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Geisteswissenschaften Psychologie – Einstellungen und Persuasion

15 KartenGeisteswissenschaftenatrio21.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man in der Sozialpsychologie unter einer Einstellung? · Welch…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was versteht man in der Sozialpsychologie unter einer Einstellung?

Rückseite

Eine Einstellung ist eine relativ stabile Bewertung eines Objekts, einer Person oder eines Themas auf einer positiven-negativen Dimension.

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Welche drei Komponenten umfasst das Drei-Komponenten-Modell der Einstellung nach Rosenberg und Hovland?

Rückseite

Kognitive Komponente (Glaubenssätze), affektive Komponente (Gefühle) und behaviorale Komponente (Verhaltensabsichten).

STANDARD

Was besagt die Theorie der kognitiven Dissonanz nach Festinger?

Rückseite

Inkonsistenzen zwischen Kognitionen erzeugen einen unangenehmen Erregungszustand (Dissonanz), den Menschen durch Einstellungsänderung reduzieren wollen.

STANDARD

Was zeigte das klassische Experiment von Festinger und Carlsmith (1959) zur kognitiven Dissonanz?

Rückseite

Teilnehmer, die für 1 $ (geringe Rechtfertigung) eine langweilige Aufgabe als interessant beschrieben, änderten ihre Einstellung positiver als die 20-$-Gruppe (hohe Rechtfertigung).

STANDARD

Was ist das Elaboration-Likelihood-Modell (ELM) nach Petty und Cacioppo?

Rückseite

Ein Dual-Prozess-Modell der Persuasion, das zwei Wege der Einstellungsänderung unterscheidet: zentrale Route (tiefe Verarbeitung) und periphere Route (heuristische Verarbeitung).

STANDARD

Wann erfolgt Persuasion über die zentrale Route im ELM?

Rückseite

Bei hoher Motivation und Fähigkeit zur Verarbeitung: Argumente werden inhaltlich geprüft, Einstellungsänderung ist beständig und verhaltensrelevant.

STANDARD

Wann erfolgt Persuasion über die periphere Route im ELM?

Rückseite

Bei niedriger Motivation oder Fähigkeit: Einstellungsänderung basiert auf Heuristiken (z. B. Attraktivität, Autorität), ist weniger beständig und weniger verhaltenswirksam.

STANDARD

Wie funktioniert die Fuß-in-der-Tür-Technik (Foot-in-the-door)?

Rückseite

Zuerst wird eine kleine Bitte gestellt, der die meisten nachkommen; anschließend folgt die eigentliche größere Bitte – die Zusagewahrscheinlichkeit steigt durch Selbstwahrnehmung als hilfsbereit.

STANDARD

Wie funktioniert die Tür-ins-Gesicht-Technik (Door-in-the-face)?

Rückseite

Zuerst wird eine extreme, wahrscheinlich abgelehnte Bitte gestellt; die folgende moderate Bitte wird dann häufiger akzeptiert (reziprokes Zugeständnis, Kontrasteffekt).

STANDARD

Was beschreibt die Low-Ball-Technik der Persuasion?

Rückseite

Ein attraktives Angebot wird gemacht; nach Zusage werden Kosten erhöht oder Bedingungen verschlechtert – die Zusage bleibt oft bestehen durch Commitment und Selbstrechtfertigung.

STANDARD

Was besagt die Reaktanztheorie nach Brehm?

Rückseite

Droht oder entfällt eine Verhaltensfreiheit, entsteht Reaktanz (motivationaler Zustand), die das verbotene Verhalten attraktiver macht und Wiederherstellung der Freiheit anregt.

STANDARD

Welche Faktoren erhöhen die Konsistenz zwischen Einstellung und Verhalten?

Rückseite

Hohe Einstellungsstärke, hohe Zugänglichkeit, direkte Erfahrung, spezifische (nicht allgemeine) Einstellungen und geringe situative Zwänge.

STANDARD

Was ist der Yale-Ansatz (Hovland-Modell) der Persuasion?

Rückseite

Klassisches Kommunikationsmodell: Wer (Quelle) sagt was (Botschaft) an wen (Empfänger) über welchen Kanal mit welcher Wirkung – Fokus auf Quellen-, Botschafts- und Empfängervariablen.

STANDARD

Was besagt die Inokulationstheorie nach McGuire?

Rückseite

Einstellungen lassen sich gegen Persuasionsversuche "impfen", indem man schwache Gegenargumente präsentiert und widerlegt – stärkt Widerstandskraft durch kognitive Abwehrmechanismen.

STANDARD

Was besagt die Selbstwahrnehmungstheorie nach Bem zur Einstellungsbildung?

Rückseite

Menschen schließen aus ihrem eigenen Verhalten auf ihre Einstellungen, besonders wenn innere Signale schwach oder mehrdeutig sind – alternative Erklärung zu kognitiver Dissonanz.

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