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Geisteswissenschaften Psychologie – Entwicklungspsychologie Jugend

15 KartenGeisteswissenschaftenatrio21.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Wie definiert die Entwicklungspsychologie den Begriff Adoleszenz? · Worin …

Karten

15 Karten
STANDARD

Wie definiert die Entwicklungspsychologie den Begriff Adoleszenz?

Rückseite

Adoleszenz bezeichnet den Übergangszeitraum vom Kindes- zum Erwachsenenalter, grob 10–20 Jahre, geprägt durch Pubertät, Identitätsfindung und zunehmende Autonomie.

STANDARD

Worin unterscheidet sich Pubertät von Adoleszenz?

Rückseite

Pubertät ist der biologische Reifungsprozess (Hormone, Körperwachstum), Adoleszenz der umfassendere psychosoziale Übergangsprozess inklusive Identität und Rollenübernahme.

STANDARD

Welche Gehirnareale reifen in der Adoleszenz asynchron und mit welchen Folgen?

Rückseite

Das limbische System (Belohnung, Emotion) reift früher als der präfrontale Kortex (Planung, Impulskontrolle), was erhöhtes Risikoverhalten und emotionale Labilität begünstigt.

STANDARD

Was besagt Eriksons psychosoziale Krisenstufe für die Adoleszenz?

Rückseite

Identität vs. Identitätsdiffusion: Jugendliche müssen ein kohärentes Selbstbild entwickeln; Gelingen führt zu Identitätsfindung, Scheitern zu Rollenverwirrung.

STANDARD

Welche vier Identitätsstatus unterschied Marcia basierend auf Erikson?

Rückseite

Identitätsdiffusion, Vorwegnahme (Foreclosure), Moratorium (aktive Suche), Identitätsfindung (Achievement) – differenziert nach Exploration und Commitment.

STANDARD

Wie verändert sich das Denken laut Piaget im formal-operationalen Stadium?

Rückseite

Jugendliche werden fähig zu hypothetisch-deduktivem Denken, abstrakter Logik, propositionaler Reasoning und Reflexion über eigenes Denken (Metakognition).

STANDARD

Was beschreibt Kohlbergs postkonventionelles Moralniveau in der Adoleszenz?

Rückseite

Moralurteile basieren auf selbstgewählten universellen Prinzipien (Gerechtigkeit, Menschenrechte) statt auf Gesetzen oder Konventionen – selten vor Spätadoleszenz.

STANDARD

Welche Funktion erfüllen Peergroups in der Adoleszenz?

Rückseite

Peers bieten emotionale Unterstützung, Identitätsprüfstein, Normenlabor und Übungsfeld für Intimität; sie ersetzen teilweise elterliche Bindungsfunktionen.

STANDARD

Wie gestaltet sich die Autonomieentwicklung gegenüber den Eltern?

Rückseite

Entkopplung von emotionaler Abhängigkeit bei Erhalt verbundener Beziehung; Konflikte nehmen in Frühadoleszenz zu, dienen der Aushandlung neuer Beziehungsqualität.

STANDARD

Was kennzeichnet das Selbstkonzept in der Adoleszenz?

Rückseite

Wird differenzierter, widersprüchlicher und abstrakter; Selbstwert schwankt stark, abhängt von Domänenspezifischkompetenz (Schule, Sport, Aussehen) und sozialer Vergleich.

STANDARD

Warum steigt Risikoverhalten (Alkohol, Verkehr, Sexualität) in der Mitte der Adoleszenz?

Rückseite

Kombination aus sensiblerem Belohnungssystem (Dopamin), noch unreifer Impulskontrolle, Peereinfluss und Überbewertung eigener Unverletzlichkeit (Personal Fable).

STANDARD

Welche psychischen Störungen zeigen typischerweise Erstmanifestation in der Adoleszenz?

Rückseite

Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, Schizophrenie-Spektrum und Substanzgebrauchsstörungen – begünstigt durch neurobiologische Vulnerabilität und psychosozialen Stress.

STANDARD

Was versteht man unter Arnett's 'Emerging Adulthood'?

Rückseite

Neue Lebensphase 18–25 Jahre in industrialisierten Gesellschaften: Identitätsexploration in Liebe, Arbeit, Weltanschauung; instabil, selbstfokussiert, möglichkeitsoffen.

STANDARD

Wie beeinflussen kulturelle Kontexte den Adoleszenzverlauf?

Rückseite

Kollektivistische Kulturen betonen familiäre Interdependenz und frühere Erwachsenenrollen; individualistische Kulturen fördern Autonomie, spätere Übergänge und Selbstverwirklichung.

STANDARD

Welche Schutzfaktoren puffern Risiken in der Adoleszenz ab?

Rückseite

Sichere Elternbindung, schulisches Engagement, prosociale Peers, positive Selbstwirksamkeitserwartung, religiöse/spirituelle Einbindung und Zugang zu psychologischer Hilfe.

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