Rechtswissenschaft Methodik – Subsumtion und Auslegung
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14 KartenWas versteht man juristisch unter Subsumtion?
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Die Subsumtion ist der logische Vorgang, bei dem ein konkreter Sachverhalt unter einen abstrakten Rechtssatz gefasst wird, um dessen Rechtsfolge auszulösen.
Wie ist der Syllogismus in der juristischen Subsumtion aufgebaut?
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Der Syllogismus besteht aus Obersatz (Rechtssatz), Untersatz (Tatbestandsmäßigkeit des Sachverhalts) und Schlussfolgerung (Rechtsfolge).
Welche Funktion hat der Obersatz in der Subsumtion?
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Der Obersatz benennt die anwendbare Rechtsnorm mit ihren Tatbestandsmerkmalen und der daran geknüpften Rechtsfolge als allgemeine Prämisse.
Was leistet der Untersatz bei der Subsumtion?
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Der Untersatz prüft pointiert, ob der konkrete Sachverhalt sämtliche Tatbestandsmerkmale der Norm erfüllt – positiv oder negativ.
Nenne die vier klassischen Auslegungsmethoden nach der herrschenden Lehre.
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Grammatikalische, systematische, historische und teleologische Auslegung bilden den methodischen Kanon der Gesetzesauslegung.
Was prüft die grammatikalische Auslegung einer Norm?
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Die grammatikalische Auslegung ermittelt den Wortsinn der Norm aus der Sprache selbst und setzt die äußeren Grenzen des Verständnisses.
Woran orientiert sich die systematische Auslegung?
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Die systematische Auslegung stellt die Norm in ihren gesetzlichen Zusammenhang – Stellung im Gesetz, Überschriften, benachbarte Vorschriften und Gesamtkonzeption.
Was ist Gegenstand der historischen Auslegung?
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Die historische Auslegung erforscht den Willen des historischen Gesetzgebers durch Materialien, Entwürfe und Beratungsprotokolle zum Entstehungszeitpunkt.
Wie bestimmt die teleologische Auslegung den Normsin?
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Die teleologische Auslegung fragt nach Zweck und Ziel der Norm (ratio legis) und liest den Wortlaut im Licht dieses Regelungszwecks.
Welche Voraussetzungen müssen für eine Analogie vorliegen?
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Planwidrige Unvollständigkeit des Gesetzes, vergleichbare Interessenlage, keine entgegenstehende Wertung und kein Analogieverbot (z. B. Strafrecht).
Wann kommt eine teleologische Reduktion in Betracht?
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Wenn der Wortlaut der Norm über ihren Zweck hinausgeht und eine planwidrige Überregelung vorliegt, die dem Regelungsziel widerspricht.
Unterscheide extensive von restriktiver Auslegung.
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Extensive Auslegung weitet den Wortlaut über den Wortsinn hinaus, restriktive engt ihn ein – beide überschreiten die grammatikalische Grenze.
Was sind unbestimmte Rechtsbegriffe und wie werden sie ausgelegt?
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Unbestimmte Rechtsbegriffe (z. B. 'gute Sitten', 'vernünftiger Mensch') delegieren Wertentscheidungen an den Anwender und werden durch Wertungsmaßstäbe konkretisiert.
Welche typischen Subsumtionsfehler sollten in Klausuren vermieden werden?
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Vermischung von Obersatz und Untersatz, fehlende Merkmalsprüfung, schematisches 'Unterschieben' ohne Begründung und Ignorieren wertender Tatbestandsmerkmale.