklärung.
Wann überträgt das Familiengericht die gemeinsame Sorge gegen den Willen eines Elternteils?
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Wenn die Übertragung dem Kindeswohl nicht widerspricht und der andere Elternteil zustimmt oder Gründe nicht entgegenstehen (§ 1626a Abs. 1 Nr. 2 BGB).
Was versteht man unter Personensorge?
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Die Personensorge umfasst Pflege, Erziehung, Aufenthaltsbestimmung, Vertretung in Personensachen und Einwilligung in ärztliche Eingriffe (§ 1631 BGB).
Was umfasst die Vermögenssorge?
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Die Vermögenssorge berechtigt und verpflichtet zur Verwaltung des Kindesvermögens und zur Vertretung in Vermögensangelegenheiten (§ 1642 BGB).
Wann liegt eine Kindeswohlgefährdung vor, die einen Sorgeentzug rechtfertigt?
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Wenn das körperliche, geistige oder seelische Wohl des Kindes oder sein Vermögen gefährdet ist und die Eltern nicht willens oder in der Lage sind, die Gefahr abzuwenden (§ 1666 Abs. 1 BGB).
Welche Maßnahmen kann das Gericht bei Kindeswohlgefährdung ergreifen?
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Das Gericht kann erforderliche Maßnahmen anordnen: Weisungen, Herausgabe des Kindes, Entziehung der Sorge ganz oder teilweise, Bestellung eines Pflegers (§ 1666 Abs. 1, 3 BGB).
Was ist der Unterschied zwischen Sorgeentzug und Sorgebeschränkung?
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Sorgeentzug entzieht die Sorge ganz oder teilweise (§ 1666 BGB), Sorgebeschränkung beschränkt nur einzelne Befugnisse bei geringerer Gefährdung (§ 1666a BGB).
Wann endet die elterliche Sorge automatisch?
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Mit der Volljährigkeit des Kindes (§ 1626 Abs. 1 BGB), bei Tod eines Elternteils (Fortbestand beim anderen) oder durch Adoption (§ 1751 BGB).
Was regelt § 1628 BGB zur Ausübung der gemeinsamen Sorge?
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Eltern entscheiden einvernehmlich; bei Meinungsverschiedenheit in Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung kann das Gericht die Entscheidung einem Elternteil übertragen.
Was sind Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung nach § 1628 BGB?
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Schulwahl,Operationen, Wohnortwechsel, religiöse Erziehung, Vermögensangelegenheiten von Gewicht – Alltagsentscheidungen fallen nicht darunter.
Wie wirkt sich die Scheidung auf die elterliche Sorge aus?
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Die Scheidung ändert nichts an der gemeinsamen Sorge; diese bleibt bestehen, bis ein Elternteil die Alleinsorge beantragt und das Gericht sie überträgt (§ 1671 BGB).
Nach welchen Kriterien entscheidet das Gericht über Alleinsorge nach Scheidung?
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Nach dem Kindeswohlprinzip: Bindungstoleranz, Förderungsfähigkeit, Kontinuität, elterliche Kooperationsfähigkeit und Kindeswille (§ 1671 Abs. 1 BGB).