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Chemie Organische Chemie – Reaktionsmechanismen

14 KartenNaturwissenschaftenatrio12.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Naturwissenschaften“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Was unterscheidet SN1 von SN2-Mechanismen grundlegend? · Welche Reaktionsord…

Karten

14 Karten
STANDARD

Was unterscheidet SN1 von SN2-Mechanismen grundlegend?

Rückseite

SN1 verläuft zweistufig über ein Carbokation-Intermediat, SN2 einschrittig über einen pentakoordinierten Übergangszustand mit Inversion der Konfiguration.

STANDARD

Welche Reaktionsordnung zeigt eine SN1-Reaktion?

Rückseite

Erste Ordnung: Die Geschwindigkeitsgleichung lautet v = k[Substrat]; der Nucleophile greift erst nach der geschwindigkeitsbestimenden Abspaltung des Abgangsgruppen an.

STANDARD

Was charakterisiert den Übergangszustand einer SN2-Reaktion?

Rückseite

Pentakoordinierter Kohlenstoff mit partiellen Bindungen zu Nucleophile und Abgangsgruppe; Walden-Umkehr (Inversion) am chiralen Zentrum ist obligatorisch.

STANDARD

Nach welcher Regel eliminiert E1 bevorzugt das stabilere Alken?

Rückseite

Zaitsev-Regel: Das thermodynamisch stabilere, stärker substituierte Alken wird bevorzugt gebildet, sofern keine sterischen Hindernisse dominieren.

STANDARD

Wann folgt eine Eliminierung dem Hofmann-Produkt?

Rückseite

Bei sterisch gehinderten Basen (z. B. t-BuOK) oder quaternären Ammoniumverbindungen wird das weniger substituierte, kinetisch leichter zugängliche Alken gebildet.

STANDARD

Ordne die Carbokation-Stabilität: primär, sekundär, tertiär, allylisch, benzylisch.

Rückseite

Tertiär > sekundär > primär; allylische und benzylische Carbokationen sind durch Resonanz stabilisiert und vergleichbar mit tertiären.

STANDARD

Was besagt die Markovnikov-Regel bei der Addition an Alkenen?

Rückseite

Der elektrophile Wasserstoff addiert an das kohlenstoffreichere Alken-C-Atom, das Carbokation bildet sich am stärker substituierten Kohlenstoff.

STANDARD

Wie verläuft eine Anti-Markovnikov-Addition von HBr an Alkenen?

Rückseite

Radikale Kettenreaktion initiiert durch Peroxide: Br• addiert an das weniger substituierte C-Atom, das stabilere sekundäre Radikalen-Intermediat entsteht.

STANDARD

Wann wirkt ein Nucleophile als Base und fördert Eliminierung statt Substitution?

Rückseite

Starke, sterisch gehinderte Basen (z. B. t-BuO⁻) bei höheren Temperaturen und tertiären Substraten begünstigen E2 gegenüber SN2.

STANDARD

Welche Abgangsgruppen eignen sich gut für nucleophile Substitutionen?

Rückseite

Schwache Basen stabiler konjugierter Säuren: I⁻ > Br⁻ > Cl⁻ > F⁻; auch Tosylate, Mesylate und Wasser (nach Protonierung) sind gute Abgangsgruppen.

STANDARD

Wie beeinflussen polare protische vs. aprotische Lösungsmittel SN1 und SN2?

Rückseite

Polare protische Lösungsmittel (Wasser, Alkohole) stabilisieren Carbokationen → SN1; polare aprotische (DMSO, Aceton) solvatieren Kationen, nicht Anionen → SN2 beschleunigt.

STANDARD

Was passiert mit der Stereochemie bei einer SN2-Reaktion an einem chiralen Zentrum?

Rückseite

Vollständige Inversion der Konfiguration (Walden-Umkehr) durch Rückseitenangriff des Nucleophils; bei enantiomer reinem Edukt entsteht enantiomer reines Produkt.

STANDARD

Welche geometrische Voraussetzung muss für E2-Eliminierungen erfüllt sein?

Rückseite

Anti-periplanare Anordnung von Wasserstoff und Abgangsgruppe (Diedewinkel 180°); syn-Eliminierung ist nur bei rigiden Systemen möglich.

STANDARD

Wie erkennt man in einem Reaktionskoordinatendiagramm einen carbokationischen Zwischenzustand?

Rückseite

Ein lokales Energieminimum zwischen zwei Übergangszuständen (Maxima) zeigt ein stabiles Intermediat; bei SN1 entspricht es dem Carbokation.

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