Geschichte Mittelalter – Hochmittelalter
Karteikarten zum Thema „Geschichte“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Welchen Zeitraum umfasst das Hochmittelalter in Europa? · Worum ging es im Investitur…
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15 KartenWelchen Zeitraum umfasst das Hochmittelalter in Europa?
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Das Hochmittelalter reicht circa von 1050 bis 1250 und markiert die Phase verstärkter Bevölkerungswachstums, städtischer Gründung und päpstlicher Machtentfaltung.
Worum ging es im Investiturstreit zwischen Kaiser und Papst?
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Der Streit drehte sich um das Recht, Bischöfe und Äbte mit Ring und Stab zu investieren – also um die Kontrolle über kirchliche Ämter und deren weltliche Macht.
Welche Lösung brachte das Wormser Konkordat 1122?
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Kaiser Heinrich V. verzichtete auf die Investitur mit Ring und Stab; der Papst gewährte dem Kaiser das Recht, bei Bischofswahlen anwesend zu sein und das Zepter zu verleihen.
Wie viele große Kreuzzüge fanden im Hochmittelalter statt und wann der erste?
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Es gab sieben große Kreuzzüge; der erste begann 1096 auf den Aufruf Papst Urbans II. hin und eroberte 1099 Jerusalem.
Welches Ziel verfolgte der Erste Kreuzzug offiziell?
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Ziel war die Befreiung des Heiligen Grabes in Jerusalem und die Unterstützung des byzantinischen Kaisers gegen die Seldschuken.
Welche Reformen führte Kaiser Friedrich I. Barbarossa im Reich durch?
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Er stärkte die Lehnsordnung, schuf das Landfriedensrecht 1152 und versuchte, die Reichsgewalt in Italien durchzusetzen – scheiterte aber am Lombardenbund.
Warum gilt Friedrich II. als „Stupor Mundi“ und was kennzeichnet seine Herrschaft?
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Friedrich II. förderte Wissenschaft und Recht in Sizilien, führte das Liber Augustale ein und geriet durch seine Italienpolitik in dauerhaften Konflikt mit dem Papsttum.
Wie war das Heilige Römische Reich im Hochmittelalter strukturiert?
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Es war ein Herrschaftsverband aus König, Fürstentum, Bistümern und Reichsstädten, zusammengehalten durch Lehnsbindungen und das Wahlrecht der Kurfürsten seit 1198/1208.
Welcher Papst markiert den Höhepunkt der päpstlichen Weltordnungsansprüche?
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Innozenz III. (1198–1216) beanspruchte die Plenitudo potestatis, setzte Kaiser ab, rief das Vierte Laterankonzil ein und startete den Albigenserkreuzzug.
Was kennzeichnet das städtische Recht im Hochmittelalter am Beispiel Lübecks?
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Lübeck erhielt 1160 Stadtrecht mit Selbstverwaltung, eigenem Gericht und Marktrechten; das Lübische Recht wurde Vorbild für über 100 Ostseestädte.
Wann und warum entstand die Hanse als Städtebund?
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Ab ca. 1250 schlossen sich niederddeutsche Kaufleute zum Schutz vor Piraterie und zur Durchsetzung Handelsprivilegien zusammen – Kern war der Artlenburger Vertrag 1161.
Was versteht man unter Scholastik und wer ist ihr Hauptvertreter?
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Scholastik ist die theologisch-philosophische Lehrmethode der Universitäten, die Glaube und Vernunft (Aristoteles) versöhnt; Hauptvertreter ist Thomas von Aquin mit der Summa Theologiae.
Welche baulichen Merkmale kennzeichnen die Gotik gegenüber der Romanik?
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Spitzbogen, Rippengewölbe, Strebepfeiler und große Fensterflächen ermöglichen höhere, lichterfüllte Kirchenräume – erstmals vollendet in Saint-Denis bei Paris ab 1140.
Welche Themen und Formen prägen den Minnesang des Hochmittelalters?
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Der Minnesang behandelt höfische Liebe (Minne) in Strophenform; Vertreter wie Walther von der Vogelweide variieren zwischen hohem und niedrigem Minnesang sowie politischen Sprüchen.
Wie veränderte sich die Rechtsstellung der Bauern im Hochmittelalter?
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Durch Rodungen und Landesausbau gewannen Bauern persönliche Freiheit und erbliche Hofrechte; gleichzeitig verfestigte sich die Lehnsbindung vieler Höriger an Grundherren.