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Geisteswissenschaften Soziologie – Organisation

14 KartenGeisteswissenschaftenatrio21.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht Max Weber unter „bürokratischer Verwaltung“ als Idealtyp? · N…

Karten

14 Karten
STANDARD

Was versteht Max Weber unter „bürokratischer Verwaltung“ als Idealtyp?

Rückseite

Eine hierarchisch gegliederte, regelfixierte Organisation mit Amtsträgern, fachlicher Spezialisierung, schriftlicher Dokumentation und unpersönlicher Regelanwendung – effizient, aber entfremdend.

STANDARD

Nenne drei Merkmale von Webers Idealtypus der Bürokratie.

Rückseite

Hierarchie, feste Zuständigkeitsbereiche (Kompetenz), formale Regeln, schriftliche Aktenführung, fachliche Ausbildung, volle Arbeitskraft, allgemeine und bestimmte Regeln.

STANDARD

Was ist „Zielverdrängung“ (goal displacement) nach Robert Merton?

Rückseite

Mittel (Regeln, Verfahren) werden zu Selbstzwecken; die Einhaltung von Verfahren verdrängt die Erreichung der ursprünglichen Organisationsziele.

STANDARD

Wie definiert Niklas Luhmann Organisation systemtheoretisch?

Rückseite

Als autopoietisches System, das sich durch Entscheidungen (Mitgliedschaft, Zweck, Kommunikation) selbst erzeugt und erhalten – keine Ansammlung von Personen, sondern kommunikativer Prozess.

STANDARD

Unterscheide formale und informale Organisation.

Rückseite

Formale: geplante Struktur, Hierarchie, Stellenbeschreibungen. Informale: emergente Netzwerke, Normen, Kommunikationswege, die sich spontan zwischen Mitgliedern bilden.

STANDARD

Was besagt das „Peter-Prinzip“ nach Laurence J. Peter?

Rückseite

In Hierarchien werden Mitarbeiter so lange befördert, bis sie ihre Inkompetenzstufe erreichen – dort verbleiben sie dann dauerhaft.

STANDARD

Erkläre den Begriff „lockere Kopplung“ (loose coupling) nach Weick.

Rückseite

Elemente einer Organisation sind verbunden, reagieren aber nicht unmittelbar aufeinander – erlaubt Anpassung an Umwelt bei Erhalt interner Stabilität.

STANDARD

Was versteht Crozier unter „Zonen der Ungewissheit“ in Organisationen?

Rückseite

Bereiche, in denen Akteure Spielraum haben, weil Regeln nicht greifen; dort entsteht Macht durch Kontrolle über Ungewissheit (z. B. Wartungstechniker).

STANDARD

Nenne die vier Organisationstypen nach Etzioni (1961) anhand der Compliance-Macht.

Rückseite

Zwangorganisation (zwanghaft), utilitaristische Organisation (Kalkül), normative Organisation (Identifikation), gemischte Typen – je nach Art der Macht und Bindung.

STANDARD

Was ist der Unterschied zwischen „autoritärer“ und „bürokratischer“ Herrschaft bei Weber?

Rückseite

Autoritär: persönliche Loyalität, willkürliche Anweisung. Bürokratisch: unpersönliche Regeln, formale Kompetenz, rationale Legalität als Legitimationsgrundlage.

STANDARD

Was meint „Isomorphie“ im neoinstitutionalistischen Ansatz (DiMaggio & Powell)?

Rückseite

Angleichung von Organisationen durch Zwang (koerzitiv), Nachahmung (mimetisch) oder Normierung (normativ) – führt zu struktureller Homogenität ohne Effizienzgewinn.

STANDARD

Erkläre „strukturelle Kopplung“ zwischen Organisation und Umwelt bei Luhmann.

Rückseite

Kein direkter Informationsaustausch, sondern wechselseitige Reizung: Umwelt liefert Anlässe, Organisation verarbeitet sie nach eigenem Code (Entscheidungskommunikation).

STANDARD

Was ist ein „organisierter Anarchismus“ (Cohen, March, Olsen)?

Rückseite

Organisation mit unklaren Zielen, unklarer Technologie, fluktuierender Teilnahme – Entscheidungen entstehen durch „Garbage Can“-Prozesse (Zufallskonstellationen).

STANDARD

Welche drei Kontrollprobleme nennt Child (1972) als Determinanten organisationaler Struktur?

Rückseite

Kontrolle über Mitglieder, Kontrolle über Umwelt, Kontrolle über Technik – Strukturwahl ist strategische Entscheidung, nicht technologisches Determinat.

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