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Medizin Physiologie – Säure-Basen-Haushalt

15 KartenMedizinatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Welchen pH-Wert hat menschliches arterielles Blut im physiologischen Bereich? · Wie laut…

Karten

15 Karten
STANDARD

Welchen pH-Wert hat menschliches arterielles Blut im physiologischen Bereich?

Rückseite

7,40 ± 0,05 (7,35–7,45); Abweichungen stören Enzymaktivität und Membranpotenziale lebensbedrohend.

STANDARD

Wie lautet die Henderson-Hasselbalch-Gleichung für das Bicarbonat-Puffer-System?

Rückseite

pH = pK + log([HCO₃⁻] / (0,03 × pCO₂)); pK = 6,1, 0,03 = Löslichkeitskoeffizient von CO₂ im Plasma.

STANDARD

Welche drei wichtigsten Puffersysteme wirken im menschlichen Körper?

Rückseite

Bicarbonat-Puffer (extrazellulär, wichtigster), Phosphat-Puffer (intrazellulär, Niere), Protein-Puffer (Hämoglobin, intrazellulär/Blut).

STANDARD

Wie reguliert die Lunge den Säure-Basen-Haushalt kurzfristig?

Rückseite

Über pCO₂-Änderung: Hyperventilation senkt pCO₂ (Alkalose), Hypoventilation erhöht pCO₂ (Azidose); wirkt innerhalb von Minuten.

STANDARD

Welche Mechanismen nutzt die Niere zur langfristigen pH-Regulation?

Rückseite

H⁺-Ausscheidung (Titrierbare Säure, NH₄⁺), HCO₃⁻-Rückresorption (proximal) und Neusynthese (distal); volle Wirkung nach 24–48 Stunden.

STANDARD

Was definiert eine respiratorische Azidose laborchemisch?

Rückseite

pH < 7,35 bei erhöhtem pCO₂ (> 45 mmHg); primär ventilatorische Insuffizienz, Nieren kompensieren durch HCO₃⁻-Retention.

STANDARD

Was definiert eine respiratorische Alkalose laborchemisch?

Rückseite

pH > 7,45 bei erniedrigtem pCO₂ (< 35 mmHg); primär Hyperventilation (z. B. Angst, Hypoxie, Sepsis), Nieren scheiden HCO₃⁻ aus.

STANDARD

Was definiert eine metabolische Azidose laborchemisch?

Rückseite

pH < 7,35 bei erniedrigtem HCO₃⁻ (< 22 mmol/L); Lunge kompensiert durch Hyperventilation (pCO₂-Senkung nach Winter-Formel).

STANDARD

Was definiert eine metabolische Alkalose laborchemisch?

Rückseite

pH > 7,45 bei erhöhtem HCO₃⁻ (> 26 mmol/L); Lunge kompensiert durch Hypoventilation (pCO₂-Anstieg), begrenzt durch Hypoxie.

STANDARD

Wie berechnet man die Anionenlücke (Anion Gap) und welchen Normwert hat sie?

Rückseite

AG = Na⁺ – (Cl⁻ + HCO₃⁻); Normwert 8–12 mmol/L; Erhöhung bei metabolischer Azidose mit ungepufferten Anionen (z. B. Ketoazidose).

STANDARD

Welche Kompensation erfolgt bei metabolischer Azidose und wie prüft man sie?

Rückseite

Respiratorisch: pCO₂-Senkung; Erwarteter pCO₂ = 1,5 × HCO₃⁻ + 8 ± 2 (Winter-Formel); Abweichung = zusätzliche respiratorische Störung.

STANDARD

Was bedeutet der Base Excess (BE) und welchen Normbereich hat er?

Rückseite

Menge an starker Säure/Base (mmol/L), um 1 L Blut bei pCO₂ 40 mmHg auf pH 7,40 zu titrieren; Norm: –2 bis +2 mmol/L.

STANDARD

Welche typischen Ursachen führen zu einer metabolischen Azidose mit erhöhter Anionenlücke?

Rückseite

Diabetische Ketoazidose, Laktatazidose (Schock, Sepsis), Methanol/Ethylenglykol-Vergiftung, Urämie; Merkregel: MUDPILES.

STANDARD

Wie unterscheidet man laborchemisch respiratorische von metabolischen Primärstörungen?

Rückseite

Primär respiratorisch: pH und pCO₂ ändern sich entgegengesetzt; primär metabolisch: pH und HCO₃⁻ ändern sich gleichgerichtet.

STANDARD

Was passiert im Bicarbonat-Puffer bei Zugabe starker Säure (H⁺)?

Rückseite

H⁺ + HCO₃⁻ → H₂CO₃ → CO₂ + H₂O; CO₂ wird über Lunge abgeatmet, HCO₃⁻ sinkt – offenes Puffersystem durch respiratorische Elimination.

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