Rechtswissenschaft16 kostenlose LernkartenZuletzt aktualisiert: 27.09.2026

Rechtswissenschaft Erbrecht – Pflichtteil und Ergänzung

Der Pflichtteil sichert enterbten Nahangehörigen einen Mindestanteil am Nachlass. Diese Karten vermitteln die Anspruchsvoraussetzungen, die Berechnungsmethodik und den Ergänzungsanspruch bei lebzeitigen Schenkungen – zentral für Erbrecht-Klausuren und das 2. Examen.

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Lernziele

Was du in dieser Lektion lernst

  • Wer ist pflichtteilsberechtigt nach § 2303 BGB?
  • Wie hoch ist der Pflichtteilsanspruch prozentual?
  • Was versteht man unter dem fiktiven Nachlass für die Pflichtteilsberechnung?
  • Welche Schenkungen lösen einen Pflichtteilsergänzungsanspruch aus?

Lerntipp

Berechne den Pflichtteil immer in drei Schritten: 1. Fiktiver Nachlasswert ermitteln, 2. Gesetzlicher Erbteil bestimmen, 3. Halbieren. Bei Schenkungen prüfe zusätzlich den 10-Jahres-Zeitraum und die Abschmelzung.

Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde mit einem KI-Modell erzeugt und nicht von Fachmenschen geprüft. Nutze die Karten als Lernhilfe und gleiche medizinische oder rechtliche Aussagen mit deinen Unterlagen ab.

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Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen zu Rechtswissenschaft Erbrecht – Pflichtteil und Ergänzung

Wer ist pflichtteilsberechtigt nach § 2303 BGB?
Abkömmlinge (Kinder, Enkel), Eltern und Ehegatte/Lebenspartner des Erblassers. Geschwister, Großeltern und entferntere Verwandte sind nicht berechtigt.
Wie hoch ist der Pflichtteilsanspruch prozentual?
Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils (§ 2303 Abs. 1 S. 2 BGB). Bei gesetzlichem Erbteil von 1/2 ergibt sich ein Pflichtteil von 1/4 am Nachlasswert.
Was versteht man unter dem fiktiven Nachlass für die Pflichtteilsberechnung?
Der Nachlasswert wird so berechnet, als wäre der Erblasser nicht enterbt worden: Nachlassaktiva minus Nachlasspassiva plus Wert der zu ergänzenden Schenkungen (§ 2325 BGB).
Welche Schenkungen lösen einen Pflichtteilsergänzungsanspruch aus?
Schenkungen des Erblassers zu Lebzeiten an Dritte (§ 2325 BGB), soweit sie nicht occasional bedingt (Gelegenheitsschenkungen) oder pflichtteilsrechtlich unschädlich (z. B. Pflichtteilsverzicht) sind.
Wie wirkt die 10-Jahres-Frist beim Pflichtteilsergänzungsanspruch?
Schenkungen, die mehr als 10 Jahre vor dem Erbfall erfolgt sind, bleiben unberücksichtigt (§ 2325 Abs. 3 BGB). Die Frist beginnt mit der Vollendung der Schenkung (Leistung).

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