Wirtschaftswissenschaften International – Wechselkurssysteme
Karteikarten zum Thema „Wirtschaftswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter einem Wechselkurssystem? · Welche Haupttypen vo…
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15 KartenWas versteht man unter einem Wechselkurssystem?
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Ein Wechselkurssystem legt fest, wie der Außenwert einer Währung bestimmt wird – durch Marktkräfte, zentrale Festlegung oder eine Mischung beider Mechanismen.
Welche Haupttypen von Wechselkurssystemen existieren?
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Man unterscheidet Fixkurssysteme, flexible Wechselkurse und intermediäre Systeme wie Crawling Pegs, Zielzonen oder Währungsbretter mit unterschiedlich starker Bindung.
Wie funktioniert ein klassisches Fixkurssystem (Peg)?
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Die Zentralbank bindet den Kurs fest an eine Ankerwährung und interveniert am Devisenmarkt, um Abweichungen durch An- und Verkauf von Reserven zu korrigieren.
Was kennzeichnet ein Währungsbrett (Currency Board)?
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Die Notenbank gibt Inlandsgeld nur gegen Ankerwährung aus, hält 100 % Devisenreserven und verzichtet auf eigenständige Geldpolitik – extrem harte Bindung.
Was ist ein Crawling Peg und wozu dient er?
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Der Paritätskurs wird in kleinen, vorangekündigten Schritten angepasst – ermöglicht reale Abwertung bei höherer Inflation ohne diskrete Abwertungs-Schocks.
Wie ist eine Zielzone (Target Zone) definiert?
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Der Wechselkurs darf innerhalb einer Bandbreite um einen Zentralkurs schwanken; nur an den Rändern greift die Zentralbank intervenierend ein.
Was unterscheidet Managed Float vom freien Float?
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Beim Managed Float interveniert die Zentralbank diskretionär zur Glättung übermäßiger Schwankungen, ohne festes Ziel – beim freien Float greift sie gar nicht ein.
Welche Rolle spielte das Bretton-Woods-System (1944–1973)?
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Fixkurssystem mit Dollar als Anker (Golddeckung 35 $/oz), andere Währungen an Dollar gebunden – kollabierte durch US-Defizite und Vertrauensverlust in Golddeckung.
Wie funktionierte das Europäische Währungssystem (EWS, 1979–1998)?
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Wechselkurse der EG-Währungen schwankten in ±2,25-%Bändern um ECU-Zentralkurse; D-Mark fungierte als faktischer Anker, Neuausrichtungen waren möglich.
Wie gestaltet die EZB ihre Wechselkurspolitik seit 1999?
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Der Euro floatet frei; die EZB verfolgt kein Wechselkursziel, interveniert nur in Ausnahmefällen koordiniert mit anderen Notenbanken bei Störungen.
Was besagt das Unmöglichkeitsdreieck (Trilemma) nach Mundell-Fleming?
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Ein Land kann nur zwei von drei Zielen gleichzeitig erreichen: freier Kapitalverkehr, fixer Wechselkurs, eigenständige Geldpolitik – das dritte muss aufgegeben werden.
Welche Aussage trifft die Kaufkraftparität (PPP) zum langfristigen Wechselkurs?
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Langfristig gleicht sich der nominale Wechselkurs dem Verhältnis der Preisniveaus an – ein Warenkorb kostet überall gleich (absolut) oder ändert sich gleich (relativ).
Was unterscheidet nominalen vom realen Wechselkurs?
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Der nominale Kurs ist der Marktpreis; der reale Kurs gewichtet ihn mit Preisindizes (z. B. VPI) und misst damit internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Was charakterisiert eine Wechselkurskrise (spekulative Attacke)?
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Anleger verlieren Vertrauen in die Haltbarkeit des Fixkurses, verkaufen die Währung massiv – Reserven schmelzen, oft erzwungene Abwertung oder Aufgabe der Bindung.
Wann gilt ein Währungsraum als optimal nach Mundell (1961)?
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Wenn Faktoren (Arbeit, Kapital) mobil sind, Preise/Löhne flexibel reagieren und symmetrische Schocks auftreten – dann lohnt gemeinsame Währung ohne nationale Anpassung.