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Wirtschaftswissenschaften VWL Makro – Fiskalpolitik

15 KartenWirtschaftswissenschaftenatrio05.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Wirtschaftswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter Fiskalpolitik? · Wie berechnet man den einfache…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was versteht man unter Fiskalpolitik?

Rückseite

Staatliche Steuerung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage über Ausgaben und Steuern zur Stabilisierung von Konjunktur, Beschäftigung und Preisniveau.

STANDARD

Wie berechnet man den einfachen Ausgabenmultiplikator?

Rückseite

Multiplikator = 1 / (1 - c), wobei c die marginale Konsumquote ist. Er zeigt, wie stark sich das BIP bei geänderter Staatsnachfrage ändert.

STANDARD

Warum ist der Steuer-Multiplikator kleiner als der Ausgabenmultiplikator?

Rückseite

Steueränderungen wirken nur indirekt über das verfügbare Einkommen; ein Teil wird gespart. Formel: -c / (1 - c).

STANDARD

Was besagt das Haavelmo-Theorem (ausgeglichener Haushalt)?

Rückseite

Bei gleichzeitiger Erhöhung von Staatsausgaben und Steuern um denselben Betrag steigt das BIP exakt um diesen Betrag (Multiplikator = 1).

STANDARD

Was ist der Crowding-out-Effekt?

Rückseite

Expansive Fiskalpolitik erhöht den Zins, verdrängt private Investitionen und dämpft so die gewünschte Nachfragesteigerung – besonders bei voller Beschäftigung.

STANDARD

Wann tritt Crowding-in statt Crowding-out auf?

Rückseite

In tiefen Rezessionen mit ungenutzten Kapazitäten: Staatsnachfrage hebt Erwartungen und Auslastung, wodurch private Investitionen zusätzlich angeregt werden.

STANDARD

Was sind automatische Stabilisatoren?

Rückseite

Steuer- und Transfersysteme, die ohne parlamentarischen Beschluss konjunkturglättend wirken (z. B. Progressiver Tarif, Arbeitslosengeld).

STANDARD

Worin unterscheidet sich diskretionäre von automatischer Fiskalpolitik?

Rückseite

Diskretionäre Politik erfordert aktive Gesetzesbeschlüsse (Konjunkturpakete), automatische wirkt regelbasiert und sofort über eingebaute Mechanismen.

STANDARD

Was ist der primäre Haushaltssaldo?

Rückseite

Haushaltssaldo ohne Zinsausgaben für bestehende Schulden. Er misst die aktuelle Fiskalstrenge unabhängig von Altschuldenlast.

STANDARD

Wie beeinflusst der primäre Saldo die Schuldenquote?

Rückseite

Schuldenquote sinkt, wenn primärer Überschuss > (Zins - Wachstumsrate) × Schuldenquote. Entscheidend für Schuldentragfähigkeit.

STANDARD

Was beschreibt die Laffer-Kurve?

Rückseite

Zusammenhang zwischen Steuersatz und Steuereinnahmen: Bei 0 % und 100 % Einnahmen null, dazwischen ein Maximum. Hohe Sätze können Einnahmen senken.

STANDARD

Welche Zeitverzögerungen (Lags) kennzeichnen Fiskalpolitik?

Rückseite

Erkennungsverzug (Inside Lag), Entscheidungsverzug (Inside Lag), Umsetzungsverzug (Inside Lag), Wirkungsverzug (Outside Lag). Summe oft 1–2 Jahre.

STANDARD

Was besagt die Ricardische Äquivalenz (Barro)?

Rückseite

Steuersenkungen bei Kreditfinanzierung ändern Gesamtnachfrage nicht, da rationale Haushalte zukünftige Steuererhöhungen antizipieren und mehr sparen.

STANDARD

Was misst der fiskalpolitische Impuls?

Rückseite

Änderung des strukturellen Primärsaldos (bereinigt um Konjunktur und Einmaleffekte). Positiver Wert = expansiv, negativer = restriktiv.

STANDARD

Welche Fiskalregeln gelten im europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt?

Rückseite

Maastricht-Kriterien: Neuverschuldung ≤ 3 % BIP, Schuldenstand ≤ 60 % BIP (oder ausreichend abnehmend). Überwachung durch EU-Kommission.

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