Wirtschaftswissenschaften Digital Business – Plattformökonomie
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14 KartenWas definiert die Plattformökonomie im Digital Business?
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Plattformökonomie beschreibt Geschäftsmodelle, die Interaktionen zwischen mindestens zwei unabhängigen Nutzergruppen vermitteln und dabei Netzwerkeffekte nutzen, um Wert zu schaffen.
Worin unterscheiden sich direkte und indirekte Netzwerkeffekte?
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Direkte Netzwerkeffekte entstehen durch mehr Nutzer derselben Seite (z. B. Telefonnetz), indirekte durch mehr Nutzer der komplementären Seite (z. B. mehr Käufer ziehen mehr Verkäufer an).
Was charakterisiert einen Zwei-Sided-Market (Multi-Sided-Platform)?
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Eine Plattform vermittelt Transaktionen zwischen zwei oder mehr unterschiedlichen Nutzergruppen (z. B. Käufer und Verkäufer), wobei der Wert für eine Gruppe von der Größe der anderen abhängt.
Was ist das Chicken-and-Egg-Problem bei Plattformen?
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Plattformen müssen initial beide Seiten gleichzeitig anziehen, obwohl der Wert für jede Seite erst durch die Anwesenheit der anderen entsteht – oft gelöst durch Subventionierung einer Seite.
Wie funktionieren Preismechaniken bei Zwei-Sided-Markets?
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Eine Seite wird oft subventioniert (niedriger/negativer Preis), um deren Teilnahme zu maximieren, während die andere Seite die Kosten trägt (z. B. Kreditkarten: Händler zahlen, Karteninhaber nutzen kostenlos).
Was sind Data Network Effects in der Plattformökonomie?
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Mehr Nutzer generieren mehr Daten, die Algorithmen verbessern (z. B. Empfehlungen, Matching), was wiederum neue Nutzer anzieht – ein selbstverstärkender Zyklus aus Daten und Wert.
Worin liegt der Unterschied zwischen Plattform- und Pipeline-Geschäftsmodell?
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Pipelines schaffen Wert lineare Wertschöpfungsketten (Input → Prozess → Output), Plattformen ermöglichen direkten Austausch zwischen externen Produzenten und Konsumenten ohne eigenen Lagerbestand.
Warum skalieren Plattformen mit nahezu null Grenzkosten?
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Zusätzliche Transaktionen erfordern keine physische Produktion; die digitale Infrastruktur (Code, Server) bedient zusätzliche Nutzer zu minimalen Zusatzkosten.
Was umfasst Plattform-Governance?
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Regelsetzung für Teilnahme, Interaktion, Datennutzung und Konfliktlösung – z. B. Reputationssysteme, API-Bedingungen, Moderation, um Vertrauen und Qualität im Ökosystem sicherzustellen.
Was bedeutet Envelopment als Plattformstrategie?
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Eine Plattform nutzt ihre bestehende Nutzerbasis und Infrastruktur, um in angrenzende Märkte einzudringen (z. B. Amazon: Marktplatz → Cloud → Logistik → Streaming).
Wann tritt Winner-takes-all (Market Tipping) bei Plattformen ein?
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Starke Netzwerkeffekte und hohe Wechselkosten führen dazu, dass eine dominante Plattform den gesamten Markt erobert – Konkurrenten können die kritische Masse nicht mehr erreichen.
Unterscheide Transaction Platforms von Innovation Platforms.
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Transaction Platforms vermitteln Austausch (z. B. Airbnb, Uber), Innovation Platforms bieten technologische Bausteine für Drittentwickler (z. B. iOS, Android, AWS).
Welche Rolle spielt der Digital Markets Act (DMA) für Gatekeeper-Plattformen?
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Der DMA verpflichtet große Plattformen (Gatekeeper) zu Interoperabilität, Datentransparenz, Fairness bei Selbstbevorzugung und ermöglicht Nutzern leichteren Wechsel – Sanktionen bis 10 % Weltumsatz.
Was unterscheidet offene von geschlossenen Plattform-Ökosysteme?
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Offene Plattformen erlauben freien Drittzugang (Android, Web), geschlossene kontrollieren Zugang, Hardware und Distribution streng (iOS, Spielkonsolen) – Trade-off zwischen Innovationsbreite und Qualitätskontrolle.