Chemie Biochemie – Lipide und Membranen
Karteikarten zum Thema „Naturwissenschaften“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Was charakterisiert Lipide als Stoffklasse? · Wodurch unterscheiden sich ges…
Karten
14 KartenWas charakterisiert Lipide als Stoffklasse?
Rückseite
Lipide sind wasserunlösliche, unpolare Biomoleküle, die in organischen Lösungsmitteln löslich sind und keine einheitliche Polymerstruktur besitzen.
Wodurch unterscheiden sich gesättigte von ungesättigten Fettsäuren?
Rückseite
Gesättigte Fettsäuren enthalten nur Einfachbindungen, ungesättigte besitzen mindestens eine C=C-Doppelbindung, die meist in cis-Konfiguration vorliegt.
Aus welchen Komponenten baut sich ein Triglycerid zusammen?
Rückseite
Ein Triglycerid besteht aus einem Glycerin-Rückgrat, an das drei Fettsäuren über Esterbindungen gekoppelt sind.
Welche Strukturmerkmale machen Phospholipide amphiphil?
Rückseite
Phospholipide besitzen einen hydrophilen Phosphat-Kopf (polare Gruppe) und zwei hydrophobe Fettsäure-Schwänze (unpolare Kohlenwasserstoffketten).
Was passiert, wenn Phospholipide in Wasser gegeben werden?
Rückseite
Sie bilden spontan Doppelschichten (Lipid-Bilayer), Micellen oder Liposomen, wobei die hydrophoben Schwänze wasserabgewandt und die polaren Köpfe wasserzugewandt orientiert sind.
Worin besteht der Unterschied zwischen Micellen und Liposomen?
Rückseite
Micellen sind kugelige Aggregate mit nach innen gerichteten Schwänzen; Liposomen sind vesikelartige Doppelschichten mit wässrigem Innenraum.
Was besagt das Fluide-Mosaik-Modell nach Singer und Nicolson?
Rückseite
Die Zellmembran ist eine fluide Lipid-Doppelschicht, in der Proteine lateral diffundieren können – wie ein Mosaik aus beweglichen Komponenten.
Welche Faktoren erhöhen die Membranfluidität?
Rückseite
Kürzere Fettsäureketten, mehr ungesättigte Fettsäuren (cis-Doppelbindungen) und höhere Temperaturen erhöhen die Fluidität der Membran.
Welche Funktion hat Cholesterin in tierischen Zellmembranen?
Rückseite
Cholesterin moduliert die Fluidität: bei hohen Temperaturen stabilisiert es (verringert Fluidität), bei niedrigen verhindert es das Erstarren der Membran.
Wodurch unterscheiden sich integrale von peripheren Membranproteinen?
Rückseite
Integrale Proteine spannen die hydrophobe Kernzone der Membran (transmembran), periphere Proteine binden nur electrostatisch an die Membranoberfläche.
Wo liegen die Kohlenhydratreste von Glykolipiden und Glykoproteinen in der Membran?
Rückseite
Die Oligosaccharid-Ketten ragen ausschließlich in den extrazellulären Raum (außen) und bilden dort den Glykokalix.
Nach welchem Prinzip gelangen unpolare Moleküle durch die Lipid-Doppelschicht?
Rückseite
Unpolare Moleküle diffundieren passiv entlang ihres Konzentrationsgradienten durch den hydrophoben Kern der Membran ohne Transporter.
Welches Grundgerüst besitzen alle Steroide?
Rückseite
Steroide basieren auf dem Steran-Gerüst: vier verknüpfte Ringsysteme (drei Cyclohexan-, ein Cyclopentan-Ring).
Nenne ein Beispiel für Lipide als Signalmoleküle.
Rückseite
Eicosanoide (z. B. Prostaglandine, Leukotriene) wirken als lokale Hormone bei Entzündung, Schmerz und Thrombozytenaggregation.