Biologie Neurobiologie – Sinne und Wahrnehmung
Karteikarten zum Thema „Naturwissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter sensorischer Transduktion? · Welche fünf Rezeptorklas…
Karten
15 KartenWas versteht man unter sensorischer Transduktion?
Rückseite
Umwandlung eines physikalischen Reizes (Licht, Druck, Chemikalien) in ein elektrisches Rezeptorpotential durch spezialisierte Ionenkanäle in der Rezeptormembran.
Welche fünf Rezeptorklassen unterscheiden sich nach Reizmodalität?
Rückseite
Mechanorezeptoren (Druck/Dehnung), Photorezeptoren (Licht), Chemorezeptoren (Geruch/Geschmack), Thermorezeptoren (Temperatur) und Nozizeptoren (Gewebeschädigung).
Wie unterscheidet sich ein Rezeptorpotential von einem Aktionspotential?
Rückseite
Rezeptorpotentiale sind graduelle, lokal begrenzte Depolarisationen ohne Alles-oder-Nichts-Gesetz; Aktionspotentiale sind all-or-none-Spikes, die sich fortpflanzen.
Was kennzeichnet phasisch vs. tonisch adaptierende Rezeptoren?
Rückseite
Phasische Rezeptoren (z. B. Pacini-Körperchen) reagieren nur auf Reizänderung, tonische (z. B. Merkel-Zellen) feuern bei anhaltendem Reiz kontinuierlich.
Welche Photorezeptortypen besitzt die menschliche Retina?
Rückseite
Stäbchen für dämmerungssehen (hohe Empfindlichkeit, kein Farbsehen) und drei Zapfentypen (L/M/S) für Tages- und Farbsehen bei hoher räumlicher Auflösung.
Wie läuft die Phototransduktion in Stäbchen ab?
Rückseite
Licht aktiviert Rhodopsin → Transducin → Phosphodiesterase → cGMP-Abbau → Schließung von Na+-Kanälen → Hyperpolarisation der Zelle.
Welchen Weg nehmen visuelle Informationen von der Retina zum Kortex?
Rückseite
Ganglienzell-Axone → Sehnerv → Chiasma opticum → Sehbahn → Corpus geniculatum laterale (LGN) → Primärer Sehrinde (V1) im Okzipitallappen.
Wie kodiert das Cochlea-Organ die Tonhöhe?
Rückseite
Tonotopie: tiefe Frequenzen erregen apikale, hohe Frequenzen basale Haarzellen der Basilarmembran – Ortscode für Frequenz.
Welche Ionen strömen bei Haarzellen-Deflexion ein?
Rückseite
K+ (hohe Konzentration in Endolymph) strömt über mechanosensitive Kanäle in Stereocilien ein → Depolarisation → Glutamatfreisetzung an Afferenzen.
Wie viele olfaktorische Rezeptortypen kodiert das menschliche Genom?
Rückseite
Ca. 400 funktionelle olfaktorische Rezeptor-Gene (GPCRs), jeder Neuron exprimiert nur einen Typ – kombinatorischer Code für tausende Gerüche.
Welche fünf Geschmacksqualitäten existieren und wo werden sie detektiert?
Rückseite
Süß, sauer, salzig, bitter, umami – via spezialisierte Typ-II-Zellen (GPCRs für süß/bitter/umami) und Ionenkanäle (sauer/salzig) in Geschmacksknospen.
Welche vier Mechanorezeptoren der glatten Haut kennst du?
Rückseite
Merkel-Zellen (SA-I, Druck/Form), Meissner-Körperchen (RA-I, Textur/Bewegung), Ruffini-Endigungen (SA-II, Hautdehnung), Pacini-Körperchen (RA-II, Vibration).
Über welche Fasern und Bahnen wird nozizeptiver Schmerz geleitet?
Rückseite
Aδ-Fasern (schnell, stechend) und C-Fasern (langsam, brennend) → Hinterhorn → Spinothalamischer Bahn → Thalamus → Primärer somatosensorischer Kortex (S1) und Insula.
Was beschreibt das Gate-Control-Modell der Schmerzmodulation?
Rückseite
Aβ-Fasern (Tastung) aktivieren inhibitorische Interneurone im Hinterhorn, die nozizeptive C-Faser-Signale ‚schließen‘ – Grundlage für TENS und Reiben bei Schmerz.
Was ist multisensorische Integration und wo findet sie statt?
Rückseite
Konvergenz verschiedener Modalitäten (z. B. visuell + auditiv) in assoziativen Kortexarealen (z. B. Sulcus temporalis superior) – verstärkt Detektion und Ortsbestimmung.