Medizin Neurologie Psychiatrie – Bipolare Störung
Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was definiert eine bipolare Störung nach ICD-10? · Worin unterscheidet sich Bipolar-I vo…
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15 KartenWas definiert eine bipolare Störung nach ICD-10?
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Wiederkehrende affektive Episoden mit mindestens einer manischen, hypomanischen oder gemischten Episode, abwechselnd mit depressiven Phasen.
Worin unterscheidet sich Bipolar-I von Bipolar-II-Störung?
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Bipolar I erfordert mindestens eine vollausgebildete Manie, Bipolar II nur Hypomanie plus schwere Depression ohne Manie.
Welche Kernsymptome kennzeichnen eine manische Episode?
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Gehobene oder reizbare Stimmung, Antriebssteigerung, Rededrang, Flug der Ideen, Grösenideen, verminderter Schlafbedarf, riskantes Verhalten – mindestens eine Woche.
Wie unterscheidet sich Hypomanie von der Manie?
Rückseite
Symptome wie bei Manie, aber kürzer (mindestens vier Tage), keine Psychosen, keine schwere Beeinträchtigung, kein stationärer Behandlungsbedarf.
Was versteht man unter einem gemischten affektiven Zustand?
Rückseite
Gleichzeitiges Vorliegen manischer und depressiver Symptome über mindestens zwei Wochen – hohes Suizidrisiko, therapeutisch anspruchsvoll.
Ab wann liegt Rapid Cycling vor?
Rückseite
Mindestens vier affektive Episoden (Manie, Hypomanie, Depression, gemischt) innerhalb von 12 Monaten – bei Frauen häufiger.
Welche diagnostischen Schritte sind bei Verdacht obligat?
Rückseite
Psychopathologischer Befund, ICD-10-Kriterienprüfung, Somatik-Ausschluss (Schilddrüse, Drogen, Neurologie), Fremdanamnese, Suizidrisikoeinschätzung.
Welche Substanzen sind First-Line bei akuter Manie?
Rückseite
Lithium, Valproat, Carbamazepin oder atypische Neuroleptika (Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Aripiprazol) – Monotherapie oder Kombination.
Was ist bei bipolarer Depression medikamentös First-Line?
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Quetiapin, Lurasidon oder Lamotrigin; Antidepressiva nur in Kombination mit Stimmungsstabilisierer wegen Phasenwechselrisiko.
Welcher Stimmungsstabilisierer gilt als Goldstandard in der Phasenprophylaxe?
Rückseite
Lithium – beste Evidenz für Rezidivverhütung und Suizidalitätssenkung, erfordert therapeutisches Drug-Monitoring (0,6–0,8 mmol/l).
Wofür ist Lamotrigin in der bipolaren Störung besonders wirksam?
Rückseite
Vorbeugung depressiver Episoden in der Erhaltungstherapie; bei Manieprophylaxe weniger effektiv als Lithium.
Welche Differenzialdiagnosen sind bei maniformem Syndrom auszuschließen?
Rückseite
Schilddrüsenüberfunktion, substanzinduzierte Störungen (Kokain, Amphetamine), Morbus Wilson, Hirntumoren, Multiple Sklerose, Neurosyphilis.
In welcher Phasenkonstellation ist das Suizidrisiko am höchsten?
Rückseite
Bei gemischten Zuständen und depressiven Episoden mit gleichzeitigen Erregungssymptomen (agitierte Depression) – nicht in reiner Manie.
Welche psychiatrischen Komorbiditäten treten häufig auf?
Rückseite
Angststörungen, Substanzkonsumstörungen, ADHS, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Essstörungen – verschlechtern Prognose und Therapieadhärenz.
Was ist bei Lithium-Therapie in der Schwangerschaft zu beachten?
Rückseite
Teratogenes Risiko (Ebstein-Anomalie), aber Absetzrisiko hoch – engmaschige Spiegelkontrolle, Folsäure, Ultraschall-Screening, peripartum Dosisanpassung.