Biologie Immunologie – Immunsystem
Karteikarten zum Thema „Naturwissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was ist der Unterschied zwischen angeborener und adaptiver Immunität? · Welc…
Karten
15 KartenWas ist der Unterschied zwischen angeborener und adaptiver Immunität?
Rückseite
Die angeborene Immunität ist unspezifisch, sofort verfügbar und hat kein Gedächtnis; die adaptive Immunität ist spezifisch, verzögert einsetzend und bildet immunologisches Gedächtnis aus.
Welche Zellen gehören zur ersten Barriere der angeborenen Abwehr?
Rückseite
Epithelzellen der Haut und Schleimhäute, unterstützt durch chemische Barrieren wie Lysozym, sauren pH-Wert und Kommensalenflora.
Was ist die Funktion von Makrophagen in der unspezifischen Abwehr?
Rückseite
Makrophagen phagozytieren Erreger, sezernieren Zytokine zur Entzündungsreaktion und präsentieren Antigene an T-Helferzellen als Bindeglied zur adaptiven Immunität.
Wie unterscheiden sich B-Zellen und T-Zellen in ihrer Antigenerkennung?
Rückseite
B-Zellen erkennen native, konformationelle Antigene über ihren B-Zell-Rezeptor; T-Zellen erkennen nur prozessierte Peptid-Antigene im Komplex mit MHC-Molekülen.
Was besagt die MHC-Restriktion bei T-Zellen?
Rückseite
T-Zellen erkennen Antigene nur, wenn diese als Peptide an körpereigene MHC-Moleküle (HLA) gebunden präsentiert werden – CD4+ an MHC-II, CD8+ an MHC-I.
Welche Funktion haben dendritische Zellen als professionelle APCs?
Rückseite
Dendritische Zellen nehmen Antigene peripher auf, wandern in Lymphknoten, reifen zu potenten Antigen-präsentierenden Zellen und aktivieren naive T-Zellen durch Ko-Stimulation.
Was passiert bei der Klassenswitch-Rekombination der B-Zellen?
Rückseite
Durch DNA-Umlagerung wechseln aktivierte B-Zellen von IgM/IgD zu IgG, IgA oder IgE, wobei die Antigenspezifität erhalten bleibt, aber Effektorfunktionen sich ändern.
Wie wirkt die somatische Hypermutation bei der Affinitätsreifung?
Rückseite
In Keimzentren mutieren B-Zell-Rezeptor-Gene punktförmig; B-Zellen mit höherer Antigenaffinität werden durch T-Helferzellen selektiert und differenzieren zu Plasmazellen oder Gedächtnis-B-Zellen.
Was ist der Unterschied zwischen zellulärer und humoraler Immunantwort?
Rückseite
Die humorale Antwort wird durch Antikörper (B-Zellen/Plasmazellen) gegen extrazelluläre Erreger vermittelt; die zelluläre Antwort durch zytotoxische T-Zellen (CD8+) gegen intrazelluläre Erreger und Tumorzellen.
Welche Rolle spielen regulatorische T-Zellen (Tregs)?
Rückseite
Tregs (CD4+CD25+FoxP3+) unterdrücken überschießende Immunreaktionen, verhindern Autoimmunität und erhalten periphere Toleranz durch Zytokine (IL-10, TGF-β) und Zellkontakt.
Wie entsteht immunologisches Gedächtnis nach einer Infektion?
Rückseite
Nach Antigeneliminierung überleben langlebige Gedächtnis-T- und B-Zellen; bei Re-Exposition reagieren sie schneller, stärker und mit höherer Affinität als bei der Primärantwort.
Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Immunisierung?
Rückseite
Aktive Immunisierung induziert eigene Antikörperproduktion und Gedächtnis (Impfung, Infektion); passive Immunisierung transferiert fertige Antikörper (Mutterkuchen, Immunglobuline) ohne Gedächtnisbildung.
Welche Mechanismen verhindern Autoimmunreaktionen im Thymus?
Rückseite
Zentrale Toleranz: Negative Selektion deletiert T-Zellen mit hoher Affinität zu Selbst-Antigenen; positive Selektion lässt nur MHC-restriktive T-Zellen überleben.
Wie wirkt das Komplementsystem in der angeborenen Abwehr?
Rückseite
Das Komplementsystem opsonisiert Erreger (C3b), rekrutiert Immunzellen (C3a, C5a) und lyseiert Zellen direkt über den Membranangriffskomplex (MAC, C5b-9).
Was sind die vier Typen der Überempfindlichkeitsreaktionen nach Coombs und Gell?
Rückseite
Typ I: IgE-vermittelt (Allergie); Typ II: Antikörper-abhängig zytotoxisch; Typ III: Immunkomplex-bedingt; Typ IV: T-Zell-vermittelt verzögert (Kontaktekzem, Tuberkulin-Test).