Wirtschaftswissenschaften VWL Makro – Fiskalpolitik
Karteikarten zum Thema „Wirtschaftswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter Fiskalpolitik? · Wie berechnet man den einfache…
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15 KartenWas versteht man unter Fiskalpolitik?
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Staatliche Steuerung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage über Ausgaben und Steuern zur Stabilisierung von Konjunktur, Beschäftigung und Preisniveau.
Wie berechnet man den einfachen Ausgabenmultiplikator?
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Multiplikator = 1 / (1 - c), wobei c die marginale Konsumquote ist. Er zeigt, wie stark sich das BIP bei geänderter Staatsnachfrage ändert.
Warum ist der Steuer-Multiplikator kleiner als der Ausgabenmultiplikator?
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Steueränderungen wirken nur indirekt über das verfügbare Einkommen; ein Teil wird gespart. Formel: -c / (1 - c).
Was besagt das Haavelmo-Theorem (ausgeglichener Haushalt)?
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Bei gleichzeitiger Erhöhung von Staatsausgaben und Steuern um denselben Betrag steigt das BIP exakt um diesen Betrag (Multiplikator = 1).
Was ist der Crowding-out-Effekt?
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Expansive Fiskalpolitik erhöht den Zins, verdrängt private Investitionen und dämpft so die gewünschte Nachfragesteigerung – besonders bei voller Beschäftigung.
Wann tritt Crowding-in statt Crowding-out auf?
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In tiefen Rezessionen mit ungenutzten Kapazitäten: Staatsnachfrage hebt Erwartungen und Auslastung, wodurch private Investitionen zusätzlich angeregt werden.
Was sind automatische Stabilisatoren?
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Steuer- und Transfersysteme, die ohne parlamentarischen Beschluss konjunkturglättend wirken (z. B. Progressiver Tarif, Arbeitslosengeld).
Worin unterscheidet sich diskretionäre von automatischer Fiskalpolitik?
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Diskretionäre Politik erfordert aktive Gesetzesbeschlüsse (Konjunkturpakete), automatische wirkt regelbasiert und sofort über eingebaute Mechanismen.
Was ist der primäre Haushaltssaldo?
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Haushaltssaldo ohne Zinsausgaben für bestehende Schulden. Er misst die aktuelle Fiskalstrenge unabhängig von Altschuldenlast.
Wie beeinflusst der primäre Saldo die Schuldenquote?
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Schuldenquote sinkt, wenn primärer Überschuss > (Zins - Wachstumsrate) × Schuldenquote. Entscheidend für Schuldentragfähigkeit.
Was beschreibt die Laffer-Kurve?
Rückseite
Zusammenhang zwischen Steuersatz und Steuereinnahmen: Bei 0 % und 100 % Einnahmen null, dazwischen ein Maximum. Hohe Sätze können Einnahmen senken.
Welche Zeitverzögerungen (Lags) kennzeichnen Fiskalpolitik?
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Erkennungsverzug (Inside Lag), Entscheidungsverzug (Inside Lag), Umsetzungsverzug (Inside Lag), Wirkungsverzug (Outside Lag). Summe oft 1–2 Jahre.
Was besagt die Ricardische Äquivalenz (Barro)?
Rückseite
Steuersenkungen bei Kreditfinanzierung ändern Gesamtnachfrage nicht, da rationale Haushalte zukünftige Steuererhöhungen antizipieren und mehr sparen.
Was misst der fiskalpolitische Impuls?
Rückseite
Änderung des strukturellen Primärsaldos (bereinigt um Konjunktur und Einmaleffekte). Positiver Wert = expansiv, negativer = restriktiv.
Welche Fiskalregeln gelten im europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt?
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Maastricht-Kriterien: Neuverschuldung ≤ 3 % BIP, Schuldenstand ≤ 60 % BIP (oder ausreichend abnehmend). Überwachung durch EU-Kommission.