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Biologie Neurobiologie – Sinne und Wahrnehmung

15 KartenNaturwissenschaftenatrio14.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Naturwissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter sensorischer Transduktion? · Welche fünf Rezeptorklas…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was versteht man unter sensorischer Transduktion?

Rückseite

Umwandlung eines physikalischen Reizes (Licht, Druck, Chemikalien) in ein elektrisches Rezeptorpotential durch spezialisierte Ionenkanäle in der Rezeptormembran.

STANDARD

Welche fünf Rezeptorklassen unterscheiden sich nach Reizmodalität?

Rückseite

Mechanorezeptoren (Druck/Dehnung), Photorezeptoren (Licht), Chemorezeptoren (Geruch/Geschmack), Thermorezeptoren (Temperatur) und Nozizeptoren (Gewebeschädigung).

STANDARD

Wie unterscheidet sich ein Rezeptorpotential von einem Aktionspotential?

Rückseite

Rezeptorpotentiale sind graduelle, lokal begrenzte Depolarisationen ohne Alles-oder-Nichts-Gesetz; Aktionspotentiale sind all-or-none-Spikes, die sich fortpflanzen.

STANDARD

Was kennzeichnet phasisch vs. tonisch adaptierende Rezeptoren?

Rückseite

Phasische Rezeptoren (z. B. Pacini-Körperchen) reagieren nur auf Reizänderung, tonische (z. B. Merkel-Zellen) feuern bei anhaltendem Reiz kontinuierlich.

STANDARD

Welche Photorezeptortypen besitzt die menschliche Retina?

Rückseite

Stäbchen für dämmerungssehen (hohe Empfindlichkeit, kein Farbsehen) und drei Zapfentypen (L/M/S) für Tages- und Farbsehen bei hoher räumlicher Auflösung.

STANDARD

Wie läuft die Phototransduktion in Stäbchen ab?

Rückseite

Licht aktiviert Rhodopsin → Transducin → Phosphodiesterase → cGMP-Abbau → Schließung von Na+-Kanälen → Hyperpolarisation der Zelle.

STANDARD

Welchen Weg nehmen visuelle Informationen von der Retina zum Kortex?

Rückseite

Ganglienzell-Axone → Sehnerv → Chiasma opticum → Sehbahn → Corpus geniculatum laterale (LGN) → Primärer Sehrinde (V1) im Okzipitallappen.

STANDARD

Wie kodiert das Cochlea-Organ die Tonhöhe?

Rückseite

Tonotopie: tiefe Frequenzen erregen apikale, hohe Frequenzen basale Haarzellen der Basilarmembran – Ortscode für Frequenz.

STANDARD

Welche Ionen strömen bei Haarzellen-Deflexion ein?

Rückseite

K+ (hohe Konzentration in Endolymph) strömt über mechanosensitive Kanäle in Stereocilien ein → Depolarisation → Glutamatfreisetzung an Afferenzen.

STANDARD

Wie viele olfaktorische Rezeptortypen kodiert das menschliche Genom?

Rückseite

Ca. 400 funktionelle olfaktorische Rezeptor-Gene (GPCRs), jeder Neuron exprimiert nur einen Typ – kombinatorischer Code für tausende Gerüche.

STANDARD

Welche fünf Geschmacksqualitäten existieren und wo werden sie detektiert?

Rückseite

Süß, sauer, salzig, bitter, umami – via spezialisierte Typ-II-Zellen (GPCRs für süß/bitter/umami) und Ionenkanäle (sauer/salzig) in Geschmacksknospen.

STANDARD

Welche vier Mechanorezeptoren der glatten Haut kennst du?

Rückseite

Merkel-Zellen (SA-I, Druck/Form), Meissner-Körperchen (RA-I, Textur/Bewegung), Ruffini-Endigungen (SA-II, Hautdehnung), Pacini-Körperchen (RA-II, Vibration).

STANDARD

Über welche Fasern und Bahnen wird nozizeptiver Schmerz geleitet?

Rückseite

Aδ-Fasern (schnell, stechend) und C-Fasern (langsam, brennend) → Hinterhorn → Spinothalamischer Bahn → Thalamus → Primärer somatosensorischer Kortex (S1) und Insula.

STANDARD

Was beschreibt das Gate-Control-Modell der Schmerzmodulation?

Rückseite

Aβ-Fasern (Tastung) aktivieren inhibitorische Interneurone im Hinterhorn, die nozizeptive C-Faser-Signale ‚schließen‘ – Grundlage für TENS und Reiben bei Schmerz.

STANDARD

Was ist multisensorische Integration und wo findet sie statt?

Rückseite

Konvergenz verschiedener Modalitäten (z. B. visuell + auditiv) in assoziativen Kortexarealen (z. B. Sulcus temporalis superior) – verstärkt Detektion und Ortsbestimmung.

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