Geisteswissenschaften Psychologie – Gruppen und Konformität
Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter Konformität in der Sozialpsychologie? · Was zeigte …
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15 KartenWas versteht man unter Konformität in der Sozialpsychologie?
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Konformität ist die Anpassung von Verhalten oder Einstellungen an Gruppennormen, ausgelöst durch reale oder vorgestellte Gruppenpressure.
Was zeigte das Asch-Linienurteil-Experiment (1951)?
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Teilnehmer gaben in 37 % der Kritischen Versuche eine offensichtlich falsche Mehrheitsmeinung wieder – Beleg für normative Konformität unter Gruppendruck.
Worin unterscheiden sich normative und informationelle soziale Einflussnahme?
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Normative: Anpassung um sozialer Akzeptanz willen (öffentliche Konformität). Informationelle: Anpassung weil die Gruppe als Informationsquelle gilt (private Akzeptanz).
Was kennzeichnet das Phänomen Groupthink nach Janis?
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Ein Streben nach Einmütigkeit in kohäsiven Gruppen überwiegt realistische Alternativprüfung – Symptome: Illusion der Unverwundbarkeit, Kollektivrationalisierung, Selbstzensur.
Welche drei Stufen der sozialen Einflussnahme beschrieb Kelman?
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Compliance (öffentliche Anpassung ohne private Überzeugung), Identification (Anpassung an geschätzte Person/Gruppe), Internalization (echte Übernahme der Norm als eigene Überzeugung).
Was demonstrierte das Milgram-Experiment (1963) über Gehorsam?
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65 % der Probanden verabreichten scheinbar tödliche Stromstöße auf Anweisung einer Autorität – Gehorsam gegenüber legitimer Autorität überwiegt moralische Bedenken.
Unter welchen Bedingungen gelingt Minderheitenbeeinflussung nach Moscovici?
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Konsistenz, Selbstsicherheit, Unparteilichkeit und Flexibilität der Minderheit führen über Konversionsprozesse zu latenter Meinungsänderung bei der Mehrheit.
Was beschreibt Deindividuation in Gruppen?
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Verlust individueller Selbstwahrnehmung und Verantwortungsgefühl in anonymen Gruppen – begünstigt normwidriges, impulsives Verhalten (z. B. Randale).
Was besagt der Social-Facilitation-Effekt nach Zajonc?
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Anwesenheit anderer steigert Erregung: dominante (gut gelernte) Reaktionen werden verstärkt, nicht-dominante (neue/schwierige) gehemmt.
Was ist Social Loafing (Ringelmann-Effekt)?
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Individuelle Leistungsabnahme in Gruppen bei additiven Aufgaben, da eigene Anstrengung nicht mehr eindeutig identifizierbar ist (Diffusion der Verantwortung).
Was zeigte das Stanford Prison Experiment (Zimbardo, 1971)?
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Situative Rollenzuweisung (Wärter/Häftling) genügte, um brutale bzw. passive Verhaltensmuster hervorzurufen – Situation überwiegt Disposition.
Welche Faktoren erhöhen die Konformitätsbereitschaft?
Rückseite
Gruppengröße (bis 3-5), Einstimmigkeit, Kohäsion, öffentliches Antwortformat, schwierige Aufgabe, niedriges Selbstwertgefühl, kollektivistische Kultur.
Wie unterscheidet sich Gehorsam (Obedience) von Konformität?
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Gehorsam: Verhaltensänderung auf direkte Anweisung hierarchisch überlegener Autorität. Konformität: Anpassung an Gleichrangige ohne explizite Aufforderung.
Was besagt die Reactanz-Theorie nach Brehm?
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Bedrohung oder Verlust von Verhaltensfreiheiten löst einen aversiven Erregungszustand (Reactanz) aus, der Gegenverhalten zur Freiheitswiederherstellung motiviert.
Was versteht man unter Idiosynkrasie-Krediten (Hollander)?
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Durch frühere Konformität erworbene "Credits", die es Gruppenmitgliedern erlauben, abweichendes Verhalten zu zeigen, ohne Sanktionen zu riskieren.