Geisteswissenschaften Psychologie – Gedächtnismodelle
Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Welche drei Speicher umfasst das Atkinson-Shiffrin-Modell? · Wie lange ble…
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14 KartenWelche drei Speicher umfasst das Atkinson-Shiffrin-Modell?
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Das Modalmodell unterscheidet Ultrakurzzeitgedächtnis (sensorischer Speicher), Kurzzeitgedächtnis und Langzeitgedächtnis als separate Speichersysteme mit unterschiedlichen Kapazitäten und Verweildauern.
Wie lange bleiben Informationen im Ultrakurzzeitgedächtnis erhalten?
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Visuelle Reize (ikonischer Speicher) verbleiben ca. 250–500 ms, auditive Reize (echoischer Speicher) bis zu 2–4 Sekunden, bevor sie verfallen oder durch Aufmerksamkeit ins Kurzzeitgedächtnis übergehen.
Welche Kapazität hat das Kurzzeitgedächtnis nach Miller (1956)?
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Die Spanne beträgt 7 ± 2 Einheiten (Chunks). Durch Chunking – Zusammenfassen sinnvoller Einheiten – lässt sich die effektive Kapazität ohne Erhöhung der Slot-Anzahl vergrößern.
Was charakterisiert das Langzeitgedächtnis im Atkinson-Shiffrin-Modell?
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Es besitzt eine praktisch unbegrenzte Kapazität und Verweildauer. Informationen gelangen durch Elaborationsprozesse (Wiederholung, Verknüpfung) vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis.
Aus welchen Komponenten besteht Baddeleys Working-Memory-Modell (2000)?
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Vier Komponenten: Zentrale Exekutive (Aufmerksamkeitssteuerung), Phonologische Schleife (verbale Informationen), Visuo-räumliches Skizzenblock (visuell-räumliche Informationen) und Episodischer Puffer (Integration, Bindung an LZG).
Welche Funktion übernimmt die phonologische Schleife im Working Memory?
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Sie speichert sprachbasierte Informationen kurzzeitig (phonologischer Speicher, ca. 2 s) und erhält sie durch subvokales Rehearsal (artikulatorischer Kontrollprozess) aktiv – Basis für Spracherwerb und Verbalverständnis.
Was leistet der visuell-räumliche Skizzenblock?
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Er verarbeitet und speichert visuelle und räumliche Informationen (Form, Farbe, Lage, Bewegung) kurzzeitig und ermöglicht mentale Rotation sowie räumliche Navigation.
Welche Rolle spielt die Zentrale Exekutive im Working Memory?
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Sie ist das aufmerksamkeitssteuernde Kontrollsystem: koordiniert die Subsysteme, unterdrückt irrelevante Reize, plant Handlungen, schaltet zwischen Aufgaben und分配t Verarbeitungskapazitäten – limitiert und nicht speichernd.
Warum fügte Baddeley 2000 den episodischen Puffer hinzu?
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Um die Integration multimodaler Informationen (visuell, verbal, räumlich) und die Bindung an Langzeitgedächtnisinhalte zu erklären – das ursprüngliche Modell konnte komplexe Episoden nicht adäquat abbilden.
Was besagt die Levels-of-Processing-Theorie (Craik & Lockhart, 1972)?
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Gedächtnisleistung hängt nicht von separaten Speichern ab, sondern von Verarbeitungstiefe: flache (perzeptuelle) Verarbeitung führt zu schwächeren Spuren als tiefe (semantische, bedeutungsvolle) Verarbeitung.
Wie unterscheidet Tulving (1972) das deklarative Langzeitgedächtnis?
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In episodisches Gedächtnis (persönlich erlebte Ereignisse mit Raum-Zeit-Kontext, autonoetisches Bewusstsein) und semantisches Gedächtnis (allgemeines Weltwissen, Fakten, Konzepte, noetisches Bewusstsein).
Was unterscheidet episodisches von semantischem Gedächtnis beim Abruf?
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Episodischer Abruf erfordert mentales Zeitreisen (Autonoese: "Ich erinnere mich"), semantischer Abruf ist ein reines Wissen (Noese: "Ich weiß") ohne persönlichen Kontextbezug.
Was besagt das Encoding-Specificity-Prinzip (Tulving & Thomson, 1973)?
Rückseite
Abruferfolg ist maximal, wenn die Abrufbedingungen (Kontext, Stimmung, Hinweise) der Kodierungsphase entsprechen – Retrieval Cues wirken nur, wenn sie bei der Kodierung präsent waren.
Was ist der Unterschied zwischen Konsolidierung und Rekonsolidierung?
Rückseite
Konsolidierung stabilisiert neue Gedächtnisspuren über Stunden bis Tage (synaptisch/systemisch). Rekonsolidierung: Reaktivierte, bereits konsolidierte Spuren werden labil und müssen bei Wiederabruf erneut stabilisiert werden – Fenster für Modifikation.