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Medizin Neurologie Psychiatrie – Epilepsie und Anfallsformen

14 KartenMedizinatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Wie definiert die ILAE 2017 Epilepsie? · Welche drei Ebenen umfasst die ILAE-Klassifikat…

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14 Karten
STANDARD

Wie definiert die ILAE 2017 Epilepsie?

Rückseite

Eine Gehirnerkrankung mit dauerhafter Prädisposition für epileptische Anfälle und den neurobiologischen, kognitiven, psychologischen und sozialen Folgen dieser Anfallsstörung.

STANDARD

Welche drei Ebenen umfasst die ILAE-Klassifikation 2017?

Rückseite

Anfallstyp (fokal, generalisiert, unklar), Epilepsietyp (fokal, generalisiert, kombiniert, unklar) und Epilepsiesyndrom (z. B. JME, CAE, West-Syndrom).

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Was unterscheidet einen fokalen von einem generalisierten Anfall?

Rückseite

Fokale Anfälle entstehen in einem begrenzten Netzwerk einer Hemisphäre, generalisierte Anfälle betreffen von Beginn an bilaterale verteilte Netzwerke beider Hemisphären.

STANDARD

Was versteht man unter einer Aura bei Epilepsie?

Rückseite

Ein fokaler bewusster Anfall, der oft einem tonisch-klonischen Anfall vorausgeht und sensorische, autonome oder psychische Phänomene umfasst.

STANDARD

Welche Phasen durchläuft ein generalisierter tonisch-klonischer Anfall?

Rückseite

Tonische Phase (Steifigkeit, Apnoe), klonische Phase (rhythmische Zuckungen), postiktale Phase (Bewusstseinstrübung, Muskelschmerzen, Zungenbiss, Inkontinenz).

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Wodurch zeichnet sich ein typischer Absence-Anfall aus?

Rückseite

Plötzliche, kurze Bewusstseinsaussetzung (3–10 s) ohne Sturz, mit 3-Hz-Spike-Wave-Komplexen im EEG, oft durch Hyperventilation provozierbar.

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Was ist der Unterschied zwischen Myoklonus und Klonus?

Rückseite

Myoklonus: blitzartige, unwillkürliche Muskelzuckung (< 100 ms). Klonus: rhythmische, sich wiederholende Zuckungen (z. B. bei tonisch-klonischem Anfall).

STANDARD

Ab wann liegt ein Status epilepticus vor?

Rückseite

Bei anfallsfreiem Intervall < 5 Minuten oder Anfallsdauer > 5 Minuten (tonisch-klonisch) bzw. > 10–15 Minuten (fokal, Absence) – Notfall mit Hirnschädigungsrisiko.

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Welches Antiseizuräum ist erste Wahl bei fokalen Anfällen?

Rückseite

Lamotrigin oder Levetiracetam (nach Leitlinie DGN), alternativ Carbamazepin, Oxcarbazepin oder Valproat (bei Frauen gebärfähigen Alters teratogen).

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Welches Medikament ist erste Wahl bei generalisierten tonisch-klonischen Anfällen?

Rückseite

Valproat (breitestes Wirkspektrum), bei Frauen gebärfähigen Alters alternativ Levetiracetam, Lamotrigin oder Topiramat wegen Teratogenität.

STANDARD

Was bedeutet SUDEP und welche Risikofaktoren bestehen?

Rückseite

Sudden Unexpected Death in Epilepsy: plötzlicher Tod ohne andere Ursache. Risikofaktoren: unkontrollierte tonisch-klonische Anfälle, nächtliche Anfälle, junge Erwachsenen, Polytherapie.

STANDARD

Welches EEG-Muster ist typisch für generalisierte epileptische Aktivität?

Rückseite

Generalisierte Spike-Wave-Komplexe (3 Hz bei Absencen, 2,5–4 Hz bei anderen Syndromen), bisynchron, symmetrisch, frontaal betont.

STANDARD

Wie sieht ein typisches fokaleres EEG-Korrelat aus?

Rückseite

Fokale Spikes, Sharp Waves oder Spike-Wave-Komplexe über einer Region (z. B. temporal anterior), oft nur im Schlaf deutlich verstärkt.

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Welche Merkmale unterscheiden eine synkopale Bewusstlosigkeit von einem epileptischen Anfall?

Rückseite

Synkope: Prodromi (Schwindel, Übelkeit), blasse Haut, schnelle Erholung, kein Zungenbiss, keine Inkontinenz. Epilepsie: tonisch-klonisch, postiktale Phase, Zungenbiss lateral, Inkontinenz.

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