Zur Community

Wirtschaftswissenschaften Finanzierung – Rating und Bonität

15 KartenWirtschaftswissenschaftenatrio04.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Wirtschaftswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter einem Rating in der Finanzierung? · Welche drei…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was versteht man unter einem Rating in der Finanzierung?

Rückseite

Ein Rating ist eine standardisierte Beurteilung der Kreditwürdigkeit eines Schuldners oder einer Schuldverschreibung durch eine Rating-Agentur oder interne Modelle.

STANDARD

Welche drei großen Rating-Agenturen dominieren den Markt?

Rückseite

Standard & Poor's (S&P), Moody's Investors Service und Fitch Ratings decken zusammen rund 95 % des globalen Rating-Marktes ab.

STANDARD

Wie lautet die Rating-Skala von S&P für langfristige Emissionen?

Rückseite

Die Skala reicht von AAA (höchste Bonität) über AA, A, BBB, BB, B, CCC, CC, C bis D (Zahlungsausfall). Plus/Minus-Zeichen differenzieren innerhalb einer Klasse.

STANDARD

Was unterscheidet Investment Grade von Speculative Grade?

Rückseite

Investment Grade umfasst Ratings AAA bis BBB− (S&P) bzw. Aaa bis Baa3 (Moody's); alles darunter gilt als Speculative Grade (High Yield) mit erhöhtem Ausfallrisiko.

STANDARD

Welche drei Risikoparameter bilden die Basis der Kreditrisikobewertung nach Basel?

Rückseite

Probability of Default (PD), Loss Given Default (LGD) und Exposure at Default (EAD) bestimmen gemeinsam das erwartete und unerwartete Kreditrisiko.

STANDARD

Was misst die Probability of Default (PD)?

Rückseite

Die PD quantifiziert die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schuldner innerhalb eines Jahres (einjährige PD) oder bis zur Endfälligkeit (lebenslange PD) in Zahlungsverzug gerät.

STANDARD

Was beschreibt die Loss Given Default (LGD)?

Rückseite

Die LGD gibt den prozentualen Verlust an der ausstehenden Forderung (EAD) an, der bei Eintritt des Kreditereignisses nach Verwertung der Sicherheiten verbleibt.

STANDARD

Was versteht man unter Exposure at Default (EAD)?

Rückseite

EAD ist der erwartete Forderungsbetrag zum Zeitpunkt des Ausfalls, inklusive bereits gezogener Kreditlinien und künftiger Inanspruchnahmen (Credit Conversion Factor).

STANDARD

Welche quantitativen Faktoren fließen in die Bonitätsanalyse ein?

Rückseite

Kennzahlen wie Verschuldungsgrad, Zinsdeckungsquote, Eigenkapitalquote, Cashflow-zu-Schulden-Ratio und Liquiditätskennzahlen werden systematisch ausgewertet.

STANDARD

Welche qualitativen Faktoren beeinflussen das Rating?

Rückseite

Branchenrisiko, Marktposition, Managementqualität, Unternehmensstrategie, Corporate Governance und regulatorisches Umfeld werden neben Zahlen bewertet.

STANDARD

Was ist der Unterschied zwischen externem und internem Rating?

Rückseite

Externe Ratings stammen von Agenturen (S&P, Moody's, Fitch); interne Ratings entwickeln Banken selbst mit IRB-Modellen zur Eigenkapitalunterlegung nach Basel.

STANDARD

Was regelt der Credit Conversion Factor (CCF) bei der EAD-Berechnung?

Rückseite

Der CCF schätzt, wie viel ungenutzter Kreditlinien bis zum Ausfall noch in Anspruch genommen wird (z. B. 20 % bis 100 % je nach Produkttyp und Restlaufzeit).

STANDARD

Welche Rolle spielen Covenants in Kreditverträgen?

Rückseite

Covenants sind vertragliche Auflagen (Financial Covenants wie Kennzahlengrenzen, Negative Covenants wie Verschuldungsbeschränkungen), die Gläubigerrechte schützen.

STANDARD

Wie unterscheidet sich Scoring vom Rating?

Rückseite

Scoring nutzt statistische Modelle (oft für Privatkunden/KMU) und liefert einen Punktewert; Rating ist Expertenurteil mit Symbolklassen, typischer bei Corporates und Staaten.

STANDARD

Was bedeutet ein Rating-Ausblick (Outlook) 'negativ' bei S&P?

Rückseite

Ein negativer Outlook signalisiert, dass die Agentur in den nächsten 12–24 Monaten mit mindestens einer Notch-Herabstufung rechnet, bei unveränderter aktueller Rating-Note.

Lerne diese Karten mit Spaced Repetition

Kopiere das Deck kostenlos in deine Bibliothek und starte den Lernmodus mit dem FSRS-5 Algorithmus.