Chemie Anorganische Chemie – Komplexchemie
Karteikarten zum Thema „Naturwissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was ist ein Ligand in der Komplexchemie? · Was versteht man unter der Koordi…
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15 KartenWas ist ein Ligand in der Komplexchemie?
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Ein Ligand ist ein Ion oder Molekül, das über freie Elektronenpaare an ein Zentralatom bindet und eine Koordinationsbindung eingeht.
Was versteht man unter der Koordinationszahl?
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Die Koordinationszahl gibt die Anzahl der Bindungen zwischen Zentralatom und Liganden an, also die Zahl der koordinierten Donoratome.
Wie bestimmt man die Oxidationszahl des Zentralatoms?
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Man subtrahiert die Summe der Ligandenladungen von der Gesamtladung des Komplexes; neutrale Liganden zählen null.
Nenne drei Beispiele für monodentate Liganden.
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Wasser (H₂O), Ammoniak (NH₃) und Chlorid (Cl⁻) binden jeweils über nur ein Donoratom an das Zentralatom.
Was sind chelatbildende Liganden?
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Chelatliganden verfügen über mehrere Donoratome und bilden ringförmige Strukturen mit dem Zentralatom, z. B. Ethylendiamin (en) oder EDTA.
Was besagt die 18-Elektronen-Regel?
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Stabile Metallcarbonyl-Komplexe erreichen oft 18 Valenzelektronen am Metall, analog zum Edelgaskonfiguration-Prinzip.
Wie lautet die Nomenklatur für Kationen-Komplexe?
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Liganden werden alphabetisch vor dem Metallnamen genannt (mit -o-Endung bei Anionen), Oxidationszahl in römischen Ziffern in Klammern.
Was ist der Unterschied zwischen homoleptischen und heteroleptischen Komplexen?
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Homoleptische Komplexe enthalten nur eine Ligandenart, heteroleptische mindestens zwei verschiedene Ligandenarten am Zentralatom.
Welche Geometrien sind bei Koordinationszahl 4 möglich?
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Tetraedrisch und quadratisch-planar; letztere tritt häufig bei d⁸-Metallen wie Pt(II) oder Ni(II) mit starken Feldliganden auf.
Was versteht man unter geometrischer Isomerie bei oktaedrischen Komplexen?
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Bei MA₄B₂-Typ liegen cis- (90°) und trans-Isomere (180°) vor; bei MA₃B₃ fac- (eckig) und mer- (meridional) Isomere.
Wann liegt optische Isomerie (Enantiomere) vor?
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Wenn ein Komplex keine Spiegelebene und kein Inversionszentrum besitzt, z. B. bei [M(AA)₃] oder cis-[M(AA)₂B₂] mit chelatierenden Liganden.
Was beschreibt der Chelateffekt?
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Chelatkomplexe sind thermodynamisch stabiler als analoge Komplexe mit monodentaten Liganden, vor allem durch entropischen Vorteil.
Was ist der Unterschied zwischen High-Spin und Low-Spin?
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High-Spin: schwaches Ligandenfeld, Elektronen besetzen alle d-Orbitale einfach vor Paarung. Low-Spin: starkes Feld, Paarung in niedrigeren Orbitalen.
Was versteht man unter dem Trans-Effekt?
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Bestimmte Liganden (z. B. CO, CN⁻, PR₃) lababilisieren den ihnen trans stehenden Liganden und beschleunigen dessen Substitution kinetisch.
Wie wirkt sich die Ligandenfeldstärke auf die Farbe eines Komplexes aus?
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Stärkere Ligandenfeldaufspaltung (Δ₀) verschiebt die Absorption zu kürzeren Wellenlängen; die Komplementärfarbe wird als Farbe wahrgenommen.