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Medizin Pharmakologie – Benzodiazepine und Sedativa

14 KartenMedizinatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Wie wirken Benzodiazepine am GABA-A-Rezeptor? · Welche GABA-A-Rezeptor-Subtypen vermitte…

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14 Karten
STANDARD

Wie wirken Benzodiazepine am GABA-A-Rezeptor?

Rückseite

Sie binden allosterisch an die α-Untereinheit und erhöhen die Frequenz der Chloridkanalöffnung bei GABA-Bindung – verstärkend, nicht direkt aktivierend.

STANDARD

Welche GABA-A-Rezeptor-Subtypen vermitteln welche Wirkung?

Rückseite

α1: Sedierung, Amnesie, Antikonvulsiv; α2/α3: Anxiolyse, Myorelaxation; α5: Kognitive Beeinträchtigung.

STANDARD

Nenne die drei Halbwertszeit-Gruppen mit je einem Beispiel.

Rückseite

Kurzwirksam: Midazolam (1–4 h); mittelwirksam: Lorazepam (10–20 h); langwirksam: Diazepam (20–100 h inkl. aktiver Metaboliten).

STANDARD

Warum eignet sich Midazolam besonders für die Anästhesieeinleitung?

Rückseite

Ultrakurze Halbwertszeit, hohe Lipophilie für raschen Hirneintritt, starke Amnesie und kardiovaskuläre Stabilität bei Dosisierung.

STANDARD

Welchen Vorteil hat Lorazepam bei Leberinsuffizienz?

Rückseite

Es wird ausschließlich glucuronidiert (Phase II), ohne oxidative Metabolisierung (CYP) und ohne aktive Metaboliten – vorhersehbare Pharmakokinetik.

STANDARD

Welche aktiven Metaboliten bildet Diazepam und wie wirken sie?

Rückseite

Nordazepam, Temazepam, Oxazepam – alle langwirksam, kummutieren bei wiederholter Gabe und verlängern die klinische Wirkung deutlich.

STANDARD

Nenne fünf zugelassene Indikationen für Benzodiazepine.

Rückseite

Generalisierte Angststörung, Schlafstörungen, Epileptischer Status, Muskelspastik, Prämedikation/Anästhesieeinleitung.

STANDARD

Welche dosisabhängigen Nebenwirkungen sind klinisch am relevantesten?

Rückseite

Sedierung, Atemdepression (besonders i.v. + Opiaten), anterograde Amnesie, Ataxie, Sturzgefahr bei Alten.

STANDARD

Nenne drei absolute Kontraindikationen für Benzodiazepine.

Rückseite

Schlafapnoe-Syndrom, Myasthenia gravis, akute Intoxikation mit ZNS-Depressiva (Alkohol, Opiate, Barbiturate).

STANDARD

Was sind Paradoxreaktionen und bei wem treten sie gehäuft auf?

Rückseite

Erregung, Aggressivität, Desinhibition statt Sedation – gehäuft bei Kindern, Alten, Hirnorganischem Psychosyndrom und Persönlichkeitsstörungen.

STANDARD

Wie manifestiert sich das Benzodiazepin-Entzugssyndrom zeitlich?

Rückseite

Kurzwirksam: 6–24 h nach Absetzen (Angst, Tremor, Insomnie, Krampfgefahr); langwirksam: erst nach Tagen, aber länger anhaltend.

STANDARD

Wie dosiert man Flumazenil bei Benzodiazepin-Intoxikation?

Rückseite

Initial 0,2 mg i.v., alle 1 min bis 1 mg wiederholbar, max. 3 mg/h – Vorsicht: Krampfanfallrisiko bei Co-Abhängigkeit oder Epilepsie.

STANDARD

Worin unterscheiden sich Z-Substanzen (Zolpidem, Zopiclon) von klassischen Benzodiazepinen?

Rückseite

Selektive Bindung an α1-haltige GABA-A-Rezeptoren → stärkere hypnotische, schwächere anxiolytische/muskelrelaxierende Wirkung, geringeres Abhängigkeitspotenzial.

STANDARD

Vergleiche Abhängigkeitspotenzial: Benzodiazepine vs. Z-Drugs vs. Barbiturate.

Rückseite

Barbiturate > Benzodiazepine > Z-Drugs. Barbiturate: hohe letale Dosis, Enzyminduktion. Z-Drugs: geringere Rezeptor-Besetzung, aber Missbrauch möglich.

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