Geisteswissenschaften Sozialpsychologie – Attribution
Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 13 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter Attribution in der Sozialpsychologie? · Welche zwei…
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13 KartenWas versteht man unter Attribution in der Sozialpsychologie?
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Attribution ist der Prozess, bei dem Beobachter Ursachen für eigenes oder fremdes Verhalten inferieren – intern (Disposition) oder extern (Situation).
Welche zwei Ursachenkategorien unterscheidet Heiders naive Psychologie?
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Interne Attribution führt Verhalten auf Personseigenschaften zurück, externe Attribution auf situative Umgebungsbedingungen.
Was besagt die Korrespondenzschluss-Theorie von Jones und Davis?
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Beobachter schließen von einem frei gewählten Verhalten auf eine korrespondierende Disposition, wenn keine zwingenden Situationsgründe vorliegen.
Welche drei Dimensionswerte nutzt Kelleys Kovariationsmodell zur Ursachenzuschreibung?
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Konsens, Distinktivität und Konsistenz – hoch oder niedrig jeweils – bestimmen interne, externe oder Umstands-Attribution.
Wann erfolgt im Kovariationsmodell eine interne (Person-)Attribution?
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Bei niedrigem Konsens, niedriger Distinktivität und hoher Konsistenz – das Verhalten ist personenspezifisch und situationsübergreifend stabil.
Was beschreibt der fundamentale Attributionsfehler nach Ross?
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Beobachter überschätzen dispositionale Faktoren und unterschätzen situative Einflüsse beim Erklären fremden Verhaltens – auch bei klaren Situationszwängen.
Wie unterscheidet sich der Actor-Beobachter-Unterschied vom fundamentalen Attributionsfehler?
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Akteure attribuieren eigenes Verhalten eher situativ, Beobachter fremdes Verhalten eher dispositional – eine Perspektiven-Asymmetrie, nicht nur Fehler.
Was versteht man unter dem Self-Serving Bias bei Attributionen?
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Erfolge werden intern (Fähigkeit, Anstrengung), Misserfolge extern (Pechn, Schwierigkeit) attribuiert – dient Selbstwertschutz und Selbstpräsentation.
Welche kulturellen Unterschiede zeigen sich in Attributionstendenzen?
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Individualistische Kulturen betonen dispositionale Attributionen, kollektivistische Kulturen berücksichtigen situative Kontexte stärker – fundamentaler Attributionsfehler ist kulturvariabel.
Welche drei Dimensionen umfasst Weiners Attributionstheorie für Leistungsergebnisse?
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Locus (intern/extern), Stabilität (stabil/variabel) und Kontrollierbarkeit (kontrollierbar/unkontrollierbar) bestimmen affektive Reaktionen und Erwartungen.
Was besagt das defensive Attribuieren bei Unfallopfern (Walster)?
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Beobachter attribuieren Opfern mehr Verantwortung bei schwereren Folgen – schützt die eigene Weltgerechtigkeitsüberzeugung vor Bedrohung.
Unterscheide Korrespondenzverzerrung und fundamentalen Attributionsfehler.
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Korrespondenzverzerrung: Verhalten-Disposition-Korrespondenz wird übersehen. Fundamentaler Attributionsfehler: Situationswirkungen werden systematisch unterschätzt – verwandte, aber distincte Konzepte.
Sind Attributionen bewusste, kontrollierte Prozesse oder automatisch?
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Viele Attributionen laufen automatisch, heuristisch und unbewusst ab – kontrollierte Korrektur (z. B. Situationsberücksichtigung) erfordert kognitive Kapazität und Motivation.