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Rechtswissenschaft BGB AT – Allgemeine Geschäftsbedingungen

14 KartenRechtswissenschaftatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Rechtswissenschaft“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Was sind Allgemeine Geschäftsbedingungen nach § 305 Abs. 1 BGB? · Wann werden…

Karten

14 Karten
STANDARD

Was sind Allgemeine Geschäftsbedingungen nach § 305 Abs. 1 BGB?

Rückseite

Vorformulierte Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei (Verwender) der anderen bei Vertragsschluss stellt, um den Vertragsinhalt ganz oder teilweise zu bestimmen.

STANDARD

Wann werden AGB Vertragsbestandteil nach § 305 Abs. 2 BGB?

Rückseite

Wenn der Verwender auf sie hinweist, der andere Teil die Möglichkeit zur Kenntnisnahme hat und dieser einverstanden ist – stillschweigend durch Vertragsschluss genügt.

STANDARD

Was regelt § 306 BGB zum Verhältnis Individualvereinbarung zu AGB?

Rückseite

Individuelle Vertragsabreden gehen vor; AGB gelten nur ergänzend. Widersprechen sie Individualvereinbarungen, sind sie verdrängt.

STANDARD

Wann findet die Inhaltskontrolle nach § 307 BGB statt?

Rückseite

Nur bei wirksamer Einbeziehung der AGB; sie prüft, ob Klauseln den Vertragspartner unangemessen benachteiligen (§ 307 Abs. 1) oder nicht klar und verständlich sind (§ 307 Abs. 1 S. 2).

STANDARD

Was versteht man unter der unangemessenen Benachteiligung in § 307 Abs. 1 BGB?

Rückseite

Abweichung von wesentlichen Grundgedanken der dispositiven Gesetzesregelung oder Einschränkung wesentlicher Rechte/Pflichten, die den Vertragszweck gefährdet.

STANDARD

Welche Klauseln sind nach § 307 Abs. 2 BGB der Inhaltskontrolle entzogen?

Rückseite

Leistungsbeschreibungen (Hauptleistungspflichten) und Preisbestimmungen – sofern sie klar und verständlich sind (Transparenzgebot).

STANDARD

Was besagt das Transparenzgebot nach § 307 Abs. 1 S. 2 BGB?

Rückseite

AGB müssen klar und verständlich formuliert sein; der Vertragspartner muss seine Rechte und Pflichten bei verständiger Würdigung erkennen können.

STANDARD

Nenne drei Verbotsgesetze des § 308 BGB (Beispiele).

Rückseite

Ausschluss/Beschränkung der Haftung für Vorsatz/grobe Fahrlässigkeit (Nr. 1), Haftungsausschluss für Körperschäden (Nr. 2), einseitige Leistungsbestimmungsrechte (Nr. 4).

STANDARD

Was regelt § 309 BGB im Gegensatz zu § 308 BGB?

Rückseite

§ 309 enthält Klauselverbote mit Wertungsmöglichkeit: Sie sind unwirksam, wenn sie den Partner unangemessen benachteiligen (z. B. kurze Kündigungsfristen, Vertragsstrafen).

STANDARD

Welche Rechtsfolge tritt bei unwirksamer AGB-Klausel ein (§ 306 Abs. 2 BGB)?

Rückseite

Die unwirksame Klausel wird durch die entsprechende dispositivgesetzliche Regelung ersetzt; der Vertrag bleibt im Übrigen wirksam.

STANDARD

Was ist das Bestimmtheitsgebot bei AGB?

Rückseite

Ergänzung des Transparenzgebots: Klauseln müssen so bestimmt sein, dass der Anwendungsbereich und die Rechtsfolgen für den Durchschnittskunden erkennbar sind.

STANDARD

Wann gilt das AGB-Recht nach § 310 BGB für Verbraucherverträge?

Rückseite

Immer – § 310 Abs. 1 öffnet den Anwendungsbereich für Verbraucherverträge, § 310 Abs. 2–4 enthalten spezielle Schutzvorschriften (z. B. Unwirksamkeit bei Abweichung von gesetzlichen Leitbildern).

STANDARD

Was sind überraschende Klauseln nach § 305c BGB?

Rückseite

Klauseln, die nach den Umständen, insbesondere dem äußeren Erscheinungsbild des Vertrags, so ungewöhnlich sind, dass der andere Teil nicht mit ihnen rechnen muss – sie werden nicht Vertragsbestandteil.

STANDARD

Wie wirkt sich die geltungserhaltende Reduktion im AGB-Recht aus?

Rückseite

Sie ist unzulässig: Eine teilweise unwirksame Klausel wird nicht auf den zulässigen Kern reduziert, sondern komplett durch die gesetzliche Regelung ersetzt (§ 306 Abs. 2 BGB).

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