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Medizin Pharmakologie – Lokalanästhetika

14 KartenMedizinatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Welchen Mechanismus nutzen Lokalanästhetika zur Nervenblockade? · Nach welchem chemische…

Karten

14 Karten
STANDARD

Welchen Mechanismus nutzen Lokalanästhetika zur Nervenblockade?

Rückseite

Sie blockieren spannungsabhängige Natriumkanäle von innen im geöffneten Zustand und verhindern so die Depolarisation und Aktionspotenzialweiterleitung.

STANDARD

Nach welchem chemischen Prinzip werden Lokalanästhetika in Ester- und Amidtypen eingeteilt?

Rückseite

Die Einteilung erfolgt nach der Verknüpfung zwischen aromatischem Ring und intermediärer Kette: Esterbindung (z. B. Procain) oder Amidbindung (z. B. Lidocain).

STANDARD

Nenne drei klinisch wichtige Amid-Lokalanästhetika.

Rückseite

Lidocain, Bupivacain, Ropivacain, Mepivacain, Prilocain, Etidocain – alle werden in der Leber über Cytochrom P450 metabolisiert.

STANDARD

Warum wirkt Lidocain schneller als Bupivacain?

Rückseite

Lidocain hat einen pKa von 7,9, Bupivacain von 8,1. Bei pH 7,4 liegt mehr ungeladene Base von Lidocain vor, die die Nervenmembran schneller durchdringt.

STANDARD

Welchen Einfluss hat die Plasmaproteinbindung auf die Wirkdauer?

Rückseite

Hohe Proteinbindung (z. B. Bupivacain 95 %) verlängert die Wirkdauer, da nur der freie Anteil pharmakologisch wirksam ist und langsam freigesetzt wird.

STANDARD

Wozu wird Adrenalin (Epinephrin) Lokalanästhetika zugesetzt?

Rückseite

Adrenalin bewirkt Vasokonstriktion, verringert die systemische Resorption, senkt die Plasmaspitzenkonzentration und verlängert die Anästhesiedauer um 50–100 %.

STANDARD

Wie hoch ist die maximale empfohlene Dosis Lidocain ohne Adrenalin?

Rückseite

3 mg/kg Körpergewicht, maximal 200–300 mg bei Erwachsenen. Mit Adrenalin erhöht sich die Grenze auf 7 mg/kg (max. 500 mg).

STANDARD

Welche kardialen Toxizitätszeichen zeigen sich bei systemischer Überdosierung?

Rückseite

Leitungsstörungen (QRS-Verbreiterung, AV-Block), Hypotonie, Arrhythmien bis hin zum Herzstillstand – Bupivacain ist besonders kardiotoxisch.

STANDARD

Wie äußert sich eine zerebrale Intoxikation durch Lokalanästhetika?

Rückseite

Zuerst ZNS-Erregung: Mundtaubheit, Metallgeschmack, Tinnitus, Muskelzuckungen, Krampfanfälle. Danach Depression: Bewusstlosigkeit, Atemdepression, Koma.

STANDARD

Was ist die Erstlinientherapie bei schwerer Lokalanästhetika-Intoxikation?

Rückseite

Lipid-Emulsion 20 % (Intralipid) als Bolus 1,5 ml/kg gefolgt von Infusion 0,25 ml/kg/min – wirkt als "Lipid Sink" und bindet das lipophile Anästhetikum.

STANDARD

Warum sind Allergien gegen Amid-Lokalanästhetika extrem selten?

Rückseite

Amide werden hepatisch abgebaut, nicht zu para-Aminobenzoesäure (PABA) metabolisiert – dem Hauptallergen der Ester-Typen (z. B. Procain, Tetracain).

STANDARD

Welches Lokalanästhetik ist in der Schwangerschaft das Mittel der Wahl für Periduralanästhesie?

Rückseite

Bupivacain 0,125–0,25 % oder Ropivacain 0,2 % – beide haben günstiges maternal-fetales Verhältnis und geringe Kardiotoxizität im Vergleich zu anderen Amiden.

STANDARD

Wie unterscheidet sich die Metabolisierung von Ester- vs. Amid-Lokalanästhetika?

Rückseite

Ester werden durch Plasmapseudocholinesterasen hydrolysiert (kurze Halbwertszeit), Amide hepatisch über CYP450 (längere Halbwertszeit, Leberfunktionsabhängigkeit).

STANDARD

Was versteht man unter "differenzialer Blockade" bei Lokalanästhetika?

Rückseite

Dünne, myelinisierte Fasern (A-Delta: Schmerz, Temperatur) werden früher blockiert als dicke, myelinisierte (A-Beta: Tastdruck) und unmyelinisierte C-Fasern (schmerzhaft).

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