Geschichte Sozialgeschichte – Alltag im Mittelalter
Karteikarten zum Thema „Geschichte“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter Sozialgeschichte des Mittelalters? · Welche drei Stände prägte…
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15 KartenWas versteht man unter Sozialgeschichte des Mittelalters?
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Sie untersucht Lebensbedingungen, Arbeit, Herrschaft und Alltag der verschiedenen Standesgruppen – nicht nur politische Ereignisse.
Welche drei Stände prägten die mittelalterliche Gesellschaft?
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Oratores (Klerus), Bellatores (Adel), Laboratores (Bauern/Arbeitende) – funktionale Teilung nach Aufgabe, nicht Reichtum.
Was war die Grundherrschaft und welche Pflichten hatte der Bauer?
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Herrschaft über Land und Personen: Bauer leistete Frondienste, Naturalabgaben und unterstand Gerichtsbarkeit des Grundherrn.
Worin bestand der Unterschied zwischen Frondienst und Zins?
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Frondienst = Arbeitsleistung (z. B. Ackern), Zins = Natural- oder Geldabgabe (z. B. Getreide, Hühner, Pfennige).
Was regelte das Lehnswesen zwischen Herr und Vasall?
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Gegenseitige Treue: Herr gab Lehen (Land/Amt), Vasall leistete Heeresfolge, Rat und finanzielle Hilfe bei besonderen Anlässen.
Wie sah der Alltag eines hörigen Bauern aus?
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Unfreier Rechtsstatus: brauchte Erlaubnis zur Heirat/Abzug, zahlte Leibzins, leistete hohe Fronden, durfte Grundbesitz nicht frei vererben.
Was war ein Freier im Gegensatz zum Hörigen?
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Rechtlich ungebunden, eigenes Gericht, freie Heirat, vererbbarer Besitz – aber oft wirtschaftlich abhängiger Grundholdener.
Welche Aufgaben hatte der Dorfmeister (Schulze) im Mittelalter?
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Vermittler zwischen Herrschaft und Dorf: organisierte Fronen, verteilte Land, leitete Dorfgericht, kassierte Abgaben für den Grundherrn.
Was bedeutete "Stadtluft macht frei" konkret rechtlich?
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Nach Jahr-und-Tag-Aufenthalt in der Stadt verlor der Hörige seine Unfreiheit – Herr verlor Zugriff, sofern nicht eingefordert.
Welche Zünfte bestimmten das städtische Handwerk?
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Handwerkszünfte regelten Ausbildung (Lehrling–Geselle–Meister), Preise, Qualität, Arbeitszeiten und soziale Absicherung der Mitglieder.
Wie war die soziale Schichtung in der mittelalterlichen Stadt gegliedert?
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Oben: Patrizier/Ratsherren, Mitte: Zunftbürger/Handwerker, Unten: Ungelernte, Tagelöhner, Unehrliche (Henker, Bader) ohne Bürgerrecht.
Was war die Bedeutung der Gilde für Kaufleute?
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Schutzverband für Fernhandel: sicherte Wege, vertrat Interessen gegenüber Herrschern, regelte Maße/Gewichte und Schiedsgerichte.
Wie unterschied sich die Ernährung ländlicher vs. städtischer Bevölkerung?
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Land: Getreidebrei, Gemüse, selten Fleisch. Stadt: breiteres Angebot (Fleisch, Fisch, Gewürze), aber teurer – Arme hungerten häufiger.
Welche Rolle spielten Frauen in bäuerlichen Haushalten?
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Mitarbeit auf dem Feld, Viehhaltung, Textilherstellung, Haushaltsführung – wirtschaftliche Partner, aber rechtlich vom Mann vertreten.
Was war der Bannforst und wie nutzte ihn die Herrschaft?
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Fürstliches Jagdrecht: Waldnutzung (Holz, Weide, Honig) für Untertanen verboten oder abgabepflichtig – wichtiges Herrschaftsinstrument.