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Rechtswissenschaft Schuldrecht BT – Mietvertrag und Mieterrechte

15 KartenRechtswissenschaftatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Rechtswissenschaft“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was regelt § 535 BGB als wesentlicher Inhalt des Mietvertrags? · Wann gilt di…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was regelt § 535 BGB als wesentlicher Inhalt des Mietvertrags?

Rückseite

Der Vermieter muss dem Mieter den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache gewähren und diese in vertragsgemäßem Zustand erhalten; der Mieter schuldet die vereinbarte Miete.

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Wann gilt die Schriftform nach § 550 BGB für Mietverträge?

Rückseite

Bei einer vereinbarten Mietdauer von länger als einem Jahr – andernfalls gilt der Vertrag als auf unbestimmte Zeit geschlossen und ist gesetzlich kündbar.

STANDARD

Welche Mängelrechte stehen dem Mieter bei Sachmängeln zu?

Rückseite

Mietminderung (§ 536 BGB), Selbstvornahme mit Kostenerstattung, Schadensersatz, bei erheblichen Mängeln auch fristlose Kündigung nach vorheriger Fristsetzung.

STANDARD

Was unterscheidet die ordentliche von der fristlosen Kündigung des Vermieters?

Rückseite

Ordentliche Kündigung erfordert berechtigtes Interesse (§ 573 BGB) und gesetzliche Fristen; fristlose Kündigung setzt wichtigen Grund (§ 543 BGB) ohne Einhaltung von Fristen voraus.

STANDARD

Wie lauten die gesetzlichen Kündigungsfristen des Vermieters nach § 573c BGB?

Rückseite

Bei Mietdauer bis 5 Jahre: 3 Monate; bis 8 Jahre: 6 Monate; über 8 Jahre: 9 Monate – jeweils zum Monatsende.

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Wann liegt ein wichtiger Grund für fristlose Kündigung wegen Zahlungsverzugs vor?

Rückseite

Bei Rückstand von zwei Monatsmieten (§ 543 Abs. 2 Nr. 3 BGB) oder bei teilweisem Verzug, der zwei Monatsmieten erreicht – Schonfristzahlung heilt den Verzug.

STANDARD

Welche Frist gilt für die Betriebskostenabrechnung nach § 556 BGB?

Rückseite

Der Vermieter muss die Abrechnung spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums vorlegen – spätere Nachforderungen sind ausgeschlossen.

STANDARD

Unter welchen Voraussetzungen darf der Vermieter die Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöhen?

Rückseite

Nach § 558 BGB: Ein Jahr seit letzter Erhöhung/Bezug, Erhöhung um max. 20 % (15 % in angespannten Märkten) binnen drei Jahren, Begründung durch Mietspiegel/Gutachten.

STANDARD

Was ist der Unterschied zwischen Staffelmiete und Indexmiete?

Rückseite

Staffelmiete: feststehende Erhöhungstermine und -beträge im Voraus vereinbart (§ 557a BGB); Indexmiete: Anpassung an Verbraucherpreisindex, Erhöhung nur bei Indexänderung (§ 557b BGB).

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Wann sind Schönheitsreparaturklauseln in Formularverträgen unwirksam?

Rückseite

Bei starren Fristenplänen, Verpflichtung zur Durchführung bei Auszug unabhängig vom Zustand, Überwälzung von Malerarbeiten auf Mieter ohne Ausgleich – BGH: Klauseln müssen flexibel und zustandsabhängig sein.

STANDARD

Wie hoch darf die Mietkaution maximal sein und wie ist sie anzulegen?

Rückseite

Maximal drei Nettokaltmieten (§ 551 BGB); Vermieter muss sie getrennt vom Vermögen anlegen (z. B. Mietkautionskonto), Zinsen stehen dem Mieter zu.

STANDARD

Wann darf der Mieter die Wohnung untervermieten?

Rückseite

Bei berechtigtem Interesse (§ 553 BGB), z. B. beruflicher Auslandsaufenthalt, Aufnahme eines Untermieter zur Kostendeckung – Vermieter darf Erlaubnis nur bei wichtigen Gründen verweigern.

STANDARD

Was muss die Modernisierungsankündigung nach § 555c BGB enthalten?

Rückseite

Art und Umfang der Maßnahmen, voraussichtlicher Beginn und Dauer, voraussichtliche Mieterhöhung, Hinweis auf Härtefallwiderspruch – mindestens drei Monate vor Beginn.

STANDARD

Wann greift der Härtefallwiderspruch gegen eine Modernisierung?

Rückseite

Wenn die Modernisierung für Mieter/Haushaltsangehörige eine unzumutbare Härte darstellt (z. B. Schwerbehinderung, hohes Alter, Schwangerschaft) – Gericht prüft Verhältnismäßigkeit.

STANDARD

Wer trägt die Beweislast für das Vorliegen eines Mangels bei Mietbeginn?

Rückseite

Der Mieter muss das Vorliegen des Mangels beweisen; bei offenkundigen Mängeln greift Beweislastumkehr zugunsten des Mieters, wenn Vermieter Abnahme verweigert hat.

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