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Medizin Anatomie – Basalganglien und ihre Bahnen

14 KartenMedizinatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Welche Kerngebiete bilden die Basalganglien im engeren Sinn? · Was ist der funktionelle …

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14 Karten
STANDARD

Welche Kerngebiete bilden die Basalganglien im engeren Sinn?

Rückseite

Nucleus caudatus, Putamen (zusammen Striatum), Globus pallidus externus (GPe) und internus (GPi), Substantia nigra (SNc/SNr), Subthalamischer Kern (STN).

STANDARD

Was ist der funktionelle Unterschied zwischen Nucleus caudatus und Putamen?

Rückseite

Caudatus: kognitive/okulomotorische Schleifen (präfrontaler Cortex). Putamen: sensomotorische Schleifen (motorischer Cortex). Beide bilden das Striatum als Input-Kern.

STANDARD

Welche Rolle spielt der Globus pallidus internus (GPi) als Output-Kern?

Rückseite

GPi sendet tonisch hemmende (GABAerge) Signale an thalamische Kerne (VL/VA), wodurch Bewegungsexecution unterdrückt wird – Enthemmung über direkte Bahn ermöglicht Bewegung.

STANDARD

Wie verläuft die direkte Bahn der Basalganglien?

Rückseite

Cortex → Striatum (D1-Rezeptoren) → GPi/SNr (GABA, hemmend) → Thalamus (Enthemmung) → Cortex. Nettoeffekt: Bewegungsförderung durch Disinhibition.

STANDARD

Wie verläuft die indirekte Bahn der Basalganglien?

Rückseite

Cortex → Striatum (D2-Rezeptoren) → GPe (GABA) → STN (Glutamat, erregend) → GPi/SNr (GABA) → Thalamus (verstärkte Hemmung) → Cortex. Nettoeffekt: Bewegungshemmung.

STANDARD

Welche Neurotransmitter wirken in der direkten und indirekten Bahn?

Rückseite

Direkt: GABA (Striatum→GPi). Indirekt: GABA (Striatum→GPe, GPe→STN), Glutamat (STN→GPi). Modulation: Dopamin (SNc→Striatum), Acetylcholin (Interneurone).

STANDARD

Wie wirkt Dopamin über D1- und D2-Rezeptoren auf beide Bahnen?

Rückseite

D1 (direkt): erregend → Bewegungsförderung. D2 (indirekt): hemmend → Enthemmung der Hemmung → ebenfalls Bewegungsförderung. Dopaminmangel hemmt beide Effekte.

STANDARD

Welche Funktion hat die hyperdirekte Bahn über den Subthalamischen Kern?

Rückseite

Cortex → STN (Glutamat) → GPi/SNr. Schnelle, globale Bewegungsunterdrückung („Notbremse“) für Konfliktlösung und Impulskontrolle.

STANDARD

Was passiert im Parkinson-Syndrom auf Bahnebene?

Rückseite

Degeneration dopaminerger SNc-Neuronen → D1-Unterstimulation (direkte Bahn geschwächt) + D2-Enthemmung (indirekte Bahn überaktiv) → verstärkte GPi-Hemmung → Hypokinese, Rigor, Tremor.

STANDARD

Welche Bahnenveränderung liegt der Huntington-Chorea zugrunde?

Rückseite

Früher Verlust GABAerger Striatum-Neuronen der indirekten Bahn (D2) → GPe-Enthemmung → STN-Hemmung → GPi-Unteraktivität → thalamo-kortikale Übererregung → Hyperkinesen.

STANDARD

Was verursacht ein Hemiballismus und welcher Kern ist betroffen?

Rückseite

Läsion des Subthalamischen Kerns (STN) → Ausfall der erregenden STN→GPi-Bahn → GPi-Unteraktivität → Thalamus-Übererregung → wilde Wurfbewegungen kontralateral (Hemiballismus).

STANDARD

Über welche Struktur gelangen die efferenten Signale der Basalganglien zum Thalamus?

Rückseite

Hauptsächlich über GPi und SNr (beide GABAerg) zu den thalamo-kortikalen Relay-Kernen VL (ventrolateral) und VA (ventroanterior).

STANDARD

Welche afferenten Bahnen erreichen das Striatum und welche Neurotransmitter nutzen sie?

Rückseite

Kortiko-striatal (Glutamat, erregend), Thalamo-striatal (Glutamat), Nigro-striatal (Dopamin, modulatorisch), Raphe-striatal (Serotonin), Locus-coeruleus-striatal (Noradrenalin).

STANDARD

Warum nennt man den Globus pallidus externus (GPe) einen Intrinsikkern?

Rückseite

GPe liegt innerhalb der indirekten Bahn (Striatum→GPe→STN), projiziert nicht zum Thalamus, sondern moduliert STN-Aktivität über GABAerge Hemmung – rein interne Basalganglien-Verarbeitung.

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