Biologie Neurobiologie – Gehirn und Nervensystem
Karteikarten zum Thema „Naturwissenschaften“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Welche Hauptbestandteile hat ein typisches Neuron? · Wie entsteht das Ruhepo…
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14 KartenWelche Hauptbestandteile hat ein typisches Neuron?
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Ein Neuron besteht aus Zellkörper (Soma), Dendriten, Axon und präsynaptischen Endigungen; diese Struktur ermöglicht Empfang, Integration und Weiterleitung elektrischer Signale.
Wie entsteht das Ruhepotenzial einer Nervenzelle?
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Das Ruhepotenzial (ca. -70 mV) entsteht durch ungleiche Ionenverteilung und selektive Permeabilität der Membran für Kaliumionen, aufrechterhalten durch die Na⁺/K⁺-ATPase.
Welche Phasen durchläuft ein Aktionspotenzial?
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Ein Aktionspotenzial zeigt Depolarisation, Repolarisation, Hyperpolarisation und Rückkehr zum Ruhepotenzial; spannungsgesteuerte Natrium- und Kaliumkanäle steuern den Ionenstrom sequenziell.
Aus welchen Elementen besteht eine chemische Synapse?
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Eine chemische Synapse umfasst präsynaptische Endigung, synaptischen Spalt und postsynaptische Membran mit Rezeptoren; Vesikel setzen Neurotransmitter frei, die an Rezeptoren binden.
Nenne drei wichtige Neurotransmitter und ihre Hauptwirkung.
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Glutamat ist hauptsächlicher erregender, GABA hauptsächlicher hemmender Transmitter im ZNS; Dopamin moduliert Belohnung, Bewegung und Kognition über verschiedene Rezeptortypen.
Was unterscheidet EPSP von IPSP?
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Eine EPSP (exzitatorische postsynaptische Potential) depolarisiert die Membran, eine IPSP (inhibitorische) hyperpolarisiert sie; beide summieren sich am Axonhügel zur Aktionspotenzial-Auslösung.
Wie gliedert sich das Nervensystem strukturell?
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Das Nervensystem teilt sich in zentrales Nervensystem (Gehirn, Rückenmark) und peripheres Nervensystem (Hirnnerven, Spinalnerven, Ganglien); das PNS umfasst somatisches und autonomes System.
Welche vier Hirnlappen hat die Großhirnrinde und wofür sind sie zuständig?
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Frontallappen: Exekutivfunktionen, Motorik; Parietallappen: Sensorik, Raumwahrnehmung; Temporallappen: Hörverarbeitung, Gedächtnis; Okzipitallappen: Sehverarbeitung – zusammen ermöglichen sie komplexe Kognition.
Beschreibe den Reflexbogen am Beispiel des Patellarsehnenreflexes.
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Der Reflexbogen umfasst Sensor, Interneuron, Motoneuron und Effektor; beim Patellarsehnenreflex dehnt der Schlag den Muskel, Spindeln feuern, Motoneuron kontrahiert den Quadrizeps ohne Großhirnbeteiligung.
Welche Gliazelltypen gibt es im ZNS und ihre Funktionen?
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Im ZNS gibt es Astrozyten (Stützfunktion, Blut-Hirn-Schranke), Oligodendrozyten (Myelinisierung), Mikroglia (Immunabwehr) und Ependymzellen (Liquorproduktion); sie erhalten die neuronale Homöostase.
Was ist die Blut-Hirn-Schranke und welche Zellen bauen sie auf?
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Die Blut-Hirn-Schranke schützt das ZNS vor Schwankungen im Blut; sie wird von Endothelzellen mit engen Zwickelverbindungen, Astrozyten-Fortsätzen und Basalmembran gebildet.
Was versteht man unter synaptischer Plastizität?
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Synaptische Plastizität beschreibt die aktivitätsabhängige Veränderung der synaptischen Übertragungsstärke; Langzeitpotenzierung (LTP) und Langzeitdepression (LTD) sind zelluläre Grundlagen von Lernen und Gedächtnis.
Welche pathologischen Veränderungen kennzeichnen Alzheimer und Parkinson?
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Alzheimer zeigt extrazelluläre Amyloid-Plaques und intrazelluläre Tau-Fibrillen; Parkinson zeichnet sich durch Verlust dopaminerger Neuronen in der Substantia nigra und Lewy-Körperchen aus.
Welche bildgebenden Methoden messen Gehirnaktivität indirekt?
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fMRI misst sauerstoffabhängige BOLD-Signale als Marker für neuronale Aktivität, EEG erfasst summierte postsynaptische Potenziale an der Kopfhaut; beide bieten unterschiedliche zeitliche und räumliche Auflösung.