Wirtschaftswissenschaften Produktion – Produktionsplanung und Steuerung
Karteikarten zum Thema „Wirtschaftswissenschaften“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter Produktionsplanung und -steuerung (PPS)? · In w…
Karten
14 KartenWas versteht man unter Produktionsplanung und -steuerung (PPS)?
Rückseite
PPS umfasst alle Maßnahmen zur zeitlichen, mengenmäßigen und räumlichen Planung sowie Steuerung der Gütererstellung in Unternehmen – von der Grobplanung bis zur operativen Auftragsabwicklung.
In welche zwei Hauptbereiche lässt sich PPS unterteilen?
Rückseite
Produktionsplanung (vorausschauend: Programm, Losgrößen, Termine, Kapazität) und Produktionssteuerung (operativ: Freigabe, Überwachung, Nachsteuerung bei Abweichungen).
Welche vier Phasen bilden die klassische PPS-Hierarchie nach Göbel?
Rückseite
Programmplanung, Losgrößenplanung (Reihenfolge), Terminplanung, Kapazitätsplanung – jeweils in Grob- und Feinplanung unterteilt.
Was ist das Ergebnis der Programmplanung in der PPS?
Rückseite
Das Fertigungsprogramm legt fest, welche Erzeugnisse in welchen Mengen und Zeiträumen gefertigt werden – basierend auf Absatzplanung und Bestandsstrategie.
Welche Aufgabe hat die Losgrößenplanung (Reihenfolgeplanung)?
Rückseite
Sie bestimmt optimale Fertigungslosgrößen und die zeitliche Reihenfolge der Aufträge, um Rüstkosten und Lagerkosten gegeneinander abzuwägen (z. B. Andler-Formel).
Was unterscheidet Vorwärts- von Rückwärtsterminierung?
Rückseite
Vorwärtsterminierung startet zum frühestmöglichen Zeitpunkt, Rückwärtsterminierung endet zum spätestmöglichen Liefertermin – letztere ist in der Praxis dominierend.
Wie wird die Kapazitätsplanung in der Feinplanung durchgeführt?
Rückseite
Über die Arbeitsplatzbelegung: Vorgänge werden auf konkrete Arbeitsplätze gelegt, Rüst- und Bearbeitungszeiten summiert und mit verfügbarer Kapazität abgeglichen (Kapazitätsabgleich).
Was ist das Ziel der Materialbedarfsplanung (MRP) im PPS-Kontext?
Rückseite
MRP ermittelt aus dem Fertigungsprogramm, Stücklisten und Beständen den zeitlich und mengenmäßig genauen Bedarf an Rohstoffen, Halbfabrikaten und Zukaufteilen.
Welches Steuerungsprinzip liegt dem Kanban-Verfahren zugrunde?
Rückseite
Pull-Prinzip: Nachgelagerte Stufen fordern Material nur bei Bedarf an (Kanban-Karte als Signal), Bestand wird minimiert, Durchlaufzeiten verkürzt.
Was versteht man unter Shop Floor Control (SFC)?
Rückseite
Operative Steuerung der Fertigungsaufträge auf Shopfloor-Ebene: Auftragsfreigabe, Fortschrittsrückmeldung, Störungsmanagement, Nachkalkulation.
Welche Rückmeldungen sind für die Produktionssteuerung essenziell?
Rückseite
Mengenrückmeldung (gut/ausschuss), Zeitrückmeldung (Bearbeitungs-/Rüstzeit), Statusrückmeldung (in Bearbeitung, fertig, gestört) – Basis für Nachsteuerung.
Wie unterscheidet sich PPS vom übergeordneten ERP-System?
Rückseite
ERP integriert alle Geschäftsprozesse (Finanzen, Vertrieb, Personal), PPS ist das Produktionsmodul innerhalb von ERP mit Fokus auf Feinplanung und Steuerung.
Welche Kennzahlen messen die Leistung der Produktionssteuerung?
Rückseite
Termintreue (Liefer- / Fertigstellungstermin), Durchlaufzeit, Auslastungsgrad, Ausschussquote, Bestandsreichweite, Rüstzeitanteil.
Wie reagiert die Produktionssteuerung auf Störungen (Maschinenausfall, Materialfehl)?
Rückseite
Durch Umschichtung von Aufträgen, Alternativarbeitsplätze, Überstunden, Losgrößenänderung oder Terminverschiebung – Ziel: Engpassauflösung bei minimaler Termintreueverletzung.