Wirtschaftswissenschaften Logistik – Supply-Chain-Management
Karteikarten zum Thema „Wirtschaftswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter Supply-Chain-Management (SCM)? · Welche fünf Ke…
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15 KartenWas versteht man unter Supply-Chain-Management (SCM)?
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SCM ist die ganzheitliche Planung, Steuerung und Überwachung aller wertschöpfenden Prozesse entlang der Lieferkette – von Rohstoffbeschaffung über Produktion bis zur Auslieferung an den Endkunden.
Welche fünf Kernprozesse umfasst das SCOR-Modell?
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Das SCOR-Modell (Supply Chain Operations Reference) definiert Plan, Source, Make, Deliver und Return als standardisierte Kernprozesse für Leistungsmessung und Prozessverbesserung.
Was ist der Bullwhip-Effekt und wie entsteht er?
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Der Bullwhip-Effekt beschreibt die Aufschaukelung von Bestellschwankungen Richtung Lieferanten, verursacht durch Nachfrageprognose-Updates, Bestellbündelung, Preisschwankungen und Rationierungsspiele.
Welche Kennzahl misst die Lieferbereitschaft gegenüber Kunden?
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Die Fill-Rate (Auftragserfüllungsquote) gibt den Anteil der Kundenaufträge an, der sofort und vollständig aus dem Lagerbestand bedient werden kann – Zielwert oft > 95 %.
Was misst der Cash-to-Cash-Zyklus (C2C)?
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Der C2C-Zyklus erfasst die Zeitspanne zwischen Zahlung für Rohstoffe und Geldeingang vom Endkunden – er verbindet Days Inventory Outstanding, Days Sales Outstanding und Days Payable Outstanding.
Worin unterscheiden sich Push- und Pull-Steuerung in der Supply Chain?
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Push fertigt auf Basis von Prognosen für den Lagerbestand, Pull (z. B. Kanban) startet Produktion erst bei tatsächlichem Kundenbedarf – Pull reduziert Überbestände und Durchlaufzeiten.
Was ist Vendor Managed Inventory (VMI)?
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Bei VMI übernimmt der Lieferant die Bestandsverantwortung beim Kunden, überwacht Verbrauchsdaten und liefert autonom nach – der Kunde teilt nur Verbrauchs- und Bestandsdaten.
Welche Rolle spielt Safety Stock in der Bestandsplanung?
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Safety Stock puffert Nachfrage- und Lieferzeitunsicherheiten ab, um eine definierte Service-Level-Zielgröße (z. B. 98 %) bei stochastischer Nachfrage zu gewährleisten.
Was versteht man unter Cross-Docking?
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Cross-Docking verzichtet auf Zwischenlagerung: Eingehende Warensendungen werden direkt im Umschlagterminal auf ausgehende Touren umgeladen – Durchlaufzeit sinkt auf Stunden.
Wie unterscheidet sich Lean Supply Chain von Agile Supply Chain?
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Lean fokussiert Kosteneffizienz und Waste-Reduktion bei stabiler Nachfrage, Agile setzt auf Flexibilität und schnelle Reaktionsfähigkeit bei volatilen, unvorhersehbaren Märkten.
Was ist der Economic Order Quantity (EOQ) und was optimiert er?
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EOQ berechnet die optimale Bestellmenge, die Summe aus Bestellkosten und Lagerhaltungskosten minimiert – Grundlage: konstante Nachfrage, bekannte Kosten, keine Mengenrabatte.
Welche Risiken birgt Single Sourcing im Beschaffungsmanagement?
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Single Sourcing schafft Abhängigkeit von einem Lieferanten: Ausfallrisiko, Preismacht, Innovationsblockade und fehlende Benchmarking-Möglichkeiten bei Qualitätsproblemen.
Was misst der Perfect Order Rate (POR) als KPI?
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POR erfasst den Prozentsatz der Aufträge, die vollständig, pünktlich, unbeschädigt, mit korrekter Dokumentation und an der richtigen Adresse geliefert werden – ganzheitlicher Service-Indikator.
Wie wirkt sich Postponement (späte Differenzierung) auf die Supply Chain aus?
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Postponement verschiebt produktspezifische Fertigungsschritte (z. B. Verpackung, Konfiguration) ans Ende der Kette – reduziert Prognosefehler, Lagerbestände und Obsoleszenzrisiko.
Was ist der Unterschied zwischen 3PL und 4PL Logistikdienstleistern?
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3PL (Third Party Logistics) führt operative Logistikleistungen aus (Transport, Lager), 4PL (Fourth Party) übernimmt zusätzlich strategisches Supply-Chain-Management und steuert mehrere 3PL-Partner.