Medizin Innere Medizin – Niereninsuffizienz und Dialyse
Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Wie definiert die KDIGO-Leitlinie eine chronische Niereninsuffizienz? · Welche fünf GFR-…
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15 KartenWie definiert die KDIGO-Leitlinie eine chronische Niereninsuffizienz?
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Abfall der GFR unter 60 ml/min/1,73 m² oder Nierenschädigung (z. B. Albuminurie) über mindestens drei Monate.
Welche fünf GFR-Stadien (G1–G5) unterscheidet die KDIGO-Klassifikation?
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G1: ≥90, G2: 60–89, G3a: 45–59, G3b: 30–44, G4: 15–29, G5: <15 ml/min/1,73 m².
Welche drei Albuminurie-Kategorien (A1–A3) ergänzt die KDIGO-Einteilung?
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A1: <30 mg/g (normal), A2: 30–300 mg/g (moderat erhöht), A3: >300 mg/g (stark erhöht).
Welcher Laborwert ist der Goldstandard zur GFR-Schätzung im klinischen Alltag?
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Die eGFR nach CKD-EPI-Formel auf Basis von Serumkreatinin, Alter, Geschlecht und Ethnie.
Warum eignet sich Harnstoff allein nicht zur GFR-Bestimmung?
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Harnstoff wird tubulär rückresorbiert und durch Proteinkatabolismus, Flüssigkeitsstatus und Blutungen unabhängig von der GFR beeinflusst.
Welche Komplikationen der chronischen Niereninsuffizienz entstehen durch gestörte Phosphathomöostase?
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Sekundärer Hyperparathyreoidismus, renale Osteodystrophie und vaskuläre Verkalkungen durch Calcium-Phosphat-Produkt-Erhöhung.
Wann ist eine Erythropoetin-Substitution bei Niereninsuffizienz indiziert?
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Bei Hb <10 g/dl und nachgewiesenem Erythropoetinmangel nach Ausschluss anderer Anämieursachen (Eisen, Entzündung, Blutverlust).
Welche Indikationen zur Dialyse nennt das Akronym AEIOU?
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Azidose (therapierefraktär), Elektrolytentgleisung (Hyperkaliämie), Intoxikation (dialysierbare Gifte), Überwässerung (Lungenödem), Urämie-Symptome (Perikarditis, Enzephalopathie).
Was unterscheidet Hämodialyse von Peritonealdialyse prinzipiell?
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Hämodialyse nutzt extrakorporale Diffusion über Semipermeable Membran; Peritonealdialyse nutzt das Peritoneum als körpereigene Dialysemembran.
Wie funktioniert der Stofftransport bei der Hämodialyse hauptsächlich?
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Diffusion entlang von Konzentrationsgradienten durch die Dialysatormembran; Konvektion (Ultrafiltration) entfernt zusätzlich Wasser und gelöste Stoffe.
Welche Zugangsarten für die Hämodialyse gibt es und welche ist Goldstandard?
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Arteriovenöse Fistel (Cimino-Brescia) als Goldstandard, AV-Prothese (PTFE), zentralvenöser Katheter (temporär/Notfall).
Was charakterisiert die kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse (CAPD)?
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Vier manuelle Beutelwechsel täglich (ca. 2 l Dialysat, Verweildauer 4–6 h), keine Maschine nötig, Patient führt Wechsel selbst durch.
Welche typischen Komplikationen treten bei der Peritonealdialyse auf?
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Peritonitis (häufigste Infektion), Katheterassoziierte Infektionen, Hernien, Sclerosing Encapsulating Peritonitis (selten, schwer), metabolische Belastung durch Glucose-Absorption.
Wie wird die Dialyseadäquatheit bei Hämodialyse quantifiziert?
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Kt/V (Harnstoffclearance × Zeit / Verteilungsvolumen) – Zielwert ≥1,2 pro Sitzung (dreimal wöchentlich).
Welche Medikamente müssen bei Niereninsuffizienz dosisadaptiert oder vermieden werden?
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Metformin (GFR <30 Kontraindikation), NSAIDs, ACE-Hemmer/AT1-Blocker (Kontrolle Kreatinin/Kalium), Antibiotika (z. B. Aminoglykoside, Vancomycin), Kontrastmittel.