Zur Community

Medizin Physiologie – Aktionspotenzial und Erregungsleitung

14 KartenMedizinatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Welcher Ionengradient bestimmt primär das Ruhemembranpotenzial? · Was löst die Depolaris…

Karten

14 Karten
STANDARD

Welcher Ionengradient bestimmt primär das Ruhemembranpotenzial?

Rückseite

Der Kaliumgradient (hoch intrazellulär, niedrig extrazellulär) bestimmt das Ruhemembranpotenzial bei ca. -70 mV durch passive K+-Diffusion über Leckkanäle.

STANDARD

Was löst die Depolarisationsphase des Aktionspotenzials aus?

Rückseite

Öffnung spannungsabhängiger Natriumkanäle bei Erreichen des Schwellenpotenzials (~ -55 mV) führt zu massivem Na+-Einstrom und schnellem Anstieg auf ca. +30 mV.

STANDARD

Welcher Mechanismus beendet die Depolarisation und leitet die Repolarisation ein?

Rückseite

Inaktivierung der Na+-Kanäle (h-Gate schließt) und verzögerte Öffnung spannungsabhängiger Kaliumkanäle führen zu K+-Ausstrom und Repolarisation.

STANDARD

Was versteht man unter der absoluten Refraktärzeit?

Rückseite

Zeitraum während Depolarisation und früher Repolarisation, in dem Na+-Kanäle inaktiviert sind – kein neues Aktionspotenzial auslösbar, unabhängig von Reizstärke.

STANDARD

Was charakterisiert die relative Refraktärzeit?

Rückseite

Nach absoluter Refraktärzeit: Na+-Kanäle erholen sich, aber K+-Ausstrom hyperpolarisiert Membran – stärkerer Reiz nötig für neues Aktionspotenzial.

STANDARD

Wie unterscheidet sich saltatorische von kontinuierlicher Erregungsleitung?

Rückseite

Saltatorisch: Myelinisierung zwingt Strom zu Ranvierschen Schnürringen, Sprungleitung, schnell, energieeffizient. Kontinuierlich: unmyelinisiert, flächendeckend, langsamer.

STANDARD

Welche Rolle spielen Ranviersche Schnürringe bei der saltatorischen Leitung?

Rückseite

Nur an den unbeleiteten Schnürringen (ca. 1 µm) befinden sich hohe Dichte spannungsabhängiger Na+/K+-Kanäle – hier wird das Aktionspotenzial regeneriert.

STANDARD

Was besagt das Alles-oder-Nichts-Gesetz für Aktionspotenziale?

Rückseite

Ein Aktionspotenzial entsteht nur bei Erreichen des Schwellenpotenzials und hat immer gleiche Amplitude und Form – stärkerer Reiz erhöht nur Frequenz, nicht Amplitude.

STANDARD

Warum tritt nach der Repolarisation oft eine Hyperpolarisation (After-Hyperpolarisation) auf?

Rückseite

K+-Kanäle schließen verzögert, K+-Ausstrom hält kurz über Ruhemembranpotenzial an – Membranpotenzial wird negativer als -70 mV.

STANDARD

Wie wirkt Tetrodotoxin (TTX) auf das Aktionspotenzial?

Rückseite

TTX blockiert spannungsabhängige Na+-Kanäle irreversibel – verhindert Depolarisation, keine Aktionspotenziale möglich, tödlich durch Atemlähmung.

STANDARD

Was ändert sich am Aktionspotenzial bei Myasthenia gravis?

Rückseite

Autoantikörper gegen ACh-Rezeptoren an motorischer Endplatte verringern Endplattenpotenziale – Aktionspotenziale im Muskel bleiben unverändert, aber Auslösung fehlschlägt.

STANDARD

Welche Ionenströme dominieren in der Plateauphase des kardialen Aktionspotenzials?

Rückseite

Langsame Ca2+-Einstrom (L-Typ-Kanäle) und verzögerter K+-Ausstrom balancieren sich – verlängert Refraktärzeit, verhindert tetanische Kontraktion des Herzens.

STANDARD

Wie beeinflusst der Durchmesser eines Axons die Leitgeschwindigkeit?

Rückseite

Größerer Durchmesser verringert axoplasmatischen Widerstand – Strom fließt leichter, Depolarisation breitet sich schneller aus, höhere Leitgeschwindigkeit.

STANDARD

Was passiert bei lokaler Anästhesie (z. B. Lidocain) auf Kanalebene?

Rückseite

Lidocain blockiert spannungsabhängige Na+-Kanäle von intrazellulär in frequenzabhängiger Weise – verhindert Depolarisation, Erregungsleitung blockiert.

Lerne diese Karten mit Spaced Repetition

Kopiere das Deck kostenlos in deine Bibliothek und starte den Lernmodus mit dem FSRS-5 Algorithmus.