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Geschichte Neuzeit – Imperialismus

14 KartenGeschichteatrio16.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Geschichte“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter Imperialismus im historischen Sinne? · Welche ökonomischen The…

Karten

14 Karten
STANDARD

Was versteht man unter Imperialismus im historischen Sinne?

Rückseite

Imperialismus bezeichnet die Expansionspolitik industrieller Großmächte ab ca. 1870, die durch formale Kolonien oder informelle Herrschaftseinflüsse Rohstoffe, Absatzmärkte und strategische Stützpunkte sicherten.

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Welche ökonomischen Theorien erklären den Imperialismus?

Rückseite

Hobson sah Überproduktion und Unterkonsum als Treiber, Lenin definierte Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus mit Monopolbildung, Finanzkapital und Kapitalexport als Kernmerkmalen.

STANDARD

Mit welchen ideologischen Begründungen legitimierten Europäer die Kolonialherrschaft?

Rückseite

Missionarsgedanke, Sozialdarwinismus, ‚Weiße Last‘ (Kipling) und Zivilisationsmission dienten als Rechtfertigung für rassistische Hierarchien und gewaltsame Unterwerfung außereuropäischer Gesellschaften.

STANDARD

Was regelte die Berliner Afrikakonferenz 1884/85?

Rückseite

Sie etablierte Freihandelszonen im Kongobecken, freie Schifffahrt auf Niger und Kongo und das Prinzip effektiver Okkupation: Kolonialansprüche galten nur bei tatsächlicher Verwaltung vor Ort.

STANDARD

Was kennzeichnet den ‚Wettlauf um Afrika‘ (Scramble for Africa)?

Rückseite

Innerhalb von 20 Jahren (1880–1900) teilten europäische Mächte fast den gesamten Kontinent unter sich auf – nur Äthiopien und Liberia blieben formal unabhängig.

STANDARD

Wie unterschied sich die britische von der deutschen Kolonialpolitik?

Rückseite

Briten nutzten Indirect Rule über lokale Eliten und strebten ein zusammenhängendes Imperium (Kap-Kairo) an; Deutsche setzten auf Direct Rule, militärische Härte und prestigeorientierte Erwerbungen.

STANDARD

Was war die Faschoda-Krise 1898 und wie endete sie?

Rückseite

Französische und britische Truppen standen sich in Faschoda (Sudan) gegenüber; Frankreich zog zurück, akzeptierte britische Vorherrschaft am Nil und erhielt später Marokko als Kompensation (Entente cordiale 1904).

STANDARD

Welche Rolle spielten die Marokko-Krisen 1905 und 1911 für das Bündnissystem?

Rückseite

Deutschland testete die Entente cordiale durch Herausforderung französischer Marokkopläne; beide Krisen festigten den britisch-französischen Zusammenhalt und isolierten das Deutsche Reich diplomatisch weiter.

STANDARD

Wie beschreibt Wallerstein das kapitalistische Weltsystem im Imperialismus?

Rückseite

Kernländer (Europa, USA) extrahieren durch ungleichen Tausch Rohstoffe und Billigarbeit aus Peripherie-Ländern (Kolonien), Halbperipherie vermittelt; diese Struktur reproduziert globale Ungleichheit bis heute.

STANDARD

Welche Kolonialkriege führte das Deutsche Reich in Afrika?

Rückseite

Herero- und Nama-Aufstand 1904–1908 in Deutsch-Südwestafrika (erster Völkermord des 20. Jh.) und Maji-Maji-Aufstand 1905–1907 in Deutsch-Ostafrika mit ca. 300.000 Toten.

STANDARD

Welche Widerstandsformen gab es gegen koloniale Herrschaft?

Rückseite

Bewaffnete Aufstände (Maji-Maji, Herero), diplomatische Verhandlungen (Menelik II. in Äthiopien), religiös motivierte Bewegungen (Mahdi-Aufstand Sudan) und spätere nationalistische Elitenbewegungen (Indischer Nationalkongress).

STANDARD

Wie trug der Imperialismus zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs bei?

Rückseite

Koloniale Rivalitäten verschärften das Wettrüsten, schufen feste Bündnisblöcke (Dreibund vs. Entente) und lieferten mit den Balkankrisen den unmittelbaren Auslöser – Sarajevo 1914.

STANDARD

Was geschah mit den deutschen Kolonien nach 1919?

Rückseite

Versailler Vertrag entzog Deutschland alle Kolonien; sie wurden als Mandate des Völkerbundes an Großbritannien, Frankreich, Belgien, Japan, Australien, Neuseeland und Südafrika übertragen – formale Unabhängigkeit blieb aus.

STANDARD

Welche Nachwirkungen des Imperialismus prägen die Gegenwart?

Rückseite

Willkürliche Grenzziehungen (z. B. Afrika), ökonomische Abhängigkeiten, institutionelle Schwäche postkolonialer Staaten, Migrationströme und anhaltende Rassismusstrukturen wurzeln in der kolonialen Ordnung.

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