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Rechtswissenschaft Strafrecht BT – Nötigung und Freiheitsdelikte

16 KartenRechtswissenschaftatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Rechtswissenschaft“ · 16 Karten · von atrio. Beispiele: Was ist der Tatbestand der Nötigung nach § 240 StGB? · Wann liegt Gewalt im S…

Karten

16 Karten
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Was ist der Tatbestand der Nötigung nach § 240 StGB?

Rückseite

Wer einen Menschen mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, wird bestraft.

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Wann liegt Gewalt im Sinne des § 240 StGB vor?

Rückseite

Gewalt ist die Ausübung körperlicher Macht, um den Willen des Opfers zu brechen oder dessen Widerstand zu überwinden.

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Was versteht man unter Drohung mit einem empfindlichen Übel?

Rückseite

Drohung ist das Inaussichtstellen eines zukünftigen Übels, auf dessen Eintritt der Täter Einfluss hat oder vortäuscht, Einfluss zu haben.

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Wann ist die Nötigung nach § 240 Abs. 2 StGB verwerflich?

Rückseite

Die Tat ist verwerflich, wenn die Anwendung der Gewalt oder die Androhung des Übels zu dem angestrebten Zweck als verwerflich anzusehen ist (Wertungsentscheidung).

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Woran unterscheidet sich Nötigung von räuberischer Erpressung (§ 255 StGB)?

Rückseite

Bei der Nötigung fehlt die Bereicherungsabsicht; bei räuberischer Erpressung wird die Gewalt/Drohung zur Erlangung eines Vermögensvorteils eingesetzt.

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Was ist der Tatbestand der Freiheitsberaubung nach § 239 StGB?

Rückseite

Wer einen Menschen widerrechtlich der Freiheit beraubt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

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Was versteht man unter Freiheit im Sinne des § 239 StGB?

Rückseite

Freiheit ist die Möglichkeit, den eigenen Aufenthaltsort nach freiem Willen zu bestimmen und sich fortzubewegen.

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Welche qualifizierten Tatbestände kennt § 239 Abs. 2 und 3 StGB?

Rückseite

Abs. 2: mind. 1 Jahr bei über 1 Woche Dauer, grausamer Behandlung, Lebensgefahr oder Gesundheitsschädigung. Abs. 3: mind. 3 Jahre bei Todesfolge.

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Was ist der Tatbestand des Menschenraubs nach § 239a StGB?

Rückseite

Wer einen Menschen raubt, um für dessen Freilassung Lösegeld zu erpressen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.

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Was ist der Tatbestand der Geiselnahme nach § 239b StGB?

Rückseite

Wer einen Menschen wegnimmt oder festhält und droht, ihn zu töten oder zu verletzen, um eine Leistung zu erpressen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.

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Woran unterscheidet sich Freiheitsberaubung von Nötigung zur Unterlassung?

Rückseite

Freiheitsberaubung erfordert vollständige Entziehung der Fortbewegungsmöglichkeit; Nötigung zur Unterlassung genügt bereits partielle Bewegungsbeschränkung.

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Was ist der Unterschied zwischen Menschenraub und Geiselnahme?

Rückseite

Menschenraub (§ 239a): Wegnahme zum Zweck der Lösegelderpressung. Geiselnahme (§ 239b): Festhalten/Drohen mit Tötung/Verletzung zur Erpressung einer Leistung.

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Sind Nötigung und Freiheitsdelikte Versuchsdelikte?

Rückseite

Ja, alle genannten Delikte sind Versuchsdelikte; der Versuch wird nach § 23 StGB strafbar.

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Wie verhalten sich Nötigung und Freiheitsberaubung zueinander bei Konkurrenz?

Rückseite

Bei gleichzeitiger Verwirklichung gehen sie in Tateinheit (§ 52 StGB) zueinander, da sie dasselbe Rechtsgut (Freiheit) schützen.

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Kann in die Freiheitsentziehung eingewilligt werden?

Rückseite

Ja, eine wirksame Einwilligung des Opfers schließt die Widerrechtlichkeit aus, sofern sie frei, ernst und vor Tatbegehung erfolgt.

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Was versteht man unter 'Wegnahme' beim Menschenraub?

Rückseite

Wegnahme ist das Brechen der bisherigen Gewalt des Opfers oder Dritter und das Begründen neuer Gewalt des Täters über die Person.

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