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Medizin Innere Medizin – Herzrhythmusstörungen

15 KartenMedizinatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Wie wird eine Herzrhythmusstörung definiert? · Nach welchem Kriterium erfolgt die wichti…

Karten

15 Karten
STANDARD

Wie wird eine Herzrhythmusstörung definiert?

Rückseite

Eine Herzrhythmusstörung liegt vor, wenn die Herzfrequenz außerhalb von 50–100/min liegt, der Rhythmus unregelmäßig ist oder die Erregungsbildung/-leitung vom Sinusknoten abweicht.

STANDARD

Nach welchem Kriterium erfolgt die wichtigste Klassifikation von Arrhythmien?

Rückseite

Nach dem Entstehungsort: supraventrikulär (oberhalb des His-Bündels) versus ventrikulär (im His-Purkinje-System oder Myokard), entscheidend für Prognose und Therapie.

STANDARD

Welche EKG-Kriterien definieren ein Vorhofflimmern?

Rückseite

Absolut unregelmäßige RR-Intervalle, fehlende P-Wellen, stattdessen fibrillatorische f-Wellen (300–600/min), schmale QRS-Komplexe bei intakter AV-Leitung.

STANDARD

Wodurch unterscheidet sich Vorhofflattern vom Vorhofflimmern im EKG?

Rückseite

Regelmäßige sawtooth-förmige F-Wellen (ca. 250–350/min), meist 2:1- oder 4:1-AV-Block, dadurch oft regelmäßige ventrikuläre Antwort.

STANDARD

Was kennzeichnet einen AV-Block 1. Grades?

Rückseite

Verlängerte PQ-Zeit > 200 ms bei 1:1-Überleitung aller Vorhoferregungen auf die Kammern; meist asymptomatisch, therapierelevant nur bei Medikamenten.

STANDARD

Wie unterscheiden sich Mobitz-Typ I und II beim AV-Block 2. Grades?

Rückseite

Mobitz I (Wenckebach): progressive PQ-Verlängerung bis Ausfall eines QRS; Mobitz II: konstante PQ-Zeit mit plötzlichem QRS-Ausfall – höheres Risiko für Hochgradigen AV-Block.

STANDARD

Wann liegt ein AV-Block 3. Grades (totaler AV-Block) vor?

Rückseite

Keine Überleitung vorhoflicher Erregungen auf die Kammern; Vorhöfe und Kammern schlagen unabhängig (AV-Dissoziation), Kammerersatzrhythmus 20–40/min.

STANDARD

Was definiert eine Kammertachykardie und wann ist sie hämodynamisch relevant?

Rückseite

≥ 3 aufeinanderfolgende ventrikuläre Extrasystolen mit > 100/min, QRS > 120 ms; hämodynamisch relevant bei Hypotonie, Bewusstseinsstörung, Thoraxschmerz oder Herzinsuffizienz-Zeichen.

STANDARD

Welche Sofortmaßnahme ist bei Kammerflimmern indiziert?

Rückseite

Sofortige Defibrillation (biphasisch 150–200 J) plus CPR; jede Minute Verzögerung senkt Überlebenschance um ca. 10 %.

STANDARD

Wie unterscheidet man ventrikuläre von supraventrikulären Extrasystolen im EKG?

Rückseite

VES: breiter QRS (> 120 ms), deformiert, discordante ST-Strecke, volle kompensatorische Pause; SVES: schmaler QRS, oft mit aberrantem Block, inkompensatorische Pause.

STANDARD

Wofür wird der CHA2DS2-VASc-Score bei Vorhofflimmern verwendet?

Rückseite

Abschätzung des jährlichen Schlaganfallrisikos (0–9 Punkte); ab ≥ 2 Punkten (Männer) bzw. ≥ 3 Punkten (Frauen) Empfehlung zur oralen Antikoagulation.

STANDARD

Welche Antiarrhythmika-Klasse blockiert Natriumkanäle und verlangsamt die Phasen-0-Depolarisation?

Rückseite

Klasse I nach Vaughan-Williams (z. B. Flecainid, Propafenon); Unterteilung in Ia, Ib, Ic nach Kinetik und Wirkdauer.

STANDARD

Was ist der Unterschied zwischen Kardioversion und Defibrillation?

Rückseite

Kardioversion: synchronisierter Schock auf R-Zacke bei stabilen Tachykardien; Defibrillation: asynchroner Schock bei Kammerflimmern/pulsloser VT.

STANDARD

Welche EKG-Veränderungen sind typisch für das WPW-Syndrom?

Rückseite

Kurze PQ-Zeit < 120 ms, Delta-Welle (verlangsamter QRS-Anstieg), verbreiterter QRS > 110 ms, sekundäre ST-T-Veränderungen.

STANDARD

Wann ist ein Schrittmacher bei Bradykardie-Arrhythmien indiziert?

Rückseite

Symptomatischer Sinusknotensyndrom, AV-Block 2. Grades Mobitz II oder 3. Grades, bifaszikulärer Block mit Synkopen – Klassen-I-Indikation bei Symptom-Rhythmus-Korrelation.

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