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Studium Wissenschaftliches Arbeiten – Quellenkritik

15 KartenStudium & Allgemeinwissenatrio29.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Studium & Allgemeinwissen“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was definiert eine Primärquelle im wissenschaftlichen Sinne? · Wann gi…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was definiert eine Primärquelle im wissenschaftlichen Sinne?

Rückseite

Eine Primärquelle ist ein Originaldokument oder Erstdokument, das direkt aus der untersuchten Zeit oder vom untersuchten Akteur stammt, z. B. Tagebücher, Verträge, Messdaten oder Erstveröffentlichungen.

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Wann gilt eine Quelle als Sekundärquelle?

Rückseite

Sekundärquellen werten Primärquellen aus, interpretieren sie oder fassen sie zusammen – Beispiele sind Lehrbücher, Übersichtsartikel, Biografien oder Metaanalysen.

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Welche Funktion erfüllen Tertiärquellen im Forschungsprozess?

Rückseite

Tertiärquellen wie Lexika, Bibliografien oder Datenbankkataloge verzeichnen und ordnen Primär- und Sekundärliteratur, dienen der Orientierung, sind aber selbst nicht zitierfähig für Kernargumente.

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Unterscheide heuristische von hermeneutischer Quellenkritik.

Rückseite

Heuristische Kritik prüft die Echtheit und Herkunft (äußere Kritik), hermeneutische Kritik die inhaltliche Glaubwürdigkeit und Aussageabsicht (innere Kritik).

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Welche Kriterien prüft die äußere Quellenkritik (Heuristik)?

Rückseite

Äußere Kritik prüft Authentizität: Entstehungszeit, Urheber, Überlieferungsweg, materielle Beschaffenheit, eventuelle Fälschungen oder nachträgliche Veränderungen.

STANDARD

Was bewertet die innere Quellenkritik (Hermeneutik)?

Rückseite

Innere Kritik bewertet Glaubwürdigkeit: Kompetenz des Autors, Nähe zum Geschehen, Intention, Widerspruchsfreiheit, Plausibilität und mögliche Verzerrungen wie Selbstrechtfertigung.

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Warum ist das Kriterium Aktualität bei Quellen unterschiedlich gewichtig?

Rückseite

In schnelllebigen Fachgebieten (Medizin, Informatik) sind Quellen über 3–5 Jahre oft veraltet; in Geisteswissenschaften können Klassiker jahrzehntelang relevant bleiben – Kontext entscheidet.

STANDARD

Wie prüfst du die Autorität einer Quelle zuverlässig?

Rückseite

Prüfe formale Qualifikation (Promotion, Professur), institutionelle Anbindung, Publikationshistorie im Peer-Review, Zitationshäufigkeit und Fachreputation – nicht nur akademische Titel.

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Welche Fragen deckt das Intention-Kriterium bei der Quellenbewertung ab?

Rückseite

Welches Ziel verfolgt der Autor? Informieren, überzeugen, verkaufen, ideologisch beeinflussen? Finanzierung, Auftraggeber und sprachliche Tendenz (Werturteile, Auslassungen) offenlegen.

STANDARD

Was bedeutet Peer-Review und warum ist es Qualitätsmerkmal?

Rückseite

Peer-Review ist ein Begutachtungsverfahren, bei dem unabhängige Fachgutachter vor Veröffentlichung Methodik, Argumentation und Schlussfolgerungen prüfen – Filter für methodische Mängel.

STANDARD

Erkläre den Zirkelschluss (Zirkularität) beim Zitieren.

Rückseite

Ein Zirkelschluss liegt vor, wenn Quelle A Quelle B zitiert, B aber wiederum A als Beleg nutzt, ohne eigenständige Primärbasis – scheinbare Bestätigung ohne neue Evidenz.

STANDARD

Was zählt zur Grauen Literatur und wie gehst du damit um?

Rückseite

Graue Literatur: Berichte, Working Papers, Abschlussarbeiten, Behördendokumente ohne Verlags-ISBN. Zitierfähig bei Kennzeichnung, aber stärker auf Methodik und Bias prüfen als Peer-Review-Literatur.

STANDARD

Wie funktioniert das Schneeballsystem (Citation Chaining) effizient?

Rückseite

Rückwärts: Literaturverzeichnis eines Schlüsselwerks nach relevanten Primärquellen durchsuchen. Vorwärts: In Google Scholar/Web of Science prüfen, wer das Werk später zitiert hat.

STANDARD

Wann ist eine Quelle als nicht zitierfähig einzustufen?

Rückseite

Bei fehlender Urheberschaft, ungeprüften Wikis, kommerziellen Werbeseiten, rein privaten Blogs ohne Fachbezug, veralteten Daten ohne Aktualisierungshinweis oder offensichtlichen Interessenskonflikten ohne Transparenz.

STANDARD

Nenne ein konkretes Beispiel für eine Primärquelle in der empirischen Sozialforschung.

Rückseite

Der originale Datensatz einer Befragung (Rohdaten, Codebook) oder das Protokoll eines Fokusgruppen-Interviews – nicht der daraus resultierende Forschungsbericht.

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