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Wirtschaftswissenschaften Verhaltensökonomik – Kognitive Verzerrungen

15 KartenWirtschaftswissenschaftenatrio06.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Wirtschaftswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was beschreibt der Anker-Effekt in der Verhaltensökonomik? · Wie funkt…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was beschreibt der Anker-Effekt in der Verhaltensökonomik?

Rückseite

Der Anker-Effekt besagt, dass erste erhaltene Informationen (Anker) nachfolgende Schätzungen und Urteile unverhältnismäßig stark beeinflussen, auch wenn der Anker irrelevant ist.

STANDARD

Wie funktioniert die Verfügbarkeitsheuristik bei Urteilsbildung?

Rückseite

Menschen schätzen Wahrscheinlichkeiten danach, wie leicht Beispiele aus dem Gedächtnis abrufbar sind – häufige oder emotionale Ereignisse werden systematisch überschätzt.

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Worin unterscheidet sich die Repräsentativitätsheuristik von der Verfügbarkeitsheuristik?

Rückseite

Die Repräsentativitätsheuristik beurteilt Wahrscheinlichkeit nach Ähnlichkeit mit einem Prototyp, während die Verfügbarkeitsheuristik auf Gedächtniszugänglichkeit basiert – Basisraten werden oft ignoriert.

STANDARD

Was besagt die Verlustaversion nach Kahneman und Tversky?

Rückseite

Verluste wiegen psychologisch etwa doppelt so schwer wie gleich große Gewinne – die Wertfunktion ist im Verlustbereich steiler als im Gewinnbereich.

STANDARD

Wie äußert sich der Bestätigungsfehler (Confirmation Bias) in Entscheidungen?

Rückseite

Informationen werden so gesucht, interpretiert und erinnert, dass sie bestehende Überzeugungen bestätigen – widersprechende Evidenz wird systematisch unterschätzt oder ausgeblendet.

STANDARD

Was kennzeichnet den Status-quo-Bias bei Entscheidungen?

Rückseite

Entscheider bevorzugen den aktuellen Zustand gegenüber Alternativen, selbst wenn Änderungen objektiv vorteilhaft sind – Verlustaversion und Endowment-Effekt verstärken diese Tendenz.

STANDARD

Wie erklärt der Endowment-Effekt abweichende Zahlungsbereitschaften?

Rückseite

Besitzer bewerten ein Gut höher als Nichtbesitzer, da der Besitzverlust als Verlust kodiert wird – WTA (Willingness to Accept) übersteigt WTP (Willingness to Pay).

STANDARD

Welche Rolle spielt der Framing-Effekt bei risikoreichen Entscheidungen?

Rückseite

Identische Optionen werden unterschiedlich bewertet, je ob sie als Gewinn (risikoscheu) oder Verlust (risikofreudig) gerahmt werden – Verletzung der Invarianzaxioms.

STANDARD

In welchen Formen tritt Überconfidenz (Overconfidence) auf?

Rückseite

Drei Formen: Überpräzision (zu schmale Konfidenzintervalle), Überschätzung (eigene Leistung zu hoch) und Überplacement (besser als der Durchschnitt) – systematisch und robust.

STANDARD

Warum führt die Sunk-Cost-Falle zu irrationalen Fortsetzungsentscheidungen?

Rückseite

Bereits getätigte, nicht rückgängig machbare Kosten beeinflussen Zukunftsentscheidungen – rationale Akteure berücksichtigen nur marginale Kosten und Nutzen, nicht versunkene Kosten.

STANDARD

Was beschreibt der Gegenwartsbias (Present Bias) bei intertemporalen Entscheidungen?

Rückseite

Menschen diskontieren nahe Zukunft stärker als ferne Zukunft – kurzfristige Belohnungen werden überbewertet, langfristige Ziele systematisch vernachlässigt (hyperbolische Diskontierung).

STANDARD

Was kennzeichnet den Planungsfehlschluss (Planning Fallacy) nach Kahneman?

Rückseite

Aufwand und Dauer eigener Projekte werden systematisch unterschätzt, während externe Projekte realistischer eingeschätzt werden – Optimismusbias und Ignorieren von Basisraten.

STANDARD

Wie verfälscht der Hindsight Bias (Rückschaufehler) die Erinnerung?

Rückseite

Nach Eintritt eines Ereignisses überschätzen Menschen ihre vorherige Vorhersagegenauigkeit – das Ergebnis wirkt im Rückblick unvermeidbar und vorhersehbar.

STANDARD

Worauf basiert der Selbstbedienungs-Bias (Self-Serving Bias) bei Attributionen?

Rückseite

Erfolge werden internen Faktoren (Fähigkeit, Einsatz) zugeschrieben, Misserfolge externen Faktoren (Glück, Umstände) – schützt Selbstwertgefühl, verzerrt Lernen.

STANDARD

Was besagt der Mere-Exposure-Effekt (Geltungseffekt) für Präferenzen?

Rückseite

Wiederholte Exposition gegenüber einem Reiz erhöht die Präferenz dafür – ohne bewusste Wahrnehmung oder inhaltliche Verarbeitung, rein durch Vertrautheit.

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