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Wirtschaftswissenschaften International – Wechselkurssysteme

15 KartenWirtschaftswissenschaftenatrio05.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Wirtschaftswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter einem Wechselkurssystem? · Welche Haupttypen vo…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was versteht man unter einem Wechselkurssystem?

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Ein Wechselkurssystem legt fest, wie der Außenwert einer Währung bestimmt wird – durch Marktkräfte, zentrale Festlegung oder eine Mischung beider Mechanismen.

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Welche Haupttypen von Wechselkurssystemen existieren?

Rückseite

Man unterscheidet Fixkurssysteme, flexible Wechselkurse und intermediäre Systeme wie Crawling Pegs, Zielzonen oder Währungsbretter mit unterschiedlich starker Bindung.

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Wie funktioniert ein klassisches Fixkurssystem (Peg)?

Rückseite

Die Zentralbank bindet den Kurs fest an eine Ankerwährung und interveniert am Devisenmarkt, um Abweichungen durch An- und Verkauf von Reserven zu korrigieren.

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Was kennzeichnet ein Währungsbrett (Currency Board)?

Rückseite

Die Notenbank gibt Inlandsgeld nur gegen Ankerwährung aus, hält 100 % Devisenreserven und verzichtet auf eigenständige Geldpolitik – extrem harte Bindung.

STANDARD

Was ist ein Crawling Peg und wozu dient er?

Rückseite

Der Paritätskurs wird in kleinen, vorangekündigten Schritten angepasst – ermöglicht reale Abwertung bei höherer Inflation ohne diskrete Abwertungs-Schocks.

STANDARD

Wie ist eine Zielzone (Target Zone) definiert?

Rückseite

Der Wechselkurs darf innerhalb einer Bandbreite um einen Zentralkurs schwanken; nur an den Rändern greift die Zentralbank intervenierend ein.

STANDARD

Was unterscheidet Managed Float vom freien Float?

Rückseite

Beim Managed Float interveniert die Zentralbank diskretionär zur Glättung übermäßiger Schwankungen, ohne festes Ziel – beim freien Float greift sie gar nicht ein.

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Welche Rolle spielte das Bretton-Woods-System (1944–1973)?

Rückseite

Fixkurssystem mit Dollar als Anker (Golddeckung 35 $/oz), andere Währungen an Dollar gebunden – kollabierte durch US-Defizite und Vertrauensverlust in Golddeckung.

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Wie funktionierte das Europäische Währungssystem (EWS, 1979–1998)?

Rückseite

Wechselkurse der EG-Währungen schwankten in ±2,25-%Bändern um ECU-Zentralkurse; D-Mark fungierte als faktischer Anker, Neuausrichtungen waren möglich.

STANDARD

Wie gestaltet die EZB ihre Wechselkurspolitik seit 1999?

Rückseite

Der Euro floatet frei; die EZB verfolgt kein Wechselkursziel, interveniert nur in Ausnahmefällen koordiniert mit anderen Notenbanken bei Störungen.

STANDARD

Was besagt das Unmöglichkeitsdreieck (Trilemma) nach Mundell-Fleming?

Rückseite

Ein Land kann nur zwei von drei Zielen gleichzeitig erreichen: freier Kapitalverkehr, fixer Wechselkurs, eigenständige Geldpolitik – das dritte muss aufgegeben werden.

STANDARD

Welche Aussage trifft die Kaufkraftparität (PPP) zum langfristigen Wechselkurs?

Rückseite

Langfristig gleicht sich der nominale Wechselkurs dem Verhältnis der Preisniveaus an – ein Warenkorb kostet überall gleich (absolut) oder ändert sich gleich (relativ).

STANDARD

Was unterscheidet nominalen vom realen Wechselkurs?

Rückseite

Der nominale Kurs ist der Marktpreis; der reale Kurs gewichtet ihn mit Preisindizes (z. B. VPI) und misst damit internationale Wettbewerbsfähigkeit.

STANDARD

Was charakterisiert eine Wechselkurskrise (spekulative Attacke)?

Rückseite

Anleger verlieren Vertrauen in die Haltbarkeit des Fixkurses, verkaufen die Währung massiv – Reserven schmelzen, oft erzwungene Abwertung oder Aufgabe der Bindung.

STANDARD

Wann gilt ein Währungsraum als optimal nach Mundell (1961)?

Rückseite

Wenn Faktoren (Arbeit, Kapital) mobil sind, Preise/Löhne flexibel reagieren und symmetrische Schocks auftreten – dann lohnt gemeinsame Währung ohne nationale Anpassung.

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