Chemie Allgemeine Chemie – Säuren und Basen
Karteikarten zum Thema „Naturwissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Wie definiert Brønsted Säuren und Basen? · Was unterscheidet die Lewis- von …
Karten
15 KartenWie definiert Brønsted Säuren und Basen?
Rückseite
Säuren sind Protonendonatoren, Basen Protonenakzeptoren. Bei der Reaktion bildet sich je ein konjugiertes Säure-Base-Paar.
Was unterscheidet die Lewis- von der Brønsted-Definition?
Rückseite
Lewis-Säuren nehmen Elektronenpaare auf (Elektronenpaarakzeptoren), Lewis-Basen geben Elektronenpaare ab (Elektronenpaardonatoren) – ohne Protonenübertragung.
Was ist ein konjugiertes Säure-Base-Paar?
Rückseite
Zwei Teilchen, die sich nur durch ein Proton unterscheiden: die Säure (HA) und ihre konjugierte Base (A⁻) bzw. die Base (B) und ihre konjugierte Säure (BH⁺).
Was sind Ampholyte und nenne ein Beispiel?
Rückseite
Teilchen, die sowohl als Säure als auch als Base reagieren können. Beispiel: Wasser (H₂O ⇌ H⁺ + OH⁻ und H₂O + H⁺ ⇌ H₃O⁺) oder Hydrogencarbonat (HCO₃⁻).
Wie berechnet man den pH-Wert einer starken Säure?
Rückseite
pH = -log[c(H₃O⁺)]. Bei starken Säuren (z. B. HCl) liegt fast vollständige Dissoziation vor: c(H₃O⁺) ≈ c₀(Säure).
Was beschreibt der Ionenprodukt von Wasser (Kw) bei 25 °C?
Rückseite
Kw = c(H₃O⁺) × c(OH⁻) = 1,0 × 10⁻¹⁴ mol²/L². Daraus folgt pH + pOH = 14 bei 25 °C.
Wie hängen Ka, pKa und Säurestärke zusammen?
Rückseite
Ka = Gleichgewichtskonstante der Protolyse. pKa = -log Ka. Je kleiner pKa, desto stärker die Säure. Starke Säuren haben pKa < 0, schwache Säuren pKa > 0.
Was besagt die Henderson-Hasselbalch-Gleichung?
Rückseite
pH = pKa + log(c(Base)/c(Säure)). Sie berechnet den pH-Wert von Puffersystemen aus dem Verhältnis konjugierter Paare.
Was ist die Pufferkapazität und wann ist sie maximal?
Rückseite
Fähigkeit eines Puffers, pH-Änderungen bei Zugabe von Säure/Base zu widerstehen. Maximal bei pH = pKa (Verhältnis Base/Säure = 1:1).
Wie verläuft die Titrationskurve einer starken Säure mit starker Base?
Rückseite
Sprung am Äquivalenzpunkt (pH 7), steiler Anstieg. Vorher pH durch Säureüberschuss, nachher durch Basenüberschuss bestimmt.
Was kennzeichnet den Äquivalenzpunkt bei Titration schwacher Säure mit starker Base?
Rückseite
pH > 7 (basisch), da das gebildete Konjugat (A⁻) hydrolytisch alkalisch reagiert: A⁻ + H₂O ⇌ HA + OH⁻.
Welche Rolle spielen Indikatoren bei Säure-Base-Titrationen?
Rückseite
Organische Farbstoffe mit pH-abhängigem Farbumschlag. Ihr Umschlagbereich (pKa ± 1) muss im Sprungbereich der Titrationskurve liegen.
Wie verhalten sich mehrprotige Säuren bei der Titration?
Rückseite
Mehrere Protolysestufen mit eigenen pKa-Werten. Erscheinen getrennte Sprünge, wenn ΔpKa > 3. Beispiel: Phosphorsäure (pKa1=2,1; pKa2=7,2; pKa3=12,3).
Was ist ein Lewis-Säure-Base-Addukt?
Rückseite
Produkt der Koordinationsbindung zwischen Lewis-Säure (Elektronenpaarakzeptor, z. B. BF₃) und Lewis-Base (Elektronenpaardonator, z. B. NH₃).
Was sind Superbasen und wo werden sie eingesetzt?
Rückseite
Basen stärker als Hydroxidion (z. B. n-Butyllithium, Natriumhydrid). In der organischen Synthese zur Deprotonierung sehr schwacher C-H-Säuren.