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Medizin Pharmakologie – Opioide und Analgesie

16 KartenMedizinatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 16 Karten · von atrio. Beispiele: Welche drei klassischen Opioid-Rezeptoren gibt es? · Welcher Rezeptor vermittelt die sta…

Karten

16 Karten
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Welche drei klassischen Opioid-Rezeptoren gibt es?

Rückseite

Die drei klassischen Opioid-Rezeptoren sind μ (My), κ (Kappa) und δ (Delta), alle gehören zur G-Protein-gekoppelten Rezeptorfamilie.

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Welcher Rezeptor vermittelt die starke Analgesie und Atemdepression?

Rückseite

Der μ-Rezeptor vermittelt die potente Analgesie, Sedierung, Atemdepression, Euphorie und körperliche Dependenz.

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Was bewirkt die Aktivierung des κ-Rezeptors?

Rückseite

κ-Aktivierung verursacht spinale Analgesie, Sedierung, Dysphorie, Diurese und mäßige Atemdepression ohne nennenswerte Obstipation.

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Wie wirkt Morphin als Prototyp der Opioide?

Rückseite

Morphin ist ein Vollagonist am μ-Rezeptor mit starker analgetischer, sedierender und atemdepressiver Wirkung, orale Bioverfügbarkeit nur ca. 25–30 %.

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Was unterscheidet Fentanyl von Morphin pharmakokinetisch?

Rückseite

Fentanyl ist hochlipophil, 100-fach potenter als Morphin, schnelle ZNS-Passage, ultrakurze Halbwertszeit bei Bolus, daher transdermal oder i.v. als Infusion.

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Welche Besonderheit hat Buprenorphin als Partialagonist?

Rückseite

Buprenorphin ist Partialagonist am μ-Rezeptor (Deckeffekt bei Atemdepression) und Antagonist am κ-Rezeptor, hohe Rezeptoraffinität, langwirksam, sublingual/transdermal.

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Wie wirkt Naloxon als Opioid-Antagonist?

Rückseite

Naloxon ist kompetitiver Antagonist an allen Opioid-Rezeptoren (höchste Affinität für μ), kehrt Atemdepression und Sedierung innerhalb Minuten um, kurze Halbwertszeit (30–60 min).

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Warum kann bei Naloxon-Gabe ein Rebound-Effekt auftreten?

Rückseite

Naloxon hat kürzere Halbwertszeit als die meisten Opioide – nach Abfall der Naloxon-Spiegel wirken noch vorhandene Opioide ungehindert weiter.

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Welche klinischen Hauptindikationen haben Opioide?

Rückseite

Starke akute Schmerzen (trauma, postoperativ), Tumorschmerzen (WHO-Stufenschema Stufe III), Koliken, akutes Lungenödem (Morphin), Narkoseeinleitung/-erhaltung.

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Was besagt das WHO-Stufenschema der Schmerztherapie?

Rückseite

Stufe I: Nicht-Opioide (NSAR/Paracetamol); Stufe II: Schwache Opioide (Tramadol, Tilidin) ± Nicht-Opioide; Stufe III: Starke Opioide (Morphin, Fentanyl) ± Nicht-Opioide/Adjuvantien.

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Welche peripheren Nebenwirkungen sind klassisch für μ-Agonisten?

Rückseite

Obstipation (Darmhypomotilität), Übelkeit/Erbrechen (CTZ-Stimulation), Miosis, Harnverhalt, Histaminfreisetzung (Juckreiz, Hypotonie), bronchiale Obstruktion.

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Warum verursachen Opioide eine Miosis?

Rückseite

Stimulation des Edinger-Westphal-Kerns (parasympathisch) über μ-Rezeptoren → Kontraktion des Musculus sphincter pupillae → Pupillenverengung (Punktförmige Pupillen).

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Was ist der Unterschied zwischen Toleranz und körperlicher Dependenz?

Rückseite

Toleranz = Dosiserhöhung nötig für gleiche Wirkung (Rezeptor-Desensibilisierung); Dependenz = Entzugssymptome bei Absetzen (neuroadaptive Veränderungen).

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Welche Opioide eignen sich für die transdermale Applikation?

Rückseite

Fentanyl (Pflaster, 72 h) und Buprenorphin (Pflaster, 3–4 Tage / 7 Tage) – beide hochlipophil, niedrige Molekularmasse, hohe Potenz für therapeutische Spiegel über Haut.

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Wie wird eine Opioid-Überdosierung notfallmäßig behandelt?

Rückseite

Sicherung der Atemwege, Gabe von Naloxon i.v. (initial 0,4 mg, ggf. wiederholen bis Atemfrequenz > 12/min), Monitoring ≥ 2 h nach letzter Naloxon-Gabe wegen Rebound-Risiko.

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Was ist beim Wechsel von parenteralem auf orales Morphin zu beachten?

Rückseite

Orale Bioverfügbarkeit ca. 1/3 der parenteralen → orale Dosis ca. dreimal so hoch wie i.v.-Dosis für äquivalente Analgesie (Umrechnungsfaktor 3:1).

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