Geisteswissenschaften Psychologie – Entwicklungspsychologie Jugend
Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Wie definiert die Entwicklungspsychologie den Begriff Adoleszenz? · Worin …
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15 KartenWie definiert die Entwicklungspsychologie den Begriff Adoleszenz?
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Adoleszenz bezeichnet den Übergangszeitraum vom Kindes- zum Erwachsenenalter, grob 10–20 Jahre, geprägt durch Pubertät, Identitätsfindung und zunehmende Autonomie.
Worin unterscheidet sich Pubertät von Adoleszenz?
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Pubertät ist der biologische Reifungsprozess (Hormone, Körperwachstum), Adoleszenz der umfassendere psychosoziale Übergangsprozess inklusive Identität und Rollenübernahme.
Welche Gehirnareale reifen in der Adoleszenz asynchron und mit welchen Folgen?
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Das limbische System (Belohnung, Emotion) reift früher als der präfrontale Kortex (Planung, Impulskontrolle), was erhöhtes Risikoverhalten und emotionale Labilität begünstigt.
Was besagt Eriksons psychosoziale Krisenstufe für die Adoleszenz?
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Identität vs. Identitätsdiffusion: Jugendliche müssen ein kohärentes Selbstbild entwickeln; Gelingen führt zu Identitätsfindung, Scheitern zu Rollenverwirrung.
Welche vier Identitätsstatus unterschied Marcia basierend auf Erikson?
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Identitätsdiffusion, Vorwegnahme (Foreclosure), Moratorium (aktive Suche), Identitätsfindung (Achievement) – differenziert nach Exploration und Commitment.
Wie verändert sich das Denken laut Piaget im formal-operationalen Stadium?
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Jugendliche werden fähig zu hypothetisch-deduktivem Denken, abstrakter Logik, propositionaler Reasoning und Reflexion über eigenes Denken (Metakognition).
Was beschreibt Kohlbergs postkonventionelles Moralniveau in der Adoleszenz?
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Moralurteile basieren auf selbstgewählten universellen Prinzipien (Gerechtigkeit, Menschenrechte) statt auf Gesetzen oder Konventionen – selten vor Spätadoleszenz.
Welche Funktion erfüllen Peergroups in der Adoleszenz?
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Peers bieten emotionale Unterstützung, Identitätsprüfstein, Normenlabor und Übungsfeld für Intimität; sie ersetzen teilweise elterliche Bindungsfunktionen.
Wie gestaltet sich die Autonomieentwicklung gegenüber den Eltern?
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Entkopplung von emotionaler Abhängigkeit bei Erhalt verbundener Beziehung; Konflikte nehmen in Frühadoleszenz zu, dienen der Aushandlung neuer Beziehungsqualität.
Was kennzeichnet das Selbstkonzept in der Adoleszenz?
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Wird differenzierter, widersprüchlicher und abstrakter; Selbstwert schwankt stark, abhängt von Domänenspezifischkompetenz (Schule, Sport, Aussehen) und sozialer Vergleich.
Warum steigt Risikoverhalten (Alkohol, Verkehr, Sexualität) in der Mitte der Adoleszenz?
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Kombination aus sensiblerem Belohnungssystem (Dopamin), noch unreifer Impulskontrolle, Peereinfluss und Überbewertung eigener Unverletzlichkeit (Personal Fable).
Welche psychischen Störungen zeigen typischerweise Erstmanifestation in der Adoleszenz?
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Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, Schizophrenie-Spektrum und Substanzgebrauchsstörungen – begünstigt durch neurobiologische Vulnerabilität und psychosozialen Stress.
Was versteht man unter Arnett's 'Emerging Adulthood'?
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Neue Lebensphase 18–25 Jahre in industrialisierten Gesellschaften: Identitätsexploration in Liebe, Arbeit, Weltanschauung; instabil, selbstfokussiert, möglichkeitsoffen.
Wie beeinflussen kulturelle Kontexte den Adoleszenzverlauf?
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Kollektivistische Kulturen betonen familiäre Interdependenz und frühere Erwachsenenrollen; individualistische Kulturen fördern Autonomie, spätere Übergänge und Selbstverwirklichung.
Welche Schutzfaktoren puffern Risiken in der Adoleszenz ab?
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Sichere Elternbindung, schulisches Engagement, prosociale Peers, positive Selbstwirksamkeitserwartung, religiöse/spirituelle Einbindung und Zugang zu psychologischer Hilfe.