Wirtschaftswissenschaften Rechnungswesen – Liquidität und Cashflow
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16 KartenWas versteht man unter Liquidität in der Betriebswirtschaft?
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Liquidität bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, fällige Zahlungsverpflichtungen jederzeit vollständig und fristgerecht zu erfüllen.
Wie wird der Liquiditätsgrad 1 (Cash-Liquidität) berechnet?
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Flüssige Mittel (Kasse, Bank, Schecks) geteilt durch kurzfristige Verbindlichkeiten, multipliziert mit 100 – Zielwert: 10–30 %.
Welche Positionen umfasst der Liquiditätsgrad 2 (Sammelliquidität)?
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Flüssige Mittel plus kurzfristige Forderungen und Wertpapiere, geteilt durch kurzfristige Verbindlichkeiten – Zielwert: 100–120 %.
Was unterscheidet den Liquiditätsgrad 3 vom Grad 2?
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Grad 3 addsiert zusätzlich Vorräte zum Zähler (Gesamtkurzfristvermögen / kurzfristige Verbindlichkeiten) – Zielwert: mindestens 150–200 %.
Wie ist Cashflow definiert?
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Cashflow ist der netto-Zufluss an liquiden Mitteln innerhalb einer Periode, ermittelt aus operativer, investiver und finanzierender Tätigkeit.
Was gehört zum operativen Cashflow?
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Zahlungsströme aus dem Kerngeschäft: Einzahlungen aus Verkäufen, Auszahlungen für Material, Löhne, Steuern – ohne Investitionen und Finanzierung.
Welche Positionen fallen unter den investiven Cashflow?
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Ein- und Auszahlungen für Anlagevermögen: Kauf/Verkauf von Maschinen, Immobilien, Beteiligungen, immateriellen Vermögenswerten.
Was erfasst der finanzielle Cashflow?
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Kapitalbewegungen: Einzahlungen aus Krediten, Eigenkapitalerhöhungen; Auszahlungen für Tilgungen, Zinsen, Dividenden, Aktienrückkäufe.
Wie berechnet man den Free Cashflow?
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Operativer Cashflow minus Investitionsauszahlungen (CAPEX) – zeigt den für Eigentümer und Gläubiger frei verfügbaren Zahlungsmittelüberschuss.
Worin unterscheidet sich die Cashflow-Rechnung von der GuV?
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GuV erfasst erfolgswirksame Aufwendungen/Erträge periodenrein (Accrual); Cashflow-Rechnung nur tatsächliche Zahlungsströme (Cash-Prinzip).
Was ist der Unterschied zwischen direkter und indirekter Cashflow-Ermittlung?
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Direkt: Gegenüberstellung tatsächlicher Ein-/Auszahlungen. Indirekt: Ableitung aus Jahresüberschuss durch Elimination nicht-zahlungswirksamer Positionen (Abschreibungen, Rückstellungen).
Warum gilt der operative Cashflow als Qualitätsmerkmal des Jahresüberschusses?
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Hohe Übereinstimmung signalisiert ertragsstarke, zahlungswirksame Gewinne; große Abweichungen deuten auf Bilanzpolitik oder Forderungsausfallrisiken hin.
Wie hängt Working Capital mit dem operativen Cashflow zusammen?
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Anstieg des Working Capital (Forderungen, Vorräte) bindet Liquidität und mindert operativen Cashflow; Abbau setzt Mittel frei.
Was misst die Cash Burn Rate?
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Monatlicher Mittelabfluss bei negativen Cashflows – zeigt, wie lange liquide Mittel bei unverändertem Verlauf noch reichen (Runway).
Was besagt der Cash Conversion Cycle?
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Zeitdauer zwischen Auszahlung für Rohstoffe und Einzahlung aus Verkäufen: Vorratsreichweite + Forderungslaufzeit – Verbindlichkeitslaufzeit.
Warum kann ein profitables Unternehmen illiquide sein?
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Gewinne (GuV) enthalten nicht-zahlungswirksame Erträge und verzögerte Einzahlungen; hohe Investitionen oder Forderungsausfälle entziehen Liquidität trotz Jahresüberschuss.