Studium Wissenschaftliches Arbeiten – Literaturrecherche
Karteikarten zum Thema „Studium & Allgemeinwissen“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter systematischer Literaturrecherche? · Welche Dat…
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15 KartenWas versteht man unter systematischer Literaturrecherche?
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Ein planvoller, dokumentierter Suchprozess in relevanten Datenbanken mit definierten Suchbegriffen und Einschlusskriterien, um den Forschungsstand lückenlos zu erfassen.
Welche Datenbanken eignen sich für die überregionale Literaturrecherche?
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Überregionale Datenbanken wie Web of Science, Scopus oder PubMed decken internationale Fachzeitschriften ab und bieten Zitationsindizes für Vorwärts- und Rückwärtssuche.
Wie verknüpft der Boolesche Operator AND Suchbegriffe?
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AND verknüpft Treffermengen schnittmengenbildend: Nur Dokumente, die beide Begriffe enthalten, werden gefunden, was die Treffermenge gezielt verringert.
Welche Funktion hat der Operator OR bei der Suche?
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OR vereinigt Treffermengen: Dokumente mit mindestens einem der verknüpften Begriffe (meist Synonyme) werden gefunden, was die Treffermenge erweitert.
Was bewirkt der Operator NOT in einer Suchanfrage?
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NOT schließt Treffer aus, die den nachfolgenden Begriff enthalten, und grenzt die Ergebnisliste thematisch ein – Vorsicht: relevante Treffer können verloren gehen.
Wie nutzt man Trunkierung (Wildcards) bei der Literaturrecherche?
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Ein Sternchen (*) am Wortstamm ersetzt beliebig viele Folgezeichen (z. B. organis* findet Organisation, Organisationsstruktur, organisatorisch) und erfasst Wortvarianten automatisch.
Was ist eine Phrasensuche und wann ist sie sinnvoll?
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Anführungszeichen um Wortgruppen (z. B. „klimawandel anpassung“) suchen exakt diese Wortfolge und verhindern unerwünschte Treffer mit getrennten Begriffen.
Wie funktioniert die Schneeballmethode (Snowballing) bei der Literatursuche?
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Rückwärtssnowballing prüft Literaturverzeichnisse gefundener Werke, Vorwärtssnowballing nutzt Zitationsdatenbanken, um später zitierende Arbeiten zu identifizieren – beide erweitern den Fundus systematisch.
Nach welchen Kriterien bewertet man die Relevanz einer Quelle?
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Relevanzkriterien sind thematische Passung, Aktualität, methodische Güte, Publikationstyp (peer-reviewed), Autorität der Verfasser und Zitationshäufigkeit im Fachgebiet.
Was unterscheidet Primär- von Sekundärliteratur in der Forschung?
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Primärliteratur präsentiert originale Forschungsdaten (Empirie, Experimente), Sekundärliteratur fasst, kommentiert oder analysiert Primärliteratur zusammen (Reviews, Lehrbücher, Metaanalysen).
Wozu dient ein Suchprotokoll bei der Literaturrecherche?
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Ein Suchprotokoll dokumentiert Datenbank, Datum, Suchstring, Filter und Trefferzahl – es sichert Nachvollziehbarkeit, Reproduzierbarkeit und vermeidet doppelte Suchläufe.
Wie gelangt man an Volltexte, die nicht lizenziert sind?
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Über Fernleihe, Dokumentlieferdienste (Subito), ResearchGate, Autorenwebseiten oder Preprint-Server (arXiv, PsyArXiv) lassen sich oft kostenfreie Volltexte beschaffen.
Welche Aufgabe übernimmt ein Literaturverwaltungsprogramm (z. B. Zotero)?
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Es importiert Metadaten, organisiert Quellen in Sammlungen, erzeugt Zitate und Literaturverzeichnisse in gewählten Zitierstilen und dedupliziert Einträge automatisch.
Was ist der Unterschied zwischen Schlagwort- und Freitextsuche?
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Schlagwortsuche nutzt kontrollierte Vokabulare (Deskriptoren/Thesauri) für präzise Themeneingrenzung, Freitextsuche durchsucht Titel, Abstracts und Volltexte nach beliebigen Begriffen.
Wie vermeidet man den Bias durch Publikationssprache bei der Recherche?
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Nicht nur englischsprachige Datenbanken nutzen, sondern auch regionale Indizes (z. B. DNB, IREON) und mehrsprachige Suchbegriffe einbeziehen, um Nicht-Englisch-Literatur zu finden.